Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Neueste Themen
» Marie Bothmer
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:35 am von Heiliger Hotze

» # Juju #
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:31 am von Heiliger Hotze

» MC Hammer
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:28 am von Heiliger Hotze

»  MAJESTICA
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:27 am von Heiliger Hotze

» Klappbare XXL Sonnenliege aus Holz bauen
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:26 am von Heiliger Hotze

»  Lou Bega
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:24 am von Heiliger Hotze

» BMW HERO Dolomites 2019
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:22 am von Heiliger Hotze

» Laura Wilde
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:20 am von Heiliger Hotze

» Flashtronica
Der große Sieg einer Unbeugsamen Icon_minitimeGestern um 2:19 am von Heiliger Hotze

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2019
MoDiMiDoFrSaSo
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Kalender Kalender


Der große Sieg einer Unbeugsamen

Nach unten

Der große Sieg einer Unbeugsamen Empty Der große Sieg einer Unbeugsamen

Beitrag  Luziefer-bs1 am Do Jul 21, 2011 11:48 am

Berlins tapferste Altenpflegerin

Berlin –

Brigitte Heinisch (49) spricht leise, sie sagt: „Ich jedenfalls kann jeden Morgen in den Spiegel sehen, ohne mich schämen zu müssen.“ Die unbeugsame Frau zwang Vivantes in die Knie. Sie ist Berlins tapferste Altenpflegerin.

15.000 Euro Entschädigung erstritt Heinisch vorm EU-Gericht für Menschenrechte in Straßburg, erreichte für Arbeitnehmer ein wichtiges Urteil. Wer Missstände bei seinem Arbeitgeber öffentlich anprangert, darf nicht fristlos gefeuert werden. Das war in ihrem Fall passiert.

Januar 2003 - Oktober 2004: Heinisch und ihre Kollegen weisen die Geschäftsführung von Vivantes mehrfach darauf hin, dass Personal an ihrem Arbeitsplatz, einem Wohnpflegeheim, überlastet ist und daher seinen Pflichten nicht mehr nachkommen kann. Moniert wird auch, dass Pflegeleistungen nicht korrekt dokumentiert würden.

Heinisch hatte 2002 im Vivantes-Pflegeheim in der Teichstraße (Reinickendorf) angefangen, ist noch heute entsetzt über das damalige Chaos dort. Patienten seien nicht versorgt, sondern mit Mitteln ruhig gestellt worden, Windeln liefen über, Bewohner stürzten und wurden nachts in ihrer Blutlache gefunden. Personal fehlte und Heinisch (zwei Kinder, wohnt in Prenzlauer Berg) schrieb Überlastungsanzeigen: „Pflegeheime sind doch keine Fabriken. Es kann nicht sein, dass Patienten bis mittags in ihrem Kot und Urin liegen.“ Doch ihre Vorgesetzen reagierten nicht und Heinisch schaltete die Staatsanwaltschaft ein, stellte Strafanzeige gegen den Konzern. Vivantes warf sie raus.

Es folgten Prozesse, Prozesse, Prozesse, zermürbende Schriftwechsel. Arbeitsgericht, Landesarbeitsgericht, Beschwerden bei Bundesarbeitsgericht und Bundesverfassungsgericht. Am Ende wurde Heinisch abgeschmettert.

Nun die erlösende Nachricht aus Frankreich: Das öffentliche Interesse sei in dieser Sache wichtiger, als die mögliche Rufschädigung des Unternehmens. Heinisch-Anwalt Benedikt Hopmann (61) prüft jetzt Ansprüche auf Schadensersatz. Heinisch selbst erlitt 2008 einen Nervenzusammenbruch, wird gequält von Depressionen, lebt von einer Mini-Rente: „Ich verlange eine Entschuldigung.“ SCHA

Quelle
Luziefer-bs1
Luziefer-bs1
Admin

Anzahl der Beiträge : 6588
Anmeldedatum : 01.04.11
Alter : 54
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten