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Die WHU – Otto Beisheim School of Management (oder WHU Vallendar)

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Die WHU – Otto Beisheim School of Management (oder WHU Vallendar)

Beitrag  checker am Mi Dez 21, 2016 8:53 am

Die WHU – Otto Beisheim School of Management (oder WHU Vallendar) ist eine privat finanzierte[4] Wirtschaftshochschule in Vallendar bei Koblenz. Die Abkürzung WHU steht für Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung. Der Zusatz „Otto Beisheim“ wurde dem Namen im Jahr 1993 zu Ehren ihres größten Förderers, des 2013 verstorbenen Unternehmers Otto Beisheim, hinzugefügt.


Gründung 1984
Trägerschaft Stiftung Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung
Ort Vallendar (Hauptsitz), Düsseldorf
Bundesland Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Rektor, Kanzler Markus Rudolf, Peter Christ
Studenten 1.129 WS 2015/16[1]
Mitarbeiter 167 (September 2015, ohne wissenschaftliche Mitarbeiter)[2]
davon Professoren 37 + 16 Juniorprofessoren (Februar 2016)[3]
Jahresetat € 32.5 Mio. (Finanzjahr 2013/2014)
Website www.whu.edu


Gründung und Struktur


Marienburg in Vallendar, Sitz der WHU

Die WHU wurde 1984 auf Betreiben der Industrie- und Handelskammer Koblenz als Fachhochschule gegründet, welche auf einem „Grundkonzept einer unabhängigen, international ausgerichteten Elite-Hochschule zur Vorbereitung von Führungskräftenachwuchs für die Wirtschaft“ basierte.[5] Sie wurde im selben Jahr durch das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz als wissenschaftliche Hochschule im Universitätsrang staatlich anerkannt und vollzog im August 1988 einen Umzug aus Koblenz-Karthause in die Marienburg im Zentrum Vallendars.

Gegenwärtig studieren an der WHU 1.401 Studierende (inklusive Promotionsstudierende), die von 167 Mitarbeitern und 53 Professoren (inklusive Juniorprofessoren) betreut werden. Die Fakultät beinhaltet unter anderem folgende Zentren: WHU Asia Center, Biopharma Management Center, Center for Collaborative Commerce, Center for Controlling & Management, Center for European Studies, Center of Asset and Wealth Management, Center for Sports and Management, Financial Accounting and Tax Center, Henkel Center for Consumer Goods, Zentrum für Marktorientierte Unternehmensführung, Zentrum für verantwortungsvolle Unternehmensführung sowie das Wipro Center for Business Resilience.[6]
Studienangebot

Bachelor of Science

Der Bachelor of Science an der WHU ist als wirtschaftswissenschaftliches Erststudium für sechs Semester konzipiert. Durch zwei Praktika (eines im Inland, eines im Ausland) und ein Auslandssemester soll das Bachelorstudium sowohl praxisorientiert wie auch international ausgerichtet sein. Die Studiengebühren für das kostenpflichtige Programm betragen € 5.900 pro Semester. [7] Für 15 Prozent der Studierenden stehen Freiplätze zur Verfügung.[8] Darüber hinaus besteht die Möglichkeit an einem Intensivstudium mit 210 Credits teilzunehmen, welches zusätzliche Sprach- und Rechtskurse sowie Veranstaltungen im Bereich Studium Generale beinhaltet. Die Studiengebühren hierfür betragen € 6.880 pro Semester.[9]

Der zweisprachige Track des Bachelor-Studiums findet zu etwa 80 Prozent in englischer Sprache statt, zu etwa 20 Prozent in deutscher Sprache. Der internationale Track wird zu 100 Prozent in Englisch gehalten.

Master of Science

An der WHU werden sowohl ein Master in Management (MSc) als auch ein spezialisierter Master in Finance (MSc) angeboten. Beide Studiengänge bieten die Möglichkeit eines Doppelabschlusses und finden zu 100 % in englischer Sprache statt. Es lässt sich jeweils zwischen einem 120cr Programm (21 Monate) und einem 90cr Programm (17 Monate) wählen. [10] 2016 belegte dieser Master den neunten Platz weltweit im Financial Times Ranking.

Vollzeit-MBA

Der Full-Time MBA in General Management zielt darauf ab, dem Teilnehmer innerhalb von 12 Monaten auf die strategische Führung von Unternehmen vorzubereiten. Auslandsaufenthalte in den USA, China und Indien sind Bestandteil des Studiums. Studieninhalte dessen sind Marketing & Sales, Advanced Finance & Accounting, Operations, Innovation & Entrepreneurship, Strategy & Organization sowie Personal Leadership. Der Studienbetrieb findet auf dem WHU Campus Düsseldorf statt.[11]

Teilzeit-MBA

Der Part-Time MBA in General Management richtet sich an Berufstätige, die ihre Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Ökonomie ergänzen möchten. Das Studium findet 18 Monate lang Samstags und Sonntags am WHU Campus Düsseldorf statt. Auslandsaufenthalte in den USA, China und Indien sind Bestandteil des Studiums. Die Studieninhalte bestehen aus Modulen der Bereiche Marketing & Sales, Advanced Finance & Accounting, Operations, Innovation & Entrepreneurship, Strategy & Organization sowie Personal Leadership.[12]

Kellogg-WHU Executive MBA

Das Kellogg-WHU EMBA Programm wird von der WHU und der Kellogg School of Management gemeinsam ausgerichtet. Es ist ein zweijähriges Teilzeitprogramm für Berufstätige mit mindestens acht Jahren Führungserfahrung. Neben Global Network Weeks am Campus der Kellogg School of Management in Evanston/Chicago, USA werden weitere Live-In Global Electives in Toronto, Hong Kong, Tel Aviv, Miami, und Beijing angeboten.[13]

Promotion und Habilitation

Das Promotionsstudium der WHU richtet sich an Diplom- oder Masterabsolventen. Die WHU verleiht bei erfolgreichem Abschluss des Promotionsstudiums den Titel „Dr. rer. pol.“. Promovierte, die eine Laufbahn in Lehre und Forschung anstreben, können sich an der WHU habilitieren.[14]

Executive Education

Die WHU bietet Weiterbildungsprogramme für Unternehmen an, die in Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt werden. Die Programme werden in deutscher oder englischer Sprache angeboten und richten sich an Nachwuchsführungskräfte, an Führungskräfte oder an das Management.[15]
Akkreditierungen

Alle Programme der WHU, bei denen ein akademischer Grad erworben wird, sind staatlich anerkannt und von der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) akkreditiert. Außerdem ist die WHU nach den Systemen Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) und seit 1998 vom European Quality Improvement System (EQUIS) akkreditiert.[16]
Rankings

2015 wurde das „Masters in Management“-Programm der Hochschule von der Financial Times auf Platz 8 weltweit geführt, bzw. auf Platz 1 deutschlandweit.[17]

Das gemeinsame EMBA-Programm der WHU und der Kellog School of Management belegte im globalen EMBA-Ranking der Financial Times im Jahre 2015 Platz 20.[18] Ferner wurde das EMBA-Programm 2015 im Ranking des Economist auf Platz 6 weltweit geführt.[19] In beiden Rankings konnte sich die WHU dabei als beste deutsche Hochschule platzieren.

Das MBA-Programm der WHU belegte 2014/2015 im QS Global 200 MBA Ranking den 33. Platz innerhalb Europas und den dritten Platz in Deutschland.[20] Weiterhin wurde das MBA-Programm auch im The Economist Ranking 2015 auf Platz 3 deutschlandweit geführt.[21]

Die WHU ist eine forschungsorientierte Hochschule und seit 2001 als einzige private Hochschule Mitglied der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Forschungsranking 2012 des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wird die WHU in 7 von insgesamt 8 untersuchten Indikatoren zur Spitzengruppe der insgesamt 69 gerankten BWL-Fakultäten gerechnet. Zudem erreichte die WHU im Handelsblatt BWL-Ranking 2014 für Forschung den 14. Platz.[22]
Auswahlverfahren
Bachelor of Science

Das Auswahlverfahren der WHU zur Aufnahme neuer Studenten im Bachelor-Studiengang besteht aus insgesamt drei Teilen. Grundvoraussetzung des Bewerbers sind neben dem Abitur oder einem vergleichbaren nationalen oder internationalen Schulabschluss ein TOEFL-Ergebnis von mindestens 95 Punkten sowie ein sechswöchiges Praktikum im kaufmännischen Bereich, welches auch in zwei Abschnitte aufgeteilt werden kann und bis Studienbeginn absolviert werden sollte.[23] Der TOEFL-Test kann wahlweise an mehreren Terminen direkt vor Ort absolviert werden.[24] Sind die Voraussetzungen erfüllt, muss der Bewerber einen standardisierten, biographischen Fragebogen ausfüllen und zusammen mit dem letzten Schulzeugnis einreichen. Im nächsten Schritt werden die notenmäßig besten Bewerber zu einem Assessment-Center eingeladen. Allerdings besteht für Bewerber mit einem schlechteren Notenschnitt, die ein interessantes außerschulisches Engagement vorweisen, die Möglichkeit über ein Telefon-Interview in das Assessment-Center hineinzurutschen.[25] Das Assessment-Center selbst besteht aus zwei Einzelinterviews, einer Gruppendiskussion, einem Diagrammtest sowie einer Präsentation.[26] Die besten Teilnehmer des Assessment-Centers erhalten daraufhin einen Studienvertrag.
Master of Science

Die WHU lädt geeignete Bewerber zur Teilnahme am Auswahlverfahren ein, welches komplett auf Englisch durchgeführt wird. Das Auswahlverfahren besteht aus zwei jeweils 30-minütigen Einzelinterviews: Im ersten Teil muss eine wissenschaftlich orientierte Präsentation mit anschließender Diskussion vorgetragen werden. Im zweiten Teil wird ein Interview basierend auf dem Lebenslauf und persönlichen Angaben durchgeführt.

In allen anderen Studienprogrammen der WHU werden ebenfalls Auswahlverfahren durchgeführt.
Studentenschaft
Stipendiaten

2014/2015 wurden 15 Studenten vom Deutschland-Stipendium gefördert. Maximal 15 Prozent der Bachelor-Studierenden steht ein Freiplatz zur Verfügung. Bei der Vergabe der Freiplätze orientiert sich die WHU am Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Voraussetzung für die Freiplatzberechtigung ist, dass von der Einkommens- und Vermögensseite aus ein BAföG-Anspruch besteht. Im Wintersemester 2010/2011 waren 28 von insgesamt 647 Studenten Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes.[27] Des Weiteren nutzen viele Studierende auch das Studiumsfinanzierungsangebot des Umgekehrten Generationenvertrages von Brain Capital. Während des Studiums müssen die Studierenden keine Studiengebühren zahlen, im Gegenzug leisten die Studierenden nach Abschluss des Studiums über 10 Jahre einen einkommensabhängigen Ausbildungsbeitrag.[28] Aufgrund des Auswahlverfahrens haben WHU-Studierende gute Chancen zur Aufnahme in eines der Begabtenförderwerke oder andere Stiftungen zur Studienförderung. So werden fast zwanzig Prozent der an der WHU Studierenden von einer der Stiftungen gefördert.
Studentische Initiativen

Studenten haben an der WHU unter anderem eine Vielzahl an studentischen Initiativen gegründet. Dazu gehören die Kongresse der “Campus for…”-Serie:

Campus for Finance:[29] gegründet 2001, größter von Studenten organisierter Finanzkongress in Europa

WHU – Campus for Supply Chain Management:[30] gegründet 2004, die Entwicklungen und Herausforderungen im Supply Chain Management werden aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

WHU – Campus for Controlling: gegründet 2008, Tagung, die sich an Controlling-Experten richtet.

Campus for Strategy and Leadership:[31] gegründet 2008, an Führungskräfte gerichtete Konferenz zu aktuellen strategischen Fragestellungen.

WHU – Campus for Marketing: gegründet 2010, in Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden unterschiedliche Perspektiven des Marketings aufgezeigt und diskutiert.

WHU – Campus for Sales:[32] gegründet 2012, Managementkonferenz für Entscheidungsträger im Vertrieb und in der Geschäftsführung.

Weitere studentische Initiativen sind:

3 Day Startup:[33] aus den USA stammendes Gründerevent in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen.

WHU Benefizkonzerte

confluentes:[34]

Enactus WHU:[35]

forumWHU – Wirtschaft in der Verantwortung:[36] gegründet 2003, jährlich im November stattfindender Kongress, der sich um Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung der Wirtschaft dreht.

Hochschulmusikverein

Hochschulsportverein WHU 1985 Koblenz e.V. (HSSV)

IdeaLab!:[37] gegründet 2000, für Gründer und Gründungsinteressierte.

In Vino Veritas

SAIDIA Consulting:[38]

SensAbility:[39] gegründet 2010, möchte Studenten aller Fachrichtungen für gesellschaftliche Fragestellungen und Sozialunternehmertum sensibilisieren und zu eigenem sozialem Handeln inspirieren.

SmartUp!:[40]

Studentische Bühne der WHU

TEDxWHU:[41]

Vallendar Integration Program (VIP)

WHU Finance Society e.V.:[42] Börsenverein an der WHU.

WHU Debating Union

WHU Euromasters:[43] gegründet 1997, Sportfest für Business Schools.

WHU First Responder: gegründet 2003, Mitglieder leisten im Notfall in Vallendar erste Hilfe, bevor der professionelle Rettungsdienst eintrifft.

WHU GenerationsCup:[44]

WHU Golf

WHU Studenten Helfen e.V.:[45] gegründet 2004, ehrenamtlicher Verein mit regionalen und internationalen Projekten.

WHU Walks for Charity

Absolventen

Die Alumni-Vereinigung der WHU „In Praxi – WHU Alumni Association“ ist über 25 Jahre alt und hat rund 3.500 Mitglieder in rund 65 Ländern (Stand Februar 2016).[46] Der Verein ist von ehemaligen Studierenden gegründet und selbst verwaltet. Die Vereinsziele sind die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung an der WHU – Otto Beisheim School of Management, die Unterstützung der Studierenden der WHU und die Kontaktpflege der Ehemaligen untereinander. 2012 erhielt der unabhängige Verein im Rahmen des vom Dachverband alumni-clubs.net (acn)[47] ausgelobten Alumni-Preises «Premium D-A-CH» die Auszeichnung für die beste «Integration der Ehemaligen in die Aktivitäten der Institution».[48]

Absolventen sind:

Andreas Herrmann, Universitätsprofessor, Universität St. Gallen
Christoph Israng, deutscher Diplomat
Ulrich Lichtenthaler, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
Matthias Muck, Universitätsprofessor, Universität Bamberg
David Schneider, Gründer von Zalando
Robert Gentz, Gründer von Zalando
Andreas Nick, Mitglied des Deutschen Bundestages
Thorsten Reitmeyer, ehemaliger CEO der comdirect Bank AG
Stephan Schubert, Gründer von OnVista
Oliver Samwer, Gründer der Auktionsplattform Alando.de und Mitbegründer von Jamba! und Rocket Internet
Margret Suckale, Mitglied des Vorstands der BASF SE & Arbeitsdirektorin, Vorsitzende Bundesarbeitgeberverband Chemie
Axel Wieandt, deutscher Bankmanager
Jan Heitmann, Pokerspieler
Philipp Justus, Geschäftsführer von Google Deutschland, Österreich und Schweiz
Oliver Zipse, Vorstandsmitglied, BMW AG, EMBA 1999[49]
Matthias J. Rapp, Finanzvorstand, TÜV Süd
Julian Deutz, Finanzvorstand, Axel Springer SE
Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende von DB Fernverkehr
Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender AXA, Diplom-Kaufmann[50]

Diskurs
Vorwürfe unredlicher wissenschaftlicher Praxis gegen Lichtenthaler

Der ehemals an der Universität Mannheim tätige Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Lichtenthaler promovierte und habilitierte an der WHU. Im Jahr 2012 wurde bekannt, dass in vielen seiner publizierten Schriften statistische Fehler auftauchten, was zu einer Depublikation der Schriften in den jeweiligen Journalen führte. Viele der betroffenen Aufsätze basierten auf dessen Dissertationsschrift. Darüber hinaus ist seine kumulative Habilitation betroffen. Neben Lichtenthaler ist auch dessen Doktorvater Holger Ernst von den Fehlern in den Arbeiten betroffen, da er mehrfach als paralleler Autor mit an den Veröffentlichungen gearbeitet hatte und Mitautor an diesen war.

Sowohl die Universität Mannheim als auch die WHU richteten daraufhin akademische Untersuchungskommissionen ein, um dem möglichen wissenschaftlichen Fehlverhalten nachzugehen. Der damalige WHU-Rektor Michael Frenkel kündigte „volle Transparenz“ in der Aufklärung des Sachverhalts an.[51] Ursprünglich sollten erste Untersuchungsergebnisse bis Ende 2012 bekannt gegeben werden.[52] Am 11. September 2013 wurde Lichtenthaler die an der WHU erlangte Lehrbefähigung aberkannt.[53]
Vorwürfe intransparenter Auftragsforschung gegen Schmidt

Sascha Schmidt, der seit Anfang 2014 den neu geschaffenen Lehrstuhl für Sport und Management an der WHU innehat, parallel aber bis Ende 2014 an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht tätig war,[54] veröffentlichte Ende September 2014 eine wissenschaftliche Studie zur TSG Hoffenheim. Seit dem 1. Januar 2015 ist Schmidt ausschließlich an der WHU am Center for Sports and Management beschäftigt.

In dieser Studie attestierte er unter anderem der TSG Hoffenheim, dass sie „siebenmal mehr Einnahmen als Kosten für die öffentliche Hand“ generiere, dass sie ein „regionaler Identitätsanker“ sei, dass „83 Prozent der Befragten stolz seien, Hoffenheimer zu sein“ und dass die Rhein-Neckar Arena „als zweitwichtigstes Wahrzeichen gleich hinter dem Schloss Heidelberg“ betrachtet werde.[55] Recherchen der Frankfurter Rundschau brachten allerdings ans Licht, dass der EBS-Lehrstuhl, an der die Studie entstand, ausgerechnet von der Stiftung des TSG-Hoffenheim-Mäzens, Dietmar Hopp, über fünf Jahre hinweg mit insgesamt 1,5 Millionen Euro finanziert wird.[55] Auf diesen Zusammenhang, der an der wissenschaftlichen Unabhängigkeit zweifeln lasse, werde in der Studie mit keinem Wort hingewiesen.[55] Allerdings wurde sowohl in Pressekonferenzen wie auch in offiziellen Pressemitteilungen des Institutes explizit auf die Zusammenarbeit mit der Dietmar Hopp Stiftung gerade auch im Bezug auf die vorliegende Studie aufmerksam gemacht. Die Tatsache der Unterstützung wurde daher schon vor dem Artikel in der Frankfurter Rundschau in zahlreichen Medien sowie auch vom Verein selbst aufgegriffen.[56][57]
Vorwürfe bezüglich der Lernkultur

Von Autor Benedikt Herles, der sein Studium an der WHU nach dem Vordiplom abgebrochen hat,[58] wird der Vorwurf erhoben, dass die Curricula lediglich Auswendiglernen und Schablonendenken fördern.[59] Der ehemalige WHU-Student Mojtabe Sadinam, der im vierten Semester sein Studium an der WHU abbrach,[60] um an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Philosophie und Geschichte zu studieren,[61] kritisiert in ähnlicher Weise, dass die stark auf Leistung ausgerichtete Kultur geistige Engstirnigkeit und Oberflächlichkeit unterstützt.[62] Nicht zuletzt nach dem Tod eines WHU-Studenten während eines Praktikums bei einer Londoner Investmentbank 2013 warnte der damalige WHU-Rektor Frenkel vor Überehrgeiz und Überarbeitung.[63]
Professoren (Auswahl)

Paul Achleitner
Christian Andres
Klaus Brockhoff
Holger Ernst
Martin Fassnacht
Michael Frenkel
Martin Glaum
Ove Jensen
Lutz Kaufmann
Karl-Ludwig Kley
Peter May
Bolko von Oetinger
Markus Rudolf
Utz Schäffer
Stefan Spinler
Carl Marcus Wallenburg
Jürgen Weber
Jürgen Weigand
Axel Wieandt

Partnerhochschulen (Auswahl)

Zu den rund 200 Partnerhochschulen der WHU gehören:[64]

Carnegie Mellon University, Tepper School of Business, Pittsburgh
Columbia University, Graduate School of Business, New York
City University of Hong Kong, College of Business, Hong Kong
Dartmouth College, Tuck School of Business, Hanover
Instituto de Empresa, IE Business School, Madrid
ESCP Europe, Paris
Escuela Superior de Administración y Dirección de Empresas (ESADE), ESADE Business School, Barcelona
Indian Institute of Management Ahmedabad, Ahmedabad
Singapore Management University, Singapur
Nanyang Technological University, Nanyang Business School, Singapur
New York University, Leonard N. Stern School of Business, New York
Northwestern University – Kellogg School of Management, Evanston
Erasmus-Universität Rotterdam, Rotterdam School of Management, Rotterdam
Sciences-Po, Paris, Paris
Jiaotong-Universität Shanghai, Antai College of Economics and Management, Shanghai
Handelshochschule Stockholm, Stockholm School of Economics, Stockholm
Hong Kong University of Science and Technology, School of Business and Management, Hong Kong
University of North Carolina at Chapel Hill, Kenan-Flagler Business School, Chapel Hill
Università Commerciale Luigi Bocconi, Mailand
University of Michigan, Ann Arbor, Stephen M. Ross School of Business, Ann Arbor
University of New South Wales, Australian Graduate School of Management, Sydney
University of Southern California, Marshall School of Business, Los Angeles
University of Texas at Austin, McCombs School of Business, Austin

Zu den 15 Partnerhochschulen der Double Degree Programs zählen:[65]

EMLYON Business School, Lyon
Emory University, Goizueta Business School, Atlanta
Lancaster University, Lancaster
Universität Peking, Guanghua School of Management, Peking
Katholische Universität Portugal, Catolica Lisbon School of Business & Economics, Lissabon
University of San Diego, San Diego
University of Texas at Austin, McCombs School of Business, Austin
York University, Schulich School of Business, Toronto

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