Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Sind reflektierende Radwege die Zukunft?
Gestern um 9:14 pm von Andy

» Abflußreinigen,schnell & effektiv
Mo Aug 21, 2017 2:53 am von checker

» R.I.P. Sigi
Do Aug 17, 2017 9:18 pm von Andy

» "Dunkirk", auch eine belgische Kriegsgesichte
So Jul 30, 2017 8:54 pm von checker

» Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Passendale
So Jul 30, 2017 8:42 pm von checker

» Wars der Geyer oder war er es nicht?
Mi Jul 26, 2017 9:32 pm von Andy

» Unterstützte VW-Konzern Militärdiktatur in Brasilien?
Mi Jul 26, 2017 9:12 pm von Andy

» R.I.P. M. Rother
Mi Jul 26, 2017 8:08 pm von Andy

» "Asterix bei den Belgiern"
Mi Jul 26, 2017 7:17 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
August 2017
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   

Kalender Kalender


Aktion Ossawakim

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Aktion Ossawakim

Beitrag  checker am So Mai 08, 2016 1:36 am

Im Rahmen der Aktion Ossawakim (Operation OSOAWIACHIM) wurden im Oktober 1946 mehr als 2.000 deutsche Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker aus der damaligen Sowjetischen Besatzungszone verschleppt und zwangsverpflichtet. Der Name der Aktion nimmt Bezug auf die sowjetische Großorganisation OSSOAWIACHIM, die Vorbereitung und Durchführung lag aber beim Innenministerium NKWD.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 1946 besetzten sowjetische Sondereinheiten in einer Geheimoperation die Wohnungen deutscher Spezialisten und verpflichteten die Betroffenen, über mehrere Jahre in der Sowjetunion zu arbeiten. LKW und Eisenbahnen standen für den sofortigen Abtransport der Betroffenen samt ihrer Familien und des Hausrats bereit. Insgesamt geht man von 10.000-15.000 Personen aus, die meist gegen ihren Willen in die Sowjetunion gebracht wurden.[1] Trotzdem ging es denen im Weiteren vergleichsweise gut. Die Familien bekamen Wohnungen, und die Arbeiter verdienten zum Teil mehr als ihre sowjetischen Kollegen. Die Wissenschaftler, Techniker und Facharbeiter wurden einzelnen Projekten und Arbeitsgruppen, vornehmlich in den Bereichen Luftfahrt und Raketentechnik, Kernforschung, Chemie und Optik zugeordnet.[2]

Die Westmächte protestierten gegen diese Aktion, sahen allerdings keine rechtliche Grundlage für weitere Schritte.

In der Folgezeit wurden auch zahlreiche Betriebe aus dem Bereich der Spitzentechnologie demontiert und in die Sowjetunion verfrachtet, darunter Carl Zeiss in Jena, Junkers in Dessau und die Siebel-Werke in Halle. Dies war Teil der Reparationsleistungen, die im Potsdamer Abkommen vereinbart waren. Die Aktion Ossawakim sicherte der Sowjetunion im Vorfeld die Spezialisten, die zur Bedienung und Weiterführung benötigt wurden. Man wollte somit den Ausbau der Rüstungsindustrie voranbringen und die Atom- und Raketentechnik weiterentwickeln. Aus strategischen Gründen wollte man zudem die militärische Forschung und Entwicklung nicht in der SBZ lassen, zumal das Potsdamer Abkommen die Demilitarisierung Deutschlands vorsah.

Die Aktion Ossawakim war nicht zuletzt auch eine Antwort auf das amerikanische 'Project Paperclip', ein Know-how- und Wissenschaftler-Transferprogramm, das seit März 1946 lief.[3]

Erst Ende 1949 konnten die ersten Personen zurückkehren. Spezialisten, die an militärischen Projekten mitgearbeitet hatten, mussten einige Jahre länger ausharren.

Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32436
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten