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"Badesalz"-Drogen schockieren US-Mediziner

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"Badesalz"-Drogen schockieren US-Mediziner

Beitrag  Luziefer-bs1 am Mo Jul 18, 2011 8:37 am

Mediziner und Fahnder in der USA warnen vor einer Horror-Droge: Hochpotente Rauschmittel, die als "Badesalz" verkauft werden, breiten sich mit rasanter Geschwindigkeit aus. Ihre Wirkung erschüttert selbst erfahrene Ärzte, mehrere Bundesstaaten haben die Substanzen jetzt verboten.



Patienten, die völlig außer Kontrolle sind, Selbstverstümmelungen, Gewalttaten im Rausch: Eine neue Droge beunruhigt in den USA Mediziner und Ermittler. Es handelt sich um "Badesalz" - sogenannte Cathinone, die in kristalliner Form verkauft werden. Wie die "New York Times" berichtet, wird die Droge derzeit in 22 der 50 US-Bundesstaaten völlig legal verkauft - meist in 50-Milligramm-Päckchen für 25 bis 50 Dollar.

Über die Wirkung der im "Badesalz" enthaltenen Substanzen wie Mephedron oder Methylendioxypyrovaleron (MDPV) kursieren wahre Horrorgeschichten. Im US-Staat Indiana ist ein Mann laut "New York Times" auf einen Flaggenmast am Straßenrand geklettert und in den Verkehr gesprungen, ein anderer sei im Rausch in ein Kloster eingedrungen und habe einen Priester erstochen. In West Virginia hat eine Frau sich selbst schwerste Schnittverletzungen zugefügt - weil sie offenbar glaubte, etwas sei unter ihrer Haut. "Sie sah aus, als sei sie kilometerweit durch Dornengebüsch geschleift worden", sagte der Notfallmediziner, der die Frau behandelt hatte.

Selbst starke Beruhigungsmittel wirkungslos

Auch ohne Gewalt gegen sich selbst und andere können die "Badesalz"-Konsumenten Opfer dramatischer Effekte werden, wie Berichte von Medizinern ahnen lassen. Ein Arzt aus Florida erzählte von einem Mann, dessen Körpertemperatur auf 42 Grad gestiegen war. "Man hätte auf seiner Stirn Eier braten können", meinte der Mediziner laut "New York Times". Andere Ärzte berichten von Symptomen wie einer starken Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz sowie heftigen Muskelkrämpfen. Mephedron und MDPV ähneln chemisch der in Arabien und Ostafrika verbreiteten Droge Khat.

Selbst starke Beruhigungsmittel sollen bei Opfern nicht mehr geholfen haben - weshalb manche Mediziner zu potenten Psychopharmaka oder sogar zu Vollnarkosen griffen, um die Patienten ruhigzustellen. "Wenn man die schlimmsten Wirkungen von Meth, Kokain, PCP, LSD und Ecstasy zusammennimmt", sagte Mark Ryan, Direktor des Louisiana Poison Center, "dann hat man eine Vorstellung davon, was wir hier manchmal sehen." Die psychischen Folgen können den Berichten zufolge mehrere Monate andauern.

Die "Badesalze" sind in Europa schon seit einiger Zeit bekannt. In Deutschland sind sie seit mindestens 2008 in Umlauf, in Großbritannien wurden sie 2010 verboten. In Amerika breiten sie sich nun in eine knallharte Drogenszene aus - und das hat Folgen. Von Januar bis Juni gingen in den Giftnotrufzentralen 3470 Anrufe im Zusammenhang mit "Badesalzen" ein, heißt es in der "New York Times" - mehr als zehnmal so viele wie im gleichen Zeitraum 2010. "Ich habe noch nie eine Droge erlebt, die sich so schnell verbreitet hat", sagte David Hayes, Polizeichef in Alton (US-Staat Illinois).

Gesetzesinitiativen in mehreren US-Staaten

Zum Kronzeugen für die Gefährlichkeit der Substanzen, die unter Namen wie "Ivory Wave," "Aura, "Vanilla Sky," oder "Pure Ivory" verkauft werden, wurde vor einigen Monaten der bekennende Süchtige Neil Brown. Gegenüber Polizei und Presse sagte er aus, er habe in seinem Leben schon so ziemlich jede harte Droge von Heroin bis Crack konsumiert. Was er aber im Mephedron-Rausch erlebt habe, hätte ihn so geschockt, dass er den Weg in die Medien suchte: Er rief eine Zeitung an, um andere Leute vor dem Konsum zu warnen.

Brown erzählte von einem "bad trip" mit extrem beängstigenden Halluzinationen. Als der Drogenabhängige wieder bei Sinnen war, stellte er fest, dass er sich mit einem Abhäutmesser für die Jagd im Gesicht und am Bauch geschnitten hatte. Brown überlebte den blutigen Selbstverstümmelungstrip, andere nicht: Es gibt Berichte über tödliche Überdosierungen und einen Mann, der sich im Drogenrausch selbst die Kehle durchschnitt und dann noch die Kraft fand, sich zu erschießen, sowie über einen möglicherweise durch die "Badesalz"-Droge induzierten Amoklauf, der einen Polizisten das Leben kostete.

Das Thema ist inzwischen weit oben auf der politischen Agenda in den USA. Allein in dieser Woche haben mit Louisiana, Missouri und New York gleich drei Bundesstaaten die "Badesalze" für illegal erklärt, Florida ist diesen Schritt bereits vor einem halben Jahr gegangen.

Doch der juristische Feldzug gestaltet sich schwierig - in den USA ebenso wie in Europa, wo zuletzt ebenfalls ein starker Anstieg in der Verbreitung bisher unbekannter Drogen festgestellt wurde . Da die vermeintlichen Badesalze als "nicht für den menschlichen Verzehr" deklariert sind, fallen sie nicht unter den Analog Act - ein Gesetz, das jede Substanz, die einer verbotenen Droge "substantiell ähnlich" ist, verbietet. Experten befürchten deshalb, dass die Verbote in den einzelnen US-Staaten umgangen werden können: Ändern Chemiker nur ein Molekül in den illegalen Salzen, seien sie wieder legal.

mbe

Quelle

Es wird zwar nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird,aber trotzdem sollte man solche Warnungen sehr ernst nehmen.
Ich habe ein Video beiträge darüber gesehen,wie einer solcher unter merkwürdig Drogen stehenden Typen ausgeflippt ist,selbst ein Taser also Elektroschockier hat den Typen nicht aufgehalten weiter abzudrehen und das will was heißen.

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