Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Deutsches U-Boot in der Nordsee lokalisiert
Gestern um 5:57 am von Andy

» Die Scholle
Sa Sep 16, 2017 7:53 pm von checker

» Die Geisterorchidee
Sa Sep 16, 2017 7:35 pm von checker

» Spruch der Woche
Sa Sep 16, 2017 7:21 pm von checker

» Ägyptisch Blau
Sa Sep 16, 2017 7:12 pm von checker

» *** MCM 6 ***
Sa Sep 16, 2017 6:59 pm von checker

» *** CRISPR ***
Sa Sep 16, 2017 6:44 pm von checker

» Die Japanische Riesenkrabbe
Do Sep 07, 2017 8:20 pm von Andy

» Der Singschwan
Sa Sep 02, 2017 11:44 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
September 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930 

Kalender Kalender


al-Dschunaid

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

al-Dschunaid

Beitrag  checker am So Jul 17, 2016 9:36 am

Abū l-Qāsim al-Dschunaid ibn Muhammad al-Chazzāz al-Qawārīrī (arabisch ابو القاسم الجنيد بن محمد الخزاز القواريري, DMG Abū l-Qāsim al-Ǧunaid ibn Muḥammad al-Ḫazzāz al-Qawārīrī; † 910) war ein Vertreter der Bagdader Mystik und gilt bis heute als eine der wichtigsten Autoritäten des Sufismus.

Al-Dschunaid war Sohn eines persischen Kaufmanns, der mit Flaschen oder Kristallen (qawārīr) handelte, woher auch seine Nisba al-Qawārīrī rührt. Seine Familie stammte aus der persischen Stadt Nahavand. Er wuchs in Bagdad im Haushalt seines Onkels Sarī as-Saqaṭī auf, der ihn auch in die Mystik einführte. Sufische Lehren lernte er außerdem bei al-Hārith al-Muhāsibī kennen, mit dem er lange Spaziergänge durchführte. Er selbst war als Seidenhändler (Chazzāz) tätig, studierte daneben aber auch Islamisches Recht (fiqh) bei dem schafiitischen Gelehrten Abū Thaur. Mit zwanzig Jahren war seine juristische Ausbildung so weit abgeschlossen, dass er in dessen Namen Rechtsgutachten abgeben konnte.[1]

Dschunaid sah im Sufismus einen Weg der ständigen Läuterung und des seelischen Kampfes (siehe auch nafs). Er verurteilte manche andere Sufis scharf, die meinten, sich über Moral und religiöse Pflichten hinwegsetzen zu können oder die Vorschriften des Koran nicht mehr beachten zu müssen. Für Dschunaid waren Koran und Sunna die Grundlagen des Glaubens, und diese können durch keine mystische Erfahrung außer Kraft gesetzt werden. Außerdem galten für ihn für das Beschreiten des mystischen Wegs eine bestimmte Lebensweise als Voraussetzung: rituelle Reinheit (tahāra), ständiges Gottesgedenken (dhikr) periodisches Fasten (saum), Klausuren, Zeiten des Schweigens, Aufgeben des eigenen Besitzes und die Führung durch einen Sufi-Meister (sheikh).

Nach Dschunaid ist das Ziel des Sufismus nicht das „Einheitserlebnis“, sondern der Zustand nach der Rückkehr dieses Erlebnisses zum Bewusstsein seiner selbst. Nach dieser Rückkehr besitzt man die Klarheit der Gotteserkenntnis, d. h. das Leben ist ein Leben in Gott. Jedoch sagte Dschunaid, dass man nicht ein von Gott geleitetes Leben in einsamer Abgeschiedenheit führen solle. Vielmehr soll man fest in der Gemeinschaft der Mitmenschen stehen, um ihnen ein Vorbild sein und ihnen helfend zur Seite stehen zu können. Er lehnte jedoch den Sufi Mansur al-Halladsch ab, der seiner Meinung nach die Geheimnisse des Sufipfades in aller Öffentlichkeit preisgab.

Dschunaid wird von verschiedenen Richtungen und Schulen als Meister angesehen, und die meisten spirituellen Ketten (Silsila) der späteren Sufiorden (Tariqas) gehen auf ihn zurück.

Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32455
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten