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Axel Köhler-Schnura

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Axel Köhler-Schnura

Beitrag  checker am Do Jan 26, 2017 2:35 am

Axel Köhler-Schnura (* 30. April 1949 in Hof als Axel Köhler) ist ein deutscher Betriebswirt, Unternehmer, Journalist sowie Umwelt- und sozialpolitischer Aktivist und Konzernkritiker mit internationalem Wirkungsfeld. Bekannt wurde er insbesondere durch sein Engagement bei der internationalen Coordination gegen BAYER-Gefahren und beim Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Leben
Ausbildung, Beruf, Familie

Axel Köhler-Schnura engagiert sich seit früher Jugend in der DKP.[1] Er studierte Betriebswirtschaftslehre (BWL), Soziologie und Informatik in Regensburg sowie verschiedene Sprachen und schloss das BWL-Studium 1976 als Diplom-Kaufmann ab. Danach arbeitete er in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Thema „Arbeiterbewusstsein“ und schloss 1978 sein Soziologie-Studium mit dem Vordiplom ab. Anschließend arbeitete er bis 1988 in mehreren Unternehmen, zuletzt in der Geschäftsleitung eines Großbetriebs der polygrafischen Industrie. Seit 1988 ist er mit zwei eigenen, ökologisch ausgerichteten Unternehmen als selbstständiger Unternehmer tätig. Daneben publizierte und publiziert er zu Umwelt- und Wirtschaftsthemen.[2]

Axel Köhler-Schnura lebt in Düsseldorf. Er ist verheiratet und hat vier Kinder, von denen eines früh gestorben ist.[3]
Ehrenamtliches Engagement als Konzernkritiker

Köhler-Schnura, der damals in Wuppertal wohnte, gehörte 1978 zu den Gründern der Anwohnerinitiative Wuppertaler Bürgerinitiative gegen BAYER-Umweltgefährdung, die als Reaktion auf größere Störfälle im dortigen Bayer-Werk entstand, und ist seitdem als Kritiker des BAYER-Konzerns aktiv.[4] Nach einer Explosion im Dormagener Bayer-Werk im Jahr 1979 begann die Initiative sich zunächst überregional in Deutschland und ab 1980 auch international zu vernetzen. 1983 war Köhler-Schnura maßgeblich beteiligt an der Gründung der Coordination gegen BAYER-Gefahren e. V. (CBG), die er seitdem ehrenamtlich als Vorstand vertritt und die sich zu einem weltweit agierenden und bekannten Aktionsbündnis für Umweltschutz und soziale Anliegen entwickelte. Die Kampagnen der CBG richteten und richten sich am Beispiel des multinationalen Chemie-, Pharma- und Gentechnik-Unternehmens Bayer weltweit gegen die ökologischen, sozialen und politischen Ausflüsse von Konzernmacht allgemein.[5][6]

Bereits seit 1982 war und ist die Initiative bzw. die CBG auf den jährlichen Aktionärsversammlungen der Bayer AG präsent. In diesem Rahmen kritisierte und kritisiert Köhler-Schnura den Konzern regelmäßig und warf ihm „Profitgier“ vor.[7][8][9] Die CGB gibt seit 1983 unter anderem das vierteljährlich erscheinende Magazin Stichwort BAYER heraus, bei dem Köhler-Schnura ehrenamtlich als Redakteur tätig ist.[5]

1986 rief er zusammen mit Henry Mathews, Heinrich Pachl und Helmut Paschlau den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre ins Leben. Dieser Verband, bei dem Köhler-Schnura von 1986 bis 1991 und von 1997 bis 2000 im Vorstand tätig war,[10][11] nutzte – ähnlich wie viele Aktionsgruppen in der angelsächsischen Welt – die Bestimmungen des Aktienrechts, um soziale, ökologische und menschenrechtliche Verfehlungen von Konzernen und Banken anzuklagen.[12][13]

Aktiv war Köhler-Schnura ab 1985 auch im Hinblick auf die I.G. Farben. Zusammen mit Opfer-Verbänden und antifaschistischen Organisationen gründete Köhler-Schnura ein Aktionsbündnis und besuchte regelmäßig die Aktionärsversammlungen der I.G. Farben, wo er sich für deren sofortige Auflösung und für eine Entschädigung der während der NS-Zeit dort beschäftigten Zwangsarbeiter einsetzte.[10][11][14]
Sonstiges ehrenamtliches Engagement

Seit Ende der 1970er-Jahre engagiert Köhler-Schnura sich auch ehrenamtlich in der Ökologiebewegung und in anderen sozialen Bewegungen. Er war an der 1978 erfolgten Gründung der linken Tageszeitung taz beteiligt und gehörte in den 1980er-Jahren zu den Mitgründern der Ökobank eG.[1] Bei Gründung und Aufbau des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und des Pestizid-Aktionsnetzwerkes (PAN) war er wesentlich beteiligt. Außerdem engagierte er sich unter anderem im Vorstand der Edition „Kunst gegen Konzerne“, der internationalen Stiftung ethecon – Ethik & Ökonomie (2004 Gründungsstifter), des Vereins Mensch-Tier-Umwelt e. V., des Luxemburg-Liebknecht-Fonds (2005 Mitgründer) und des bankunabhängigen Solidar-Sparfonds ProSolidar e. V. (früher Umweltfonds e. V.; 1994 Mitgründer).[2][3]

Er gehörte dem deutschen Koordinierungskreis des Europäischen Sozialforums (ESF) an und war von 1999 bis 2003 jeweils verantwortlich für den Bereich „Multinationale Konzerne“ beim ersten ESF 2002 in Florenz und beim zweiten ESF 2003 in Paris.[2]
Auszeichnungen

1998: Business Crime Control Preis
2000: Preis für Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung, für seinen Einsatz als weltweiter Leiter der Coordination gegen BAYER-Gefahren
2008: Nominierung für den Alternativen Nobelpreis[1]
2011: Henry Mathews Preis[15]

Publikationen (Auswahl)

Redaktionelle Bearbeitung

BAYER macht Kasse. Berichte über die Geschäfte des BAYER-Konzerns. 1. Auflage. Hrsg.: Coordination gegen BAYER-Gefahren, Schmetterling Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-926369-41-8 (mit: Achim Schmottlach); 2., unveränderte Auflage: 1991, ISBN 3-926369-43-4.

Herausgeberschaft

Alternativer Geschäftsbericht zum BAYER-Konzern. Kritische BAYER-Aktionäre. 1. Auflage. Hrsg.: Internationale Coordinationsstelle – Aktiv gegen BAYER-Umweltgefährdung e. V., Weltkreis-Verlag, Dortmund 1985, ISBN 3-88142-355-9.


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