Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Codex Leicester, dass teuerste Manuskript der Welt

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Codex Leicester, dass teuerste Manuskript der Welt

Beitrag  Andy am Mi Jun 08, 2016 8:19 pm

Der Codex Leicester (auch als Codex Hammer bekannt) ist eine gebundene Sammlung von Blättern mit wissenschaftlichen Schriften, Notizen, Skizzen und Zeichnungen Leonardo da Vincis (1452–1519). Bill Gates bezahlte 1994 bei einer Auktion 30,8 Millionen US-Dollar[1] für das Manuskript und machte es zum teuersten aller Zeiten.


Codex Leicester, 1506–1510

Name

Den Namen Codex Leicester erhielt die Handschrift durch den Earl of Leicester, der sie im 18. Jahrhundert erwarb.

Inhalt


Leonardo da Vincis Skizze einer Mondsichel mit Erdschein im Codex Leicester

Der Kodex enthält 18 Blätter, die jeweils in der Mitte gefaltet und beidseitig beschrieben das 72-seitige Manuskript bilden, im Format von etwa 22 cm × 28 cm. Der Text wurde von Leonardo in den Jahren 1506 bis 1510 in der für ihn charakteristischen Spiegelschrift verfasst und mit zahlreichen Zeichnungen und Skizzen versehen.

Das Manuskript enthält Abhandlungen zu Themen der Eigenschaften des Wassers, Astronomie, Gesteins- und Gebirgsbildung, Fossilien, Luft und Licht.

Hauptthema des Kodex ist die Natur, die Eigenschaften und die Bewegung des Wassers. Leonardo befasst sich darin auch mit dem Bau von Kanälen und wasserbetriebenen Maschinen. Im Hinblick auf eine spätere Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen entwirft er darüber hinaus eine strukturelle Gliederung seiner im Kodex großteils ungeordneten Notizen.[2]

Leonardo setzt sich ausführlich mit der Frage auseinander, warum Fossilien von Meerestieren auf Bergen zu finden sind, und verwirft die damals weitgehend anerkannte Behauptung, dass dieses Phänomen eine Folge der Sintflut sei.[3]

Der Künstler liefert im Codex Leicester eine erste korrekte Deutung des „aschgrauen Mondlichts“ (lumen cinereum) und erklärt es als von der Erde reflektiertes Sonnenlicht, das auf die von der Sonne unbeleuchtete Fläche des Mondes geworfen wird. Dieser sogenannte Erdschein ist von der Erde aus, besonders gut kurz vor und kurz nach Neumond, auch mit bloßem Auge sichtbar.[4]
Geschichte

Über die frühe Geschichte des Kodex ist wenig bekannt. Nach Leonardo da Vincis Tod im Jahr 1519 gingen alle seine Aufzeichnungen in die Hände seines Schülers Francesco Melzi (um 1491/92 – um 1570) über. Dessen Erben lösten den Nachlass Leonardos auf. Die Manuskripte wurden verkauft, auch als einzelne Blätter, und das wertvolle Material wurde verstreut. Im Jahr 1717 wurde die Handschrift von Thomas Coke, 1. Earl of Leicester (1697–1759) erworben.

Der Kodex wurde im Jahr 1980 durch den Industriellen und Kunstsammler Armand Hammer (1898–1990) von der Leicester-Sammlung gekauft und in Codex Hammer umbenannt. Im November 1994 ersteigerte der Unternehmer Bill Gates das Manuskript bei einer Auktion des Auktionshauses Christie’s für 30,8 Millionen US-Dollar. Anschließend wurde das Buch in Codex Leicester zurückbenannt.[5] Damit ist der Kodex die teuerste jemals verkaufte Handschrift der Welt, vor dem Evangeliar Heinrichs des Löwen, das 1983 einen Preis von 32,5 Millionen D-Mark erzielte.

In Deutschland war das Objekt erstmals vom 15. Oktober 1999 bis 9. Januar 2000 im Münchner Haus der Kunst und vom 30. Januar bis 12. März 2000 im Museum der Dinge, Martin-Gropius-Bau, Berlin ausgestellt, gemeinsam mit dem 96 Zeichnungen umfassenden Zyklus Zeichnungen zu den beiden 1965 wiederentdeckten Skizzenbüchern „Codices Madrid“ von Leonardo da Vinci von Joseph Beuys (1921–1986).[6][7]

Das Manuskript wurde digitalisiert und liegt als Digitalisat in einer Online-Version auf den Internetseiten der Corbis Corporation vor.

Quelle
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten