Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Der kochende Fluß
Gestern um 9:31 pm von Andy

» Der Grottenolm (Proteus anguinus)
Gestern um 9:11 pm von Andy

» Der Keulenschwing Piper
Gestern um 8:59 pm von Andy

» Das Mosaik
Gestern um 8:42 pm von Andy

» Spur der Steine, der verbotene DDR klassiker
Gestern um 8:36 pm von Andy

» Der Bitterfelder Weg
Gestern um 8:14 pm von Andy

» Deutsches U-Boot in der Nordsee lokalisiert
Mi Sep 20, 2017 5:57 am von Andy

» Die Scholle
Sa Sep 16, 2017 7:53 pm von checker

» Die Geisterorchidee
Sa Sep 16, 2017 7:35 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
September 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930 

Kalender Kalender


Der Lösch- und Rettungszug

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Der Lösch- und Rettungszug

Beitrag  checker am Mo Apr 18, 2016 11:11 am

Nun ob wir so etwas in Braunschweig haben,wissen wir nicht.
Zumindest ist bei der Hauptfeuerwehrwache keinerlei Schienen zu erkennen und ob wir im Bereich um den Hauptgüterbahnhof so was haben ist uns auch nicht bekannt.
Aber zumindest können wir es ja mal vorstellen.

Ein Löschzug oder Rettungszug ist ein schienengebundenes Rettungsmittel und Mittel im Katastrophenschutz.


SBB Lösch- und Rettungszug in Winterthur

Grundlagen

Ein Rettungszug dient der Rettung von Personen und Gütern, ein Löschzug der allgemeinen Brandbekämpfung bei Bränden in unmittelbarer Nähe von Bahnanlagen, und der Ölwehr – in der Praxis sind beide Funktionen meist in einer Garnitur vereint.

Die Idee, auf dem Schienenweg Rettungs- und Bergekräfte und andere technische Hilfeleistung mit einem Zug an einen Unfallort heranzuführen, ist schon in der Frühzeit des Eisenbahnwesens entstanden. Erste Ansätze waren Bergezüge, die dazu dienten, entgleiste oder verunfallte Lokomotiven und rollendes Gut zu bergen. Nachdem schon im Amerikanischen Bürgerkrieg die zentrale logistische Rolle der Eisenbahn erkannt worden war, führten insbesondere die beiden Weltkriege zu einem Aufschwung des schienengebundenen Katastrophendienstes.[1]

Heute sind auf Rettungsdienst und Katastrophenschutz spezialisierte Zuggarnituren unverzichtbarer Bestandteil der Rettungskette für den Schienenverkehrsektor.

Die Fahrzeuge älterer Rettungszüge bestehen auch aus ehemaligen Personenwagen, die für diesen Zweck entkernt und umgebaut wurden. Diese Arbeiten wurden im Normalfall durch die Bahnen selbst vorgenommen. Die Ausstattung umfasst im Wesentlichen Einrichtungen zum Löschen und persönliche Schutzausrüstung für das Einsatzpersonal.

Außerdem werden heute auch Rettungszüge des Schienenverkehrs mit solchen der Feuerwehr an zentralen Stationierungen organisatorisch zu einer gemeinsamen Rettungseinheit verknüpft. Der Rettungszug verfügt dann über Niederflurwaggons, die mit Feuerwehrfahrzeugen beladen werden können, um so auch bei schlechten Zufahrtsverhältnissen (Straßenanbindung, Witterung) schnell vor Ort zu sein.

Tunnelrettungszüge

Einen neuen Schub bekommen Lösch- und Rettungszüge aber mit dem zunehmenden Tunnelbau, und der Erkenntnis, dass bei Unfällen im Tunnel, wenn kein Parallelstollen für Straßenfahrzeuge (Rettungsstollen) besteht, das Schienenverkehrsmittel am schnellsten vor Ort sein kann – und sich auch schnell wieder aus einer eskalierenden Gefahrenzone entfernen kann. Heutige Eisenbahntunnel haben Längen erreicht, in der ein konventioneller Löscheinsatz von außen meist nicht mehr möglich ist.

Bei Einsätzen in Tunnels bietet das Containersystem moderner Rettungszüge Schutz vor Hitze, Gasen und Rauch – umgebaute Einheiten waren nicht ausreichend gasdicht. Die fertig ausgerüsteten Container werden auf Tragwagen oder CargoSprinter aufgesetzt. Die Container verfügen über Luftvorrat und -reinigung, Mannschaften sowie Gerettete können darin einige Stunden lang autark mit Atemluft versorgt werden. Weiters verfügen die Züge auch über Sanitätseinheiten für die Erstversorgung. Eigene geschützte Tankcontainereinheiten sorgen für große Mengen an Löschmitteln. An der Zugspitze befindet sich in modernsten Einheiten ein Löschroboter, der ferngesteuert raupengebunden auch bei zerstörter Schienenanlage zum Brandherd vorstoßen und zum Lösch- und Bergeangriff übergehen kann. Auch spezielle Kommunikationseinheiten sind implementiert, um bei Versagen der Tunnelkommunikation Kontakt mit der Einsatzleitung aufrecht zu halten. Messwerte über Temperatur, Sauerstoffgehalt, Sicht, und explosive Gase werden laufend erfasst, und an die Einsatzkräfte vor Ort, wie auch die Zentrale unmittelbar weitergeleitet.

Beispiele von Lösch- und Rettungszügen nach Bahngesellschaft

Rettungszug/Tunnelhilfszug (DB)
Lösch- und Rettungszug (ÖBB)
Lösch- und Rettungszug (SBB)
Lösch- und Rettungszug (BLS)

Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32455
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten