Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


August Scherl

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

August Scherl

Beitrag  checker am Do März 17, 2016 8:04 am

August Scherl (* 24. Juli 1849 in Düsseldorf; † 18. April 1921 in Berlin) war ein Berliner Großverleger.



Biografie

August Hugo Friedrich Scherl gründete am 1. Oktober 1883 einen Presse- und Buchverlag, der seit 1900 den Namen August Scherl Verlag trug. Seit dem 3. November 1883 gab er als ersten deutschen Generalanzeiger den Berliner Lokal-Anzeiger heraus, seit 1899 erschien in seinem Verlag das illustrierte Wochenblatt Die Woche.

Er besaß zeitweise die auflagenstärksten Zeitungen in Deutschland und war Konkurrent von Leopold Ullstein und Rudolf Mosse. Den Schlüssel zum Erfolg seiner Zeitungen schaute er bei ausländischen Blättern ab: Statt umständlich-kenntnisreiche Kommentare abzudrucken, bauten diese vor allem auf kurze Nachrichten auf und sicherten sich damit Millionenauflagen. Scherl machte es ihnen nach.[1]

Scherl beschäftigte sich auch mit der Theaterorganisation, mit Lotterie-Systemen und der Einschienenbahn.

1909 entwickelte er in seinem Buch Ein neues Schnellbahnsystem als erster die Grundgedanken eines modernen Verkehrsnetzes mit integralem Taktverkehr. Seine kostspieligen Zeitungs-Projekte waren wirtschaftlich nicht erfolgreich, so dass er sein Presse-Unternehmen 1913 an den „Deutschen Verlagsverein“ verkaufte und 1914 ausschied. Sein überregionales Zeitungsimperium wurde im Jahre 1916 von Alfred Hugenberg und später von Max Amann (Franz-Eher-Verlag) übernommen.

Scherl wohnte anfangs in der Naunynstraße (Elternhaus), später repräsentativ immer in zentraler Lage, in Berlin. Er soll eine millionenteure Villa in der Villenkolonie Berlin-Grunewald heimlich erbaut haben, um seine Frau zu überraschen. Als diese sich bei einer Vorbeifahrt abfällig über den Bau äußerte, ließ Scherl angeblich das Haus abreißen, ohne seine Frau zu informieren. Das Geheimnis seines Erfolges war große Risikobereitschaft, ökonomische Vernunft, weit vorausschauende Innovationskraft und Misstrauen. Die General-Anzeiger-Presse in Deutschland war eine Erfindung Scherls.

Er ruht auf dem Luisenstädtischen Friedhof in Berlin, neben seiner Gattin, der Schauspielerin Flora Roser.

Periodika, Zeitungen und Zeitschriften aus dem Scherl-Verlag


300 Millionen Exemplare jährlich im August Scherl Verlag (1914)


1883 Berliner Lokal-Anzeiger gegründet. Der Zeitung wird vorauseilende Nähe zu Wilhelm II nachgesagt.
ab 1889 die Berliner Abendzeitung
1894 Neueste Berliner Handels- und Börsennachrichten
1895 Sport im Bild (die erste deutsche Sportillustrierte)
1899 die Illustrierte Die Woche (Scherl)
1899 Sport im Wort
1900 die Tageszeitung Der Tag
1904 Kauf der Zeitschrift Die Gartenlaube
1905 Praktischer Wegweiser, später erfolgreich als Allgemeiner Wegweiser
1928 Denken und Raten
Berliner Illustrierte Nachtausgabe
Scherl Magazin
Silberspiegel
Scherls-Wohnungs-Zeitung
Filmwelt
Das Grundeigentum
Der Kinematograph
Echo (Zeitschrift)
Deutsche technische Auslandszeitschrift
Berliner Adressbuch 1896 - 1943, unter Benutzung amtlicher Quellen
Der Adler


Werbeplakat von Hans Rudi Erdt, 1915/16

Siehe auch

Pressegeschichte
Zeitungsmuseum
Einschienenbahn am Taunusrand


Überlieferung

Der größte Teil der Bilder des Scherl-Verlags befindet sich im Bestand "Bild 183" im Bildarchiv des Bundesarchivs in Koblenz


Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32509
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten