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    Der Silvesterorden

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    Der Silvesterorden

    Beitrag  checker am Do Dez 22, 2016 1:04 pm

    Der Silvesterorden (lateinisch Ordo Sancti Silvestri Papae, ‚Orden des heiligen Papstes Silvester‘) ist eine Auszeichnung für Verdienste um die römisch-katholische Kirche und der katholischen Werke. Er wird mittelbar vom Papst an Laien verliehen.


    Silvesterorden


    Komturkreuz mit dem Stern

    Stiftung und Verleihung

    Der heutige Silvesterorden wurde vermutlich von Papst Paul IV. im Jahre 1559 auf Grundlage des Ordens vom Goldenen Sporn gegründet. Die ernannten Equites auratae militiae führten den Titel „lateranische Hofpfalzgrafen“. Diesen Titel durften die Nuntien bis 1815 verleihen.[1] Die Auszeichnung wurde von Papst Pius VII. 1815 umgestaltet und am 31. Oktober 1841 von Papst Gregor XVI. umbenannt in St. Silvester-Orden. Papst Pius X. erneuerte den Orden mit dem Motu proprio Multum ad excitandos am 7. Februar 1905 wieder in Silvesterorden und führte die Verleihung auch an Frauen ein. Der St. Silvester-Orden wurde als eigenständiger, nicht-päpstlicher Orden weitergeführt.[1]

    Papst Johannes Paul II. führte am 2. Juni 1993 die heutigen Ordensklassen ein:[2]

    Großkreuz-Ritter (Cavaliere di Gran Croce) und Großkreuz-Dame (Dama di Gran Croce)
    Komtur mit Stern (Commendatore con Placca) und Komtur-Dame mit Stern (Dama di Commenda con Placca)
    Komtur (Commendatore)
    Ritter (Cavaliere) und Dame (Dama)

    Der Orden des Papstes wird für besonderes Engagement in katholischen Institutionen und aufgrund persönlicher Verdienste verliehen. Er ist die höchste Auszeichnung des Heiligen Vaters, die dieser in alleiniger Entscheidung an katholische Laien vergibt.

    Die Insignien des Silvesterordens beruhen im Wesentlichen auf denen des Ordens vom Goldenen Sporn.[2] Das Abzeichen zeigt auf einem achtzackigen, golden-weiß emaillierten Kreuz das Bild des heiligen Papstes Silvester I. Der Orden wird an einem schwarzen, dreifach rot geränderten Band getragen. Ursprünglich gab es den Orden in den drei Klassen Ritter, Komtur und Großkreuz-Ritter. Seit der Reform von 1905 wurde die Stufe Komtur mit Stern mit dunkelblauem Hintergrund im Mittelschild hinzugefügt.
    Stellung innerhalb der Rangordnung

    In der Rangfolge der päpstlichen Verdienstorden und Ehrenzeichen nimmt der Silvesterorden auf die fünfte Stelle ein, zu den weiteren Orden zählen:

    Christusorden (1319 bestätigt von Johannes XXII., 1905 erneuert von Pius X.) (nur eine Klasse, im Regelfall nur an Staatsoberhäupter)
    Orden vom Goldenen Sporn (Stifter und Stiftungsjahr unbekannt, 1905 erneuert von Pius X.) (nur eine Klasse)
    Piusorden (1847 gestiftet von Pius IX.) (vier Klassen)
    Gregoriusorden (1831 gestiftet von Gregor XVI.) (vier Klassen)
    Pro Ecclesia et Pontifice (1888 gestiftet von Leo XIII.; Verdienstkreuz, nur eine Klasse)
    Benemerenti (1832 gestiftet von Gregor XVI.; Verdienstmedaille, nur eine Klasse)
    Jerusalem-Pilgerkreuz (1901 gestiftet von Leo XIII.) (drei Klassen)

    Privilegien

    Die Träger des Silvesterordens genießen folgende Privilegien: Sie haben das Recht,

    sich die Silvesteruniform schneidern zu lassen und sie zu tragen.
    sich das Silvesterschwert schmieden zu lassen und es zu tragen.
    auf einem Pferd die Treppen zum Petersdom hinaufzureiten.

    Träger
    Großkreuz

    1922: Zigfrīds Anna Meierovics, lettischer Politiker
    1953: Heinrich Gleißner, österreichischer Politiker
    1962: Franz Josef Strauß, deutscher Politiker
    1972: Adalbert Seifriz, deutscher Politiker
    1972: Willy Weyres, deutscher Architekt und Dombaumeister
    1976: Otto Linder, deutscher Architekt und Kirchenbaumeister
    1977: Oskar Farny, deutscher Politiker
    1979: Leopold Gratz, österreichischer Politiker
    1987: Engelbert Niebler, deutscher Jurist und Richter
    2002: Stefan Stuligrosz, polnischer Dirigent, Komponist, und Chorgründer
    2005: Josef Pühringer, österreichischer Politiker

    Komtur mit Stern

    1992: Albrecht Graf von Rechberg, deutscher Jurist, Leiter des Malteser Hilfsdienstes
    1998: Gerhard Schreiber, österreichischer Krippensammler und -forscher
    2007: Bernhard Krol, deutscher Musiker und Komponist
    2007: Gertrud Fussenegger, österreichische Schriftstellerin
    2009: Johannes Freiherr Heereman, deutscher Jurist, Präsident des Malteser Hilfsdienstes
    2010: Anton Pfeifer, deutscher Politiker
    2012: Margarete Niggemeyer, deutsche Religionspädagogin
    2013: Lorenz Weinrich, deutscher Historiker
    2016: Wilhelm Tacke, deutscher Historiker

    Komtur

    1864: August Lenk von Wolfsberg, österreichischer Diplomat
    1953: Peter Revertera-Salandra, österreichischer Widerstandskämpfer
    1962: Erich Schulze, deutscher Medienmanager
    1975: Franz Hitzel, deutscher Architekt
    1984: Ernst Degasperi, österreichischer Künstler
    1997: Franz Pöggeler, deutscher Erziehungswissenschaftler
    1999: Herbert Matis, österreichischer Wirtschafts- und Sozialhistoriker
    1999: Margarete Niggemeyer, deutsche Religionspädagogin
    2002: Paul Kirchhof, deutscher Rechtswissenschaftler und Richter
    2002: Johannes Prochaska, österreichischer Politiker
    2003: Rudolf Kellermayr, österreichischer Pädagoge und Kulturkritiker
    2005: Walter Eykmann, deutscher Pädagoge und Politiker (CSU)
    2005: Erich Jooß, deutscher Germanist und Medienfunktionär
    2009: Felix Stilz, deutscher Steuerberater und Schatzmeister des Freiburger Münsterbauvereins
    2010: Uwe Christian Harrer, österreichischer Musiker und Hochschullehrer
    2012: Baldur Hermans, deutscher Historiker und katholischer Theologe
    2013: Erna Putz, österreichische Theologin
    2014: Alois Hirschmugl, österreichischer Offizier

    Ritter/Dame

    1873: Richard Jordan, österreichischer Architekt
    1874: Albert Milde, österreichischer Kunstschlosser
    1929: Friedrich Bokelmann, deutscher Elektrotechniker und Unternehmer
    1947: Eugen Vogt, Schweizer Promotor der katholischen Laien- und Jugendbewegung
    1957: August Hoff, deutscher Kunsthistoriker
    1965: Vinko Zwitter, österreichischer Präsident des Slowenisch-Katholischen Arbeitskreises
    1968: Oskar Schindler, deutscher Unternehmer
    1968: Thomas Wechs, deutscher Architekt
    1973: Franz Delheid, deutscher Unternehmer und Landrat
    1976: Leo Ries, deutscher Lehrer, Schriftleiter der „Paulinus“
    1982: Fritz Arens, deutscher Kunsthistoriker
    1982: Hans Hösl, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Passau
    1985: Friedrich Scheiner, österreichischer Schulleiter
    1987: Benedikt Posch, österreichischer Journalist und Verleger
    1995: Karl Manninger, deutscher Kirchenmaler
    1997: Wolfgang Fürlinger, österreichischer Organist und Komponist
    1999: Max Tauch, deutscher Kunsthistoriker und Historiker
    2002: Hans Martin, deutscher Kirchenmusiker und Komponist
    2003: Winfried Lipscher, deutscher Theologe, Übersetzer und Publizist
    2003: Michael Wollenschläger, deutscher Rechtswissenschaftler
    2004: Karljosef Schattner, deutscher Architekt und Diözesanbaumeister
    2004: Albin Nees, deutscher Politiker (CDU)
    2004: Winfried Böhm, deutscher Pädagoge und Hochschullehrer
    2004: Manfred Maus, deutscher Unternehmer
    2004: Hubert Gindert, deutscher Ökonom, Kirchenfunktionär und Journalist
    2005: Robert Hammerstiel, österreichischer Künstler
    2006: Franz Wieser, deutscher Politiker (CDU)
    2006: Matthias Kreuels, deutscher Kirchenmusiker und Komponist
    2006: Edeltraud Gatterer, österreichische Politikerin
    2007: Heimo Ertl, deutscher Anglist und Bildhauer
    2007: Wilhelm Lüke, deutscher Politiker (CDU)
    2008: Heinrich Beck, deutscher Philosoph und Hochschullehrer
    2008: Peter Pius Irl, deutscher Schauspieler und Regisseur
    2008: Paul Damjakob, deutscher Domorganist
    2008: Jan Oerding, Generalleutnant und Befehlshaber Kommando operative Führung Eingreifkräfte
    2008: Karl-Heinz Lather, deutscher General
    2009: Hanne Glodny, deutsche Medizinerin
    2009: Ferdinand Mühlbacher, österreichischer Chirurg
    2010: Richard Schmitz, österreichischer Politiker (ÖVP) und Moderator
    2011: Peter Dimmel, österreichischer Bildhauer
    2011: Mechthild Löhr, deutsche Politikerin und Personalberaterin


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