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Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)

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Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)

Beitrag  checker am Mo Feb 27, 2017 1:43 am

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) untersteht dem Bundesministerium der Verteidigung und hat die Aufgabe, die bedarfs- bzw. forderungsgerechte Ausstattung der Bundeswehr mit moderner Technik und modernem Gerät zu wirtschaftlichen Bedingungen zu gewährleisten. Kernaufgaben sind die Entwicklung, Erprobung und Beschaffung von Wehrmaterial. Es hat seinen Sitz in Koblenz und wurde am 1. Oktober 2012 durch den Zusammenschluss des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung und des Bundesamtes für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr gegründet.


Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium der Verteidigung
Gründung 1. Oktober 2012
Hauptsitz Koblenz, Rheinland-Pfalz
Behördenleitung Harald Stein (Präsident)
Klaus Veit (Vizepräsident)
Armin Schmidt-Franke (Vizepräsident)
Bedienstete 11.000[1]
Website www.baainbw.de


Aufgabenumfang

Die Produktpalette des Wehrmaterials reicht von Waffensystemen wie Panzern, Militärflugzeugen und Kriegsschiffen bis zu persönlichen Ausrüstungsartikeln der Soldaten wie Uniformen, Sturmgewehren, Gefechtshelmen und Feldflaschen. Zum anderen werden „Forschungs- und Technologieprojekte“ bearbeitet und das Wehrmaterial während der Nutzung technisch betreut. Diese Aufgaben werden teilweise in Eigenleistung erbracht, teilweise durch Vergabe an die Privatwirtschaft erfüllt. Das Amt trägt dabei die durchgängige Verantwortung von der Erarbeitung technischer Lösungsvorschläge über die Realisierung und Nutzungssteuerung bis hin zur Aussonderung und Verwertung von Wehrmaterial.

Als zentraler „Einkäufer“ der Bundeswehr ist das BAAINBw daher ein wichtiger öffentlicher Auftraggeber. Je nach Art des Vorhabens oder Projektes werden Verträge über Forschung, Entwicklung, Beschaffung oder auch Instandsetzung abgeschlossen.

Dem BAAINBw als Teil dieser zivilen Bundeswehrverwaltung obliegt dabei die Durchführung aller Rüstungsprojekte.

Weitere Aufgabenbereiche sind u. a. die Verwertung ausgesonderten Wehrmaterials, die technische Auswertung fremden Wehrmaterials, Schadensuntersuchungen, Ausrüstungs- und Ausstattungshilfe für einige Nicht-NATO-Staaten sowie die Ausbildung der Beamten der technischen Laufbahnen für die gesamte Bundeswehr.

Die Aufgaben des Amtes sind im Customer Product Management Dokument mit Analysephase, Realisierungsphase und Nutzungsphase beschrieben. Zur Sicherstellung der Qualität können Qualitätsprüfungen in allen Phasen des Projektverlaufs eingesetzt werden (Quality Gates). Die Industrie kann in allen Phasen zur Unterstützung des Amtes hinzugezogen werden. In der Realisierungsphase bereitet das Amt die Vergabe von Entwicklungs- und Beschaffungsverträge an die Industrie vor, führt das Vergabeverfahren durch und erteilt den Zuschlag. Hierzu wird die Industrie verpflichtet, die NATO-Qualitätssicherungsforderungen einzuhalten und Nachweisprüfungen vor der Abnahme durchzuführen.
Geschichte

Durch die Verschmelzung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) mit dem Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw) und die Übernahme von Nutzungsaufgaben, die bisher in anderen Organisationsbereichen der Bundeswehr wahrgenommen wurden, trägt das BAAINBw die durchgängige Verantwortung für die Ausstattung der Bundeswehr, also von der Erarbeitung technischer Lösungsvorschläge über Realisierung und Nutzungssteuerung bis hin zur Aussonderung und Verwertung des Wehrmaterials. Das BAAINBw ist somit der zentrale technische Dienstleister der Bundeswehr und ein wichtiger öffentlicher Auftraggeber.

Seit 2006 wurden keine Mitarbeiter mehr eingestellt.[2]
Wappen

Der Hintergrund ist das rote Kreuz auf weißem Grund, Hierbei handelt es sich um das Trierer Kreuz oder auch Georgskreuz, es symbolisiert die Zugehörigkeit zum Standort Koblenz und Lahnstein. Im Zentrum des Wappens steht das Logo der Abteilung AIN im Bundesministerium der Verteidigung. Es besteht aus

einem halben Zahnrad, das für Ausrüstung steht,
einem technisch dargestellten Bundesadler, als Zeichen der Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland und
einem Eisernen Kreuz, als Zeichen der Zugehörigkeit zur Bundeswehr.

Dienststellen

Im Geschäftsbereich des BAAINBw sind folgende nachgeordnete Behörden tätig[3]:

Sechs wehrtechnische Dienststellen (WTD) der Bundeswehr:
Wehrtechnische Dienststelle für Kraftfahrzeuge und Panzer (WTD 41), Trier
Wehrtechnische Dienststelle für Schutz- und Sondertechnik (WTD 52), Oberjettenberg
Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61), Manching
Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und Forschung (WTD 71), Eckernförde
Wehrtechnische Dienststelle für Informationstechnologie und Elektronik (WTD 81), Greding
Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91), Meppen
Zwei wehrwissenschaftliche Dienststellen:
das Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien – ABC-Schutz in Munster und das
Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe in Erding.
Das Marinearsenal mit Betrieben in Wilhelmshaven und Kiel.
Die Deutsche Verbindungsstelle des Rüstungsbereiches für die USA und Kanada in Reston vertritt die wehrtechnischen und rüstungswirtschaftlichen Interessen gegenüber amerikanischen und kanadischen Stellen des Amts- und Industriebereichs.
Das Zentrum für Informationstechnik der Bundeswehr (IT-ZentrumBw) in Euskirchen nimmt technisch-betriebliche Durchführungsaufgaben wahr.

Ferner gehören zum Geschäftsbereich auch:

Güteprüfstellen in Berlin, Bremen, Donauwörth, Dresden, Düsseldorf, Emden, Freiburg, Freisen, Hamburg, Heidelberg, Immenstaad, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, London, Lübeck, Maintal, Manching, München, Nürnberg, Oberndorf, Ottobrunn, Ulm, Unterlüß, Unterschleißheim.
Die Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz


Quelle
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