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Ehemaliger Westbahnhof oder “Wilhelmitorbahnhof”

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Ehemaliger Westbahnhof oder “Wilhelmitorbahnhof”

Beitrag  Andy am Mi Okt 05, 2016 11:49 pm

Nun Braunschweig hatte ein weitverzweigtes Schienennetz, was gerade in der Zeit der industriellen Revolution Industriegebiete verknüfte. Kohle Eisen,Stahl, Holz, Kraftwerke usw. jede Region besass einen eigenen Bahnhof, mit Abstellgleisen,Waggons, Silo`s Rangierloks usdw. Nun viel ist davon nicht mehr sichtbar & vieles wurde umgewandelt,Bahnhöfe verkauft , abgerissen & stillgelegt.
Nun wie auch immer kommen wir mal zum Westbahnhof, wozu sich folgerndes geschrieben findet:

Der Bahnhof wurde im Jahr 1886 eröffnet, damals noch unter dem Namen “Wilhelmitorbahnhof”. Erst 1890 erhielt er seinen endgültigen Namen “Westbahnhof”. Er galt als Hauptstation des Ringgleises, das damals stark und vorwiegend industriell genutzt wurde: ca. 50 Industriebetriebe und etwa 100 Lagerhäuser waren über Gleisanschlüsse erreichbar, darunter auch viele namhafte Betriebe wie die Blechwarenfabrik Schmalbach-Lubeca, die Braunschweiger AG für Jute- und Flachsindustrie, das Amme-Luther-Werk (MIAG), Wullbrandt & Seele, die Roggenmühle Rüningen (Güterabfertigung Lehndorf) und der Flughafen Broitzem. Aber auch die Personenstrecke Derneburg – Braunschweig-Nordbahnhof führte hier entlang.
Der Rückgang der Industrie und die Verdrängung der Eisenbahn durch den LKW-Verkehr machten den Westbahnhof zunehmend bedeutungslos. 1994 wird das Ringgleis stillgelegt (bis auf einen kleinen Abschnitt, der noch zur Belieferung des Heizkraftwerks genutzt wird). Auch der Westbahnhof wird damit bedeutungslos, die Bahnhofsgebäude wurden abgerissen.
Im Rahmen des stadtgeschichtlichen Projekts “Braunschweiger Zeitschiene” wurde das Gelände des Westbahnhof aus seinem Dornröschenschlaf erweckt: Auf dem ehemaligen Streckenverlauf des Ringgleises zwischen Westbahnhof und dem ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk an der Borsigstraße werden verschiedenste Stationen zur Geschichte der Eisenbahn in Braunschweig eingerichtet, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad besucht werden können. In nördlicher Richtung geht ein gut ausgebauter Fuß-/Radweg auf der ehemaligen Trasse bis zur Celler Straße.











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