Ähnliche Themen
    Suchen
     
     

    Ergebnisse in:
     


    Rechercher Fortgeschrittene Suche

    Die neuesten Themen
    » Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
    Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

    » Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
    Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

    » Der Deutsche Einzelhandelstag
    Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

    » Stern Combo Meissen
    Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

    » Die Kulturanthropologie
    Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

    » Adolf Grimme
    Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

    » Die Anthropologie
    Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

    » Das 14-Punkte-Programm
    Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

    » Der Londoner Vertrag 1915
    Sa Mai 27, 2017 10:05 pm von checker

    Navigation
     Portal
     Index
     Mitglieder
     Profil
     FAQ
     Suchen
    Partner
    free forum
    Juni 2017
    MoDiMiDoFrSaSo
       1234
    567891011
    12131415161718
    19202122232425
    2627282930  

    Kalender Kalender


    Jüdischer Säkularismus

    Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

    Jüdischer Säkularismus

    Beitrag  Andy am Mo Feb 27, 2017 12:20 am

    Unter der Bezeichnung Jüdischer Säkularismus wird eine jüdische Haltung verstanden, in der Juden spezielle jüdische Werte akzeptieren, das Judentum als Religion jedoch nicht praktizieren.[1] Die dem jüdischen Säkularismus zugeordneten Personen bezeichnen sich demnach selbst als nicht religiös, identifizieren sich aber ethnisch, ethisch, kulturell oder politisch als Juden.[2] Säkulare Juden verstehen sich als festen Bestandteil des jüdischen Volkes und seiner Geschichte und Kultur. Eine zentrale Idee ist die Überzeugung, dass der Mensch Einfluss auf das Weltgeschehen hat und eine gerechte Welt nach Vorstellung der Propheten nicht ohne menschliches Handeln erreicht werden kann. Das Leben dreht sich daher um menschliche Aktivität und Ideale, wobei Taten wichtiger sind als Worte.[3]

    Entwicklung
    Ursprünge

    Nach Saul L. Goodman entspringt das als Versuch, „die vorherrschenden Ideen moderner westlicher Kultur mit dem historischen Erbe des Judentums zu vereinen“.[4]

    Bereits während der Renaissance und der Aufklärung wandten sich Juden von den religiösen Aspekten des traditionellen Judentums ab, ohne sich jedoch vollständig in andere Gesellschaften zu assimilieren oder eine andere Religion zu praktizieren. Baruch de Spinoza gilt als einer der ersten bekannten Vertreter eines jüdischen Säkularismus; später war die Haskala von großer Bedeutung für dessen Entwicklung. Es entstand die Auffassung, dass jüdische Identität nicht allein auf Religion gründe. Die Maskilim strebten eine Trennung von Religion und Staat an und eine stärkere Identifikation mit den (christlichen) Mehrheitsgesellschaften.[5]
    Strömungen

    Die säkulare Überzeugung, dass die Erfüllung jüdischer Ideale nur mit Hilfe menschlichen Handelns erreicht werden kann und nicht allein durch göttliches Eingreifen, spiegelt sich im Zionismus wider: Die jüdische Heimat muss aktiv erstritten werden, im Gegensatz zur streng orthodoxen Auffassung, dies könne allein durch die Rückkehr des Messias erreicht werden.[3] Die durch die Säkularisierung aufgeworfene Frage, was außer oder anstelle der Religion das verbindende Element des jüdischen Volkes in der Diaspora sei, beantwortete der Zionismus mit der Idee einer jüdischen Nation.[5]

    Eine andere Strömung war die des Nationalismus in der Diaspora (vgl. Jüdischer Autonomismus), wie sie vom Allgemeinen jüdischen Arbeiterbund vertreten wurde. Das Leben der jüdischen Arbeiterklasse sollte um die jüdische Kultur organisiert werden.[5]

    In den USA tendierten die jüdischen Gemeinden dagegen (aus verschiedenen Gründen) meist zur kulturellen Assimilation. Dies änderte sich durch massive jüdische Einwanderung Anfang des 20. Jahrhunderts, durch die das Jiddische als Identifikationselement einen Aufschwung erlebte, und sich zahlreiche politische, kulturelle und soziale jüdische Organisationen bildeten.[5]
    Wichtige Vertreter

    Zionismus: Theodor Herzl, Achad Ha'am
    Bundisten: Chaim Schitlowsky, Vladimir Medem
    Literatur: Franz Kafka, Chaim Nachman Bialik
    Wissenschaft: Sigmund Freud, Albert Einstein

    Siehe auch

    Humanistisches Judentum

    Quelle
    avatar
    Andy
    Admin

    Anzahl der Beiträge : 22243
    Anmeldedatum : 03.04.11

    Benutzerprofil anzeigen

    Nach oben Nach unten

    Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

    - Ähnliche Themen

     
    Befugnisse in diesem Forum
    Sie können in diesem Forum nicht antworten