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Hochwasser in Mitteleuropa 2002

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Hochwasser in Mitteleuropa 2002

Beitrag  Andy am Do Okt 13, 2016 9:51 pm

Das Hochwasser in Mitteleuropa vom August 2002 wurde durch tagelange Regenfälle verursacht. Insgesamt kam es in drei Ländern zu schweren Überflutungen.

Tief Ilse
Unwetter Starkregen mit folgendem Hochwasser
Großwetterlage Vb-Wetterlage
Daten
Niederschlagsmaximum 12./13. August 2002
Regenmenge > 300 mm/24 h (12./13. August 2002, ‎Zinnwald-Georgenfeld, Sachsen)
Folgen
Betroffene Gebiete Deutschland (Osten, Mitte und Süden), Österreich (Nordalpen und Donauraum), Tschechien
Opfer mind. 45 Todesopfer[1]


Wetterlage
→ Hauptartikel: Vb-Wetterlage

Bereits Anfang August im Jahr 2002 lösten starke und lang andauernde Regenfälle in den Alpen sowie im Erzgebirge und Riesengebirge schwere Überschwemmungen und verheerende Schlammlawinen in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Italien aus. Die Niederschläge wurden durch das Vb-Tief „Ilse“ verursacht. Ein Keil des über Skandinavien liegenden Hochs „Friedmann“ bewirkte, dass das Tief von seiner üblichen West-Ost-Zugbahn in Richtung Mittelmeer nach Süden abgedrängt wurde.[2] Hier erwärmten sich diese Luftmassen jahreszeitlich bedingt enorm und nahmen dadurch viel Feuchtigkeit auf. Nach der Überquerung der Alpen in Richtung Norden stießen sie auf die dortige Kaltluft, kühlten sich stark ab, und es kam zu extremen Niederschlägen in relativ kurzer Zeit. Die Regenfälle konzentrierten sich entlang der Zugbahn des Tiefs zunächst auf die Schweiz, auf Bayern, Österreich und Tschechien und in der Folge und unter Verstärkung auf den Osten Deutschlands. Hier drehte sich das Tiefdruckgebiet ein und regnete sich bis zum Ende seines Lebenszyklus komplett aus. Die Regenfälle wurden durch orographisch bedingte Hebungsvorgänge an den Alpen, vor allem aber entlang der Mittelgebirge (Erz- und Riesengebirge) zusätzlich verstärkt. Eine ebensolche Wetterlage war auch die Ursache für das Oderhochwasser 1997.[3]
Abschätzung der Jährlichkeit
Das Hochwasser von 2002 übertraf im Elbegebiet sowie in Österreich flächendeckend bzw. in Bayern teilweise die Ereignisse des Jahres 1954, dem stärksten Hochwasser des 20. Jahrhunderts, und kann daher als Jahrhundertereignis angesehen werden. In der bekannten Geschichte übertroffen wird es wohl nur von den Hochwässern 1342, 1501 und 1787 sowie dem Alpenhochwasser 2005 (im Donauraum) und dem Hochwasser in Mitteleuropa 2013.

Verlauf des Ereignisses
Deutschland
Bayern

Ein erstes Starkregenereignis trat am 6./7. August mit Schwerpunkten im Chiemgau und Berchtesgadener Land auf. Dabei fielen innerhalb von 48 Stunden verbreitet mehr als 100 mm Niederschlag, was rund 2/3 des durchschnittlichen Monatsmittels (1961–1990) im August entsprach. Der größte Tagesniederschlag von 117 mm wurde am 6. August in Ruhpolding registriert; am Wendelstein fielen sogar innerhalb von nur 6 Stunden 62 mm Regen. Dieses Ereignis führte zu einer Sättigung des Bodens und zur Grundlage des eigentlichen, noch höheren Hochwasserereignisses durch Niederschläge vom 10. bis 12. August. Am Abend des 10. August zogen von Westen eine Reihe von Gewittern nach Bayern, die im weiteren Verlauf in großflächigen Dauerregen übergingen und am 11. August zu Tagesniederschlägen von verbreitet über 100 mm am Alpenrand führten. Am 12. August verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Bayerischen und Oberpfälzer Wald, was in Waldkirchen zu einem 100-jährlichen Niederschlagsereignis von 104 mm in 24 Stunden führte. Vom 6. bis 12. August wurden in Südbayern stellenweise über 340 mm Regen registriert.

Am 12. August bildeten sich an den Donauzuflüssen Iller, Günz, Mindel, Zusam, Schmutter, Paar und Lech die Hochwasserscheitel. Im Landkreis Oberallgäu wurden dabei teilweise 100-jährliche Ereignisse beobachtet. Am 14. August bildete sich auf der Donau zwischen der Lechmündung und Regensburg eine langgestreckte Welle im Bereich eines 10- bis 20-jährlichen Hochwassers.

Ebenfalls am 12. August traten an den Flüssen Isar, Loisach, Ammer, Mangfall, Tiroler Achen, Traun, Saalach und Salzach die Höchststände auf. Dabei traten Jährlichkeiten im Bereich von 50 bis 100 Jahren auf. Die Hochwasserwelle des Inns führte in Passau zu einem Pegelstand von 10,80 m und einem Abfluss von 7700 m³/s am 13. August um 13 Uhr, was einem 50-jährlichen Ereignis entsprach. Dieser Pegel wurde zuletzt im Jahr 1954 (12,20 m) und danach wieder im Jahr 2013 (12,89 m) übertroffen. Während das Hochwasser der Salzach bei Burghausen ein 50-jährliches Ausmaß annahm, wurde am Inn in Wasserburg lediglich ein 2 bis 5-jährliches Ereignis beobachtet. So wurde das 20 bis 50-jährliche Hochwasser des Inns ab der Salzachmündung maßgeblich von der Salzach bestimmt. Der Sylvensteinspeicher hielt bis zu 23,3 Millionen Kubikmeter Wasser zurück, wodurch ein größeres Isarhochwasser vermieden wurde. Ohne den Stausee wären in Bad Tölz am 12. August statt den eingetretenen 295 m³/s bis zu 730 m³/s abgeflossen.

Mit der Verlagerung des Regengebietes nach Norden trat in der Nacht zum 13. August an den Flüssen im Einzugsgebiet des Regen und der Ilz ein extremes Hochwasser mit Jährlichkeiten von teils weit über 100 Jahren auf. Am Zusammenfluss des Regen mit der Donau in Regensburg wurde am 14. August um 13 Uhr ein Pegel von 6,63 m registriert, was bis zur Isarmündung bei Deggendorf zu einem 20-jährlichen Hochwasser und weiter bis Passau zu einem 10-jährlichen Hochwasser führte.[2]weiteres dazu im Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser_in_Mitteleuropa_2002
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