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Die Neue Preußische Zeitung

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Die Neue Preußische Zeitung

Beitrag  checker am Mi Dez 21, 2016 4:39 am

Die Neue Preußische Zeitung, zumeist nach dem Eisernen Kreuz im Titel allgemein Kreuzzeitung genannt (wie später im Untertitel), erschien von 1848 bis 1939.



Geschichte
Gründung

Die Kreuzzeitung wurde im Jahr 1848 als Organ der sich formierenden Partei der Christlich-Konservativen um die Gebrüder Gerlach – Ernst Ludwig von Gerlach und Leopold von Gerlach – sowie Hans Hugo von Kleist-Retzow, Ernst Senfft von Pilsach und Friedrich Julius Stahl, mit Hermann Wagener als erstem Chefredakteur gegründet.

Siehe hierzu auch: Konservative Partei (Preußen)
Ausrichtung

Das Blatt galt als sehr konservativ, antidemokratisch und als Unterstützerin der preußisch-deutschen Monarchie. Sie gehörte neben dem Reichsboten und der Staatsbürgerzeitung insbesondere in den späteren Jahrzehnten zu den streng reaktionär-antisemitischen Publikationen.[2] Wahrgenommen wurde sie als das „Blatt der Partei der feudalen Junker und orthodox evangelischen Pastoren“.[2]
Beiträge und Mitarbeiter

Ernst Ludwig von Gerlach schrieb hier über ein Jahrzehnt monatlich bis vierteljährlich seine politische „Rundschau“. Neben ihm lieferte insbesondere Friedrich Julius Stahl vielbeachtete Beiträge. Weitere Mitarbeiter waren Philipp von Nathusius seit 1848 und sein Sohn Philipp von Nathusius-Ludom (seit 1872).

Der berühmteste Mitarbeiter war ohne Zweifel Theodor Fontane (von 1856 bis 1870), der von 1860 bis 1870 den „englischen Artikel“ redigierte. George Hesekiel betreute den „französischen Artikel“. Ein weiterer bedeutender Mitarbeiter war Hermann Goedsche, auch er ein Verfasser vieler – freilich ziemlich kolportagehafter – Romane und maßgeblich mitverantwortlich für die Verbreitung der antisemitischen Weltverschwörungslegende.

Fontane charakterisiert in der Schilderung seines Einstellungsgesprächs mit dem Chefredakteur das Kreuzzeitungsmilieu: „In das Sofakissen war das Eiserne Kreuz eingestickt, während aus dem schwarzen Bilderrahmen ein mit der Dornenkrone geschmückter Christus auf mich niederblickte“ (In: Von Zwanzig bis Dreißig im 7. Kapitel des Abschnitts über den Tunnel über der Spree). Doch verteidigt er die Redaktion auch, indem er betont, er habe dort keinerlei Byzantinismus und Muckertum vorgefunden, und das Wort Friedrich Julius Stahls zitiert: „Meine Herren vergessen wir’s nicht, auch das konservativste Blatt ist immer noch mehr Blatt als konservativ.“

Geldmangel führte dazu, dass die Redaktion der Kreuzzeitung zuweilen Artikel fremder Zeitungen umschrieb und daraus Beiträge angeblich im Ausland tätiger Korrespondenten konstruierte. Zu diesem Zweck fälschte man Orts- und Datumsangaben als auch Korrespondentenzeichen, was Fontane in seiner autobiografischen Schrift Von Zwanzig bis Dreissig beschreibt.[3]

Die Kreuzzeitung besaß ein beratendes Komitee, das 1895 den Chefredakteur Hammerstein suspendierte. Das Vorgehen rechtfertigte Jordan von Kröcher im Preußischen Abgeordnetenhaus und vor seiner Fraktion, den Deutschkonservativen.
Einstellung

Am 29. August 1937 teilten die Nationalsozialisten den Lesern der Zeitung lapidar mit: „Mit dem heutigen Tage haben wir die ‚Kreuzzeitung‘ übernommen“. Die letzte Ausgabe erschien am 31. Januar 1939, danach wurde die Zeitung eingestellt.
Chefredakteure

1848–1854 Herrmann Wagener
1872–1876 Philipp von Nathusius-Ludom
1881–1895 Wilhelm Joachim von Hammerstein
1895–1906 Hermann Kropatscheck
1906–? Justus Hermes
? –1913 Theodor Müller-Fürer
1914–1918 Hans Wendland
1918–1932 Georg Foertsch
1932–1933 Hans Elze
1933 Rudolf Kötter
1934–1935 Rüdiger Robert Beer
1935 Wolfgang Mansfeld
1935–1937 Fritz Chlodwig Lange
1937–1938 Erich Schwarzer
1938–1939 Eugen Mündler

Siehe auch

Deklaranten
Adolf Stein

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