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Zwei Pfennig pro Kopf und Bahnkilometer ins KZ

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Zwei Pfennig pro Kopf und Bahnkilometer ins KZ

Beitrag  Andy am Mi Aug 24, 2016 12:02 am

Nun der aufgeklärte Bildungsbürger hält das nur für reine Verschwörung, aber für Grundlichkeit sind wir ja bekannt. So wie heute genau berechnet wird auf wenn man die hälfte weglässt, so wurde das früher der den Gelben Engel gemacht. Das sogenannte Onewayticket.
Nun wie auch immer, dazu findet sich folgendes:

Für Deportationen gab es Mengenrabatt: Die Reichsbahn und verschiedene Reisebüros kassierten, die SS sowieso. Der NS-Völkermord war zugleich eine gigantische und unglaublich zynische Geldmaschine.

Wer mit der Bahn reist, braucht eine Fahrkarte – selbst wenn die Reise höchst unfreiwillig ist und in den Tod führt. Das ist ebenso zynisch wie wahr. Denn die Reichsbahn, die den größten Teil der rund vier Millionen in deutschen Vernichtungslagern ermordeten Juden auf ihrer letzten Reise beförderte, rechnete jede Fahrt ab. Die neue deutsche Website der israelischen Gedenk- und Forschungsstätte Yad Vashem umfasst auch eine Datenbank aller Deportationen per Zug.

Obwohl viele der Deportierten in einfache Güterwaggons getrieben wurden, galt nach den gültigen Tarifbedingungen jeder Transport als Fahrt dritter Klasse, einfach. Kinder zwischen vier und zehn Jahren zahlten die Hälfte, Kleinkinder fuhren kostenlos nach Auschwitz, Belzec, Treblinka oder die anderen Mordstätten im Osten Europas.

Doch räumte die Reichsbahn ihrem „Großkunden“ Heinrich Himmler, dem Chef der SS, einen großzügigen Sonderrabatt ein: Bei Transporten von mindestens 400 Personen wurde nur der halbe Regeltarif berechnet. Die Fahrt in den Tod kostete das Reichssicherheitshauptamt dann nur noch zwei Reichspfennig pro Kopf und Kilometer.
Rund tausend Passagiere aus Westeuropa

Für die SS lohnte es sich also, so viele Menschen auf einmal wie möglich zu deportieren. Da die Gaskammern in den Vernichtungslagern ab 1942 allesamt genug Kapazität für mindestens tausend Morde am Tag hatten, wurden die Todeszüge immer länger. Errechnet man den Durchschnitt aller erhaltenen Transportlisten, so umfasste jede einzelne Deportation in Ostmitteleuropa, also aus den Gettos im besetzten Polen und den besetzten Gebieten der Sowjetunion, mehr als 3500 Menschen. In den Zügen aus Deutschland und dem besetzten Westeuropa in die KZs und Vernichtungslager dagegen fuhren durchschnittlich rund tausend Menschen.

Hauptverantwortlich für die Rolle der Reichsbahn im Holocaust war Albert Ganzenmüller, Diplomingenieur und Reichsbahnkarrierebeamter. An seiner nationalsozialistischen Gesinnung gab es keinen Zweifel: Schon als gerade 18-jähriger Schüler hatte er 1923 am Hitler-Putsch in München teilgenommen. Seit Mai 1942 war er als Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium unter dem bereits 73-jährigen Julius Dorpmüller der eigentliche Chef der Reichsbahn.

Ganzenmüller schaltete sich ganz persönlich in die Deportationen ein. So schrieb er auf seinem persönlichen Briefpapier an Himmlers Adjutanten Karl Wolff am 28. Juli 1942: „Seit dem 22. Juli fährt täglich ein Zug mit je 5000 Juden von Warschau nach Treblinka, außerdem zweimal wöchentlich ein Zug mit 5000 Juden von Przemysl nach Belzec.“
Provisionen für Reisebüros

Wolff antwortete: „Mit besonderer Freude habe ich von Ihrer Mitteilung Kenntnis genommen, dass nun schon seit 14 Tagen täglich ein Zug mit je 5000 Angehörigen des auserwählten Volkes nach Treblinka fährt und wir doch auf diese Weise in die Lage versetzt sind, diese Bevölkerungsbewegung in einem beschleunigten Tempo durchzuführen.“

Nach 1945 tauchte Ganzenmüller unter und arbeitete zehn Jahre lang als Eisenbahnexperte in Argentinien. Seit 1955 wieder in Deutschland, scheiterte er mit seinem Versuch, eine Pension als Staatssekretär oder eine Einstellung bei der Bundesbahn einzuklagen. Seit 1957 wurde gegen ihn strafrechtlich ermittelt, doch mehrere Anläufe zu einem Gerichtsverfahren scheiterten. 1973 schließlich erlitt Ganzenmüller einen Herzinfarkt. Das Verfahren wurde erst ausgesetzt, dann eingestellt – aber der Fahrdienstleiter des Todes lebte noch bis 1996: Er wurde 91 Jahre alt.

Die Reichsbahn war keineswegs die einzige Institution, die am Massenmord gut verdiente. Da viele Deportationszüge aus Westeuropa sowie aus Griechenland kamen, wurden Grenzen überschritten – die Reichsbahn aber durfte Fahrscheine für solche Transporte selbst nicht ausstellen. Das übernahmen verschiedene deutsche Reisebüros, darunter das größte und bekannteste, das Mitteleuropäische Reisebüro (MER). Für die Vermittlung von Fahrscheinen konnte eine Provision zwischen zwei und sieben Prozent in Rechnung gestellt werden. Übrigens nicht nur für Züge in die Todeslager, sondern ebenso für Transporte von Millionen Fremd- und Zwangsarbeitern nach Deutschland.
Haar wurde zu Industriefilzen verarbeitet

In den Mordstätten selbst achtete die SS schon bald auf die möglichst „effiziente“ Verwertung. Zwar handelt es sich bei der oft zu lesenden Behauptung, in KZs seien Leichen zu Fett verarbeitet worden, um eine gruselige Erfindung – die Abkürzung „RIF“ auf Seifenstücken stand nicht für „Reines Judenfett“, sondern für „Reichsstelle für Industrielle Fette und Waschmittel“.

Ansonsten aber schöpften die Mörder alle Möglichkeiten aus, den Besitz der Ermordeten zu Geld zu machen: Den Leichen wurden Goldzähne herausgebrochen. Das gesammelte Zahngold wurde eingeschmolzen und bei der Reichsbank eingetauscht, ebenso Schmuck, den die Opfer am Körper versteckt hatten. Menschenhaare wurden laut einem erhaltenen Brief des SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamts, seit 1942 vorgesetzte Behörde der KZs, zu Industriefilzen verarbeitet und zu Garn versponnen: „Aus ausgekämmten und abgeschnittenen Frauenhaaren werden Haargarnfüßlinge für U-Bootsbesatzungen hergestellt.“

Die Kleidung schließlich, die viele der Deportierten bei sich hatten, wurde in Auschwitz-Birkenau in einem riesigen Barackenkomplex mit dem lagerinternen Namen „Kanada“ ausgepackt. Die einzelnen Teile wurden sortiert, gewaschen und teilweise zurück nach Deutschland geschickt. Hier verteilte die NSDAP die Kleidung an ausgebombte Familien. Was man heute noch im Museum Auschwitz-Birkenau sehen kann, ist nur ein Bruchteil der Effekten, die von SS-Mördern zusammengerafft worden sind.

Weiteres dazu und andere Themen im Link:

https://beta.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article113200916/Zwei-Pfennig-pro-Kopf-und-Bahnkilometer-ins-KZ.html?wtrid=crossdevice.welt.desktop.vwo.article-spliturl&betaredirect=true

Nun die verblödungsindustrie hat natürlich zur Geschichtsverfälschung beigetragen.
Und gerade die die am meisten Dreck am Stecken haben, sind genau die die wieder schreien. Alles solange unter den Teppich kehren, bis man selber drüber fällt.
Aufklärung der Geschichte findet nurbedingt statt und nur soweit wie es gewünscht ist.
Alles schon mal dagewesen, ganz nach dem Motto, wer selber denkt wird aufgehängt.
Was nicht Links ist ist rechts und Bildung & Geschichtswissen ist Teufelswerk.
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Andy
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