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Tungsram und die Geschichte vom Licht.

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Tungsram und die Geschichte vom Licht.

Beitrag  checker am Sa Jan 28, 2017 11:03 am

Aufmwerksame Leser werden mit bekommen haben das die erste Glühlampe in Ruhm Springe produziert wurde.Nach einem Patentstrreit in Amerika wurde zu gunsten Thomas Alva Edison entschieden. Den einige immer noch für den Erfinder der Glühlampe halten.Dieses Falschwissen wird den Menschen heute noch begebraucht.Von Tungsram dürften die wenigsten etwas wissen, obwohl es diese Firma heute noch gibt und zum Erfolg des Elektrischen Lichtes Maßgeblich beteiligt sind und waren.
Dazu folgendes:

Tungsram war eine Handelsmarke, unter der Glühlampen, Elektronenröhren, komplette Heimelektronik und ganze Fertigungslinien vertrieben wurden. Seit 1984 ist Tungsram auch die Firma (Unternehmensname) des Herstellerbetriebs mit mehreren Produktionsstandorten in Ungarn. Dieses Unternehmen wurde 1989 von General Electric (GE) übernommen, unter seiner Firma werden jedoch weiter Leuchtmittel und Ausrüstungen in den ungarischen Fertigungsstätten erzeugt.


Werbeplakat für Tungsram-Glühlampen, um 1910

Geschichte
Vorgeschichte

1862 gründete Béla Egger in Wien sein Unternehmen Mechanische Werkstätte und Telegraphenbauanstalt B. Egger, das hauptsächlich Telefon- und Telegrafenzubehör herstellte. Kurz nachdem Thomas Alva Edison 1879 Erfolg mit seiner Kohlefaden-Glühlampe hatte, ließ Egger solche Glühlampen produzieren und eröffnete zusätzlich in Budapest eine Filiale. Gleichzeitig kümmerte er sich auch um die Weiterentwicklung.
Erste Glühlampenfabrikation in Budapest

1896 eröffnete Egger in Budapest zwei Fabriken zur Lampenproduktion, in der auch Lipót Aschner arbeitete. Wenige Jahre später erfanden hier Franjo Hanaman und (Sándor) Alexander Just einen Glühfaden, bei dem der Naturkohlefaden mit einer Suspension aus Wolfram (engl. Tungsten) bedeckt wird. Nachdem sich das Wolfram der Form des Fadens angepasst hatte, wird der Kohlenstoff durch Erhitzen beseitigt. Am 13. Dezember 1904 erhielten sie darauf ein Patent. (Diese Methode wurde später durch William D. Coolidges metallurgischen Prozess ersetzt.) 1909 wurde der Markenname Tungsram (aus dem Englischen und Deutschen TUNGSten + wolfRAM) eingetragen. Die mit diesem Namen produzierten neuartigen Glühlampen hatten eine höhere Lichtausbeute und eine längere Lebensdauer als die ursprünglichen Kohlefadenlampen. Die Glühlampenfabriken in Österreich-Ungarn werden jetzt auch einfach als Tungsram bezeichnet.
Tungsram eröffnet ein Industrieforschungsinstitut und erweitert die Lampenproduktion

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise eröffnete Egger in Budapest ein eigenes Forschungsinstitut, das sich um die stetige Weiterentwicklung der Herstellungstechnologie von Beleuchtungskörpern kümmerte. Später erfolgreiche Ingenieure und Techniker waren hier tätig oder hatten Funktionen in der Leitung inne, darunter Ignác Pfeifer (der in den 1950er-Jahren den Lehrstuhl für Kernphysik an der Budapester Technischen Universität etablieren wird), des Weiteren Pál Selényi (1884–1954), „Vater“ der Xerografie, Pál Túry oder Tivadar Millner.[1] 1923 trat Imre Bródy in die Fabrik ein, und erfand 1930 die Krypton-Lampe. Diese war nun wiederum den bisherigen Lampen in der Lebensdauer deutlich überlegen und konnte erfolgreich verkauft werden. Der österreichische Teil des Unternehmens erhielt im Jahr 1932 die Staatliche Auszeichnung und durfte das Bundeswappen Österreichs im Geschäftsverkehr verwenden. Zu dieser Zeit war Dr. Walter Levy (gest. 1938 in Genf), vormals Direktor des deutschen Glühlampenproduzenten Osram, Eigentümer von Tungsram.

Die ungarischen Teile der Tungsramfabrik werden in den 1930ern baulich erweitert, um die gefragten Lampen in größerer Stückzahl anbieten zu können.[1]

Seit 1938 ist das Signet des Herstellers ein Buchstabe "T" in einem Kreis.[2] In diesen Jahren entwickeln und produzieren die Ingenieure von Tungsram auch erste Elektronenröhren für den Einsatz in Radiogeräten.[3] Große Teile der ersten Röhrenfabriken werden noch vor 1940 von dem Unternehmen Philips aufgekauft.[4]

Tungsram gehörte im Zeitraum 1924–1941 wie andere bekannte Produzenten zum Phoebuskartell internationaler Glühlampenhersteller.

Am 10. August 1946 wurde Tungsram Bratislava, der tschechische Teil des Konzerns, in das Nationalunternehmen TESLA übernommen.

Tungsram-Erzeugnisse ab 1945


Tungsram-Doppeltriode ECC83

In der Zeit der kommunistischen Herrschaft in Ungarn wird das Privatunternehmen in einen Staatskonzern umgewandelt. Zu den Beleuchtungserzeugnissen wird die Eigenproduktion von Elektronenröhren wieder aufgenommen und hinzu kommen ab den 1960er-Jahren auch erste eigene Bildröhren für Fernsehgeräte sowie Spezialglühlampen für die Autoindustrie hinzu. Kontinuierlich erfolgt auch die Entwicklung und Produktion neuer Erzeugnisse wie Spezialröhren für die Medizin, Halbleitererzeugnisse, Haushaltsgeräte, ja komplette Produktionslinien.[1]
Diversifikation von Tungsram

Am 1. Januar 1984 wird zur Sicherung der Außenhandelsbeziehungen der Markenname Tungsram als offizieller Unternehmensname eingetragen. Die ständige Weiterentwicklung und Anpassung an die Technik führt in den 1980er-Jahren zu einem Diversifizierungsprozess, an dessen Ende folgende großen Produktlinien stehen:[1]

   Glühlampen, Leuchtstoffröhren, Autoscheinwerfer
   Halbleiterbauelemente
   Steuerelektronik für Industrieroboter
   Autoelektronik
   Haushaltsgeräte („braune Ware“)
   CO2-Laser für industrielle und medizinische Anwendung
   Röntgendosimeter
   Computerzubehör wie Disketten
   Maschinenaggregate.

Hauptabnehmer der Erzeugnisse ist die Sowjetunion mit rund 70 Prozent. Der Rest wird in die übrigen sozialistischen Staaten und in Entwicklungsländer exportiert. Tungsram hat 1989 folgende Standorte in Ungarn:[1]

   Budapest
   Gyöngyös
   Nagykanizsa
   Vác.

Tungsram heute

Nach der Auflösung des sozialistischen Lagers brach der Markt für die Tungsramerzeugnisse fast vollständig zusammen. Für eine Neuausrichtung und Modernisierung sowohl der Maschinen und Anlagen als auch des Produktionssortiments war dringend frisches Kapital erforderlich. Die Unternehmensleitung nahm hierzu Verhandlungen mit der ungarischen Kredit-(Hitel)-Bank und mit dem österreichischen Bankenkonsortium Girozentrale auf. Die angestrebte Partnerschaft kam jedoch nicht zustande, stattdessen erfolgte ein Zusammenschluss von Tungsram mit General Electric (GE). Am 15. November 1989 wurde die Kaufurkunde durch GE simultan in Cleveland und Budapest unterzeichnet, mit der 50 Prozent plus eine Aktie von Tungsram an GE gingen. Der neue Haupteigentümer gewann damit ein Absatzgebiet in den früheren Ostblockländern hinzu, für Tungsram eröffneten sich neue Absatzmärkte in Westeuropa.

In den 1990er-Jahren investierte GE an ausgewählten früheren Standorten von Tungsram in Ungarn rund 600 Mio. US-Dollar für die Erneuerung von Produktionsanlagen, die Einführung neuer Technologien und den Umweltschutz. In ehemaligen Tungsramfabriken, auch in Nachbarländern wie Bosnien-Herzegowina oder Slowenien, wurden von rund 11.000 Beschäftigten seitdem folgende GE-Erzeugnisse (Kennzeichnung GE Lighting Tungsram) aus der Lichtsparte hergestellt:

   Glühlampen[5][6]
   kompakte Leuchtstofflampen [7]
   Energiesparlampen mit besonders langer Lebensdauer (Genura), mit denen beispielsweise das Parlamentsgebäude in Budapest angestrahlt wird [8]
   Natriumdampfhochdrucklampen (Lucalox, die bereits auf der Industriemesse Hannover einen „Grand Prix“ erhielten) [9]
   kompakte Fluoreszenzlampen mit stark gewendelten Röhren (Heliax)
   Autobeleuchtung [10]
   Halogen- und LED-Lampen [11] sowie Glimmlampen [12]

An weiteren ehemaligen Tungsram-Standorten werden Plastikerzeugnisse, Medizinausrüstungen, Transportsysteme und Flugzeugmotoren produziert.[1]

Die größten Produktionsanlagen für herkömmliche Glühlampen in Nagykanizsa müssen ab 2009 aufgrund des EU-Verbots des Einsatzes von Glühlampen schrittweise stillgelegt werden.[13]


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