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** Die Rampe **

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** Die Rampe **

Beitrag  checker am Mi Mai 18, 2016 10:58 am

Die Rampe ist ein von der deutschen Künstlerin E. R. Nele geschaffenes Mahnmal gegen Deportation und Vernichtung, das 1985 auf dem Gelände des ehemaligen Henschelwerks in Kassel (im Stadtteil Nord-Holland) eingeweiht wurde.


Die Rampe an der Moritzstraße in Kassel

Das Mahnmal wurde am 8. Mai 1985, vierzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, auf dem Gelände der damaligen Gesamthochschule und heutigen Universität Kassel eingeweiht und erinnert an die NS-Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Es mahnt dem Frieden und ist ein deutliches Symbol für die verheerende Entweihung, die Totalitarismus, Militarismus und Unterdrückung im Deutschen Reich durch Hierarchie und Staatsglaube, überzogenen Kult und Symbolismus im Krieg und Holocaust verursacht haben. Es stellt gleichwohl die Deportation jüdischer Mitbürger in Kassel und Nordhessen als auch Kriegsgefangener und zur Zwangsarbeit Gezwungener in der Kriegsmaschinerie des Dritten Reiches dar, der die örtliche Industrie nach der Arisierung ebenso angehörte. Die Firma Henschel beschäftigte während der Kriegsjahre bis zu 6000 Zwangsarbeiter.


Detail und Ausschnitt der Rampe mit Blick auf die Henschel-Esse, 2006

Die Installation besteht aus einem dunkel lasierten Güterwaggon, aus dessen Ladetür getriebene, körperlose Figuren in die Leere zu stürzen scheinen. Am Boden zerfallen sie zu Umhängen und liegen wie leblos entseelt am Ende ihrer Reise. Die ursprüngliche Umgebung bestand aus einem gepflasterten Granit, der eingefriedet von schmiedeeisernen Gitterzäunen das Mahnmal zur Straße hin abgrenzte. Neben der Installation beleuchtete eine schlichte, gebogene Straßenlampe die Szenerie. Dem Mahnmal Rahmen gebend gehörte ursprünglich ein dahinter befindlicher Betonmonolith und ein Hain aus acht Robinien dazu, die das Ensemble zum Gelände hin abstützten. Es befand sich umgeben von einer Kirschenallee, die neben dem Parkplatz der Hochschule auf die verbliebenen Industriehallen zuführte, und zwei Flachbauten, die den Charakter von Baracken sinnbildlich übertrugen. Auf dem Gelände befanden sich ursprünglich bis in die Zeit der Hochschulgründung die Gleisanschlüsse des Lokomotiv-Unternehmens. Das rechts neben dem Denkmal befindliche Tor zeigte mit Betonplatten den Verlauf der Gleise stilisiert in die Tiefe der als „Ahnapark“ genutzten Freifläche. Die Ahna ist ein entlang des Grünzugs in diesem Abschnitt tief kanalisierter Bachlauf, der die zeithistorische Geschichte im übertragenen Sinne begleitet und auf dem Gelände der Hochschule als fester Bestandteil der Anlage gilt.
Rezeption und öffentliche Wahrnehmung

Nach einem Brandanschlag wurde das Mahnmal 1992 wiederhergestellt und 2001 restauriert. Im Jahr 2011 wurde es im Zuge der Baumaßnahmen zur Erweiterung der Universität Kassel demontiert und eingelagert. Nach Abschluss der Baumaßnahmen soll das Mahnmal an prominenter Stelle auf dem neuen Universitätscampus platziert werden.[1]

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