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Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG)

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Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG)

Beitrag  checker am Mo Feb 27, 2017 2:28 am

Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG, französisch Communauté germanophone, niederländisch Duitstalige Gemeenschap) ist neben der Französischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaft eine der drei Gemeinschaften des Königreichs Belgien und somit ein Gliedstaat des belgischen Bundesstaates. Sie umfasst neun Gemeinden im Osten Belgiens, die allesamt zur Wallonischen Region gehören.


Gliedstaat des Königreichs Belgien
Institution (Art des Gliedstaates): Gemeinschaft
Amtssprache: Deutsch
Verwaltungssitz: Eupen
Gründung: 30. Januar 1984
Fläche: 853,65 km²
Einwohner: 76.645[1] (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner pro km²
Feiertag: 15. November
(Tag der Deutschsprachigen Gemeinschaft)
Ministerpräsident: Oliver Paasch (ProDG)
Website: www.dg.be


Geographische Lage
Das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft grenzt im Norden an das Dreiländereck Belgien-Deutschland-Niederlande, im Osten an Deutschland und im Süden an Luxemburg, westlich liegt das Gebiet der Französischen Gemeinschaft Belgiens.


Die Deutschsprachige Gemeinschaft (Detailkarte)

Innerhalb Belgiens übt die Deutschsprachige Gemeinschaft ihre politischen Kompetenzen auf dem deutschen Sprachgebiet aus, das aus den folgenden neun Gemeinden besteht:


1 – Eupen (Regierungssitz, Parlamentssitz, Verwaltungszentrum und größte Stadt)
2 – Kelmis
3 – Lontzen
4 – Raeren
5 – Amel
6 – Büllingen
7 – Burg-Reuland
8 – Bütgenbach
9 – Sankt Vith

Die Gemeinden Malmedy und Weismes (französisch Waimes) gehören zur Gebietskörperschaft der Französischen Gemeinschaft Belgiens. Die deutsche Minderheit hat dort eigene Rechte. Gelegentlich werden die neun deutschsprachigen Gemeinden zusammen mit den Gemeinden Malmedy und Weismes wegen der gemeinsamen politischen Vergangenheit als Ostbelgien,[2] gleich Ostkantone, früher auch als Eupen-Malmedy-St. Vith oder kürzer als Eupen-Malmedy bezeichnet.

Das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft befindet sich in der Provinz Lüttich und in der Wallonischen Region. Innerhalb der Europäischen Union gehört die DG sowohl der Euregio Maas-Rhein an als auch der Großregion Luxemburg, Wallonie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Lothringen.

Bevölkerung
Demografie


Der dichter besiedelte Norden (Eupen)

Am 1. Januar 2015 wohnten auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft 76.273 Einwohner (89,3 Einw./km²).[1] Allerdings ist die Bevölkerungsdichte im Kanton Eupen (Norden) und im Kanton St. Vith (Süden) sehr unterschiedlich:

Kanton Eupen: 46.197 Einwohner – 205,5 Einw./km²
Kanton St. Vith: 30.131 Einwohner – 47,9 Einw./km²

Das demographische Nord-Süd-Gefälle wird besonders deutlich beim Vergleich der nördlichsten und der südlichsten Gemeinde:

Die dichtest besiedelte Gemeinde des gesamten Gebietes ist Kelmis (601 Einw./km²).
Die Gemeinde mit der geringsten Bevölkerungsdichte ist Burg-Reuland (36,3 Einw./km²).

Zum Vergleich: Der Bevölkerungsdichtequotient belief sich am 1. Januar 2007 auf 346,7 für Belgien, für Wallonien auf 204,0 und für Flandern auf 452,4. Die Männer bildeten mit 49,72 % den leicht geringeren Anteil an der Gesamtbevölkerung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die Frauen mit 50,28 % die Mehrheit (vgl. Belgien: Männer: 48,95 %, Frauen 51,05 %).

Insgesamt leben in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 15.478 Ausländer, dies sind 20,3 Prozent der Bevölkerung.[3] Die mit Abstand größte Gruppe unter den Ausländern sind die 11.377 deutschen Staatsbürger, gefolgt von 759 Niederländern. Den größten Anteil deutscher Staatsbürger hat die Gemeinde Raeren mit deutlich über 40 Prozent.
Sprache

Die Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft werden sprachlich verschiedenen staatsübergreifenden Dialektgruppen zugeordnet:

im Kanton Eupen: dem Niederfränkischen (Limburgischen) und Ripuarischen
im Kanton St. Vith: dem Moselfränkischen und Ripuarischen

Ansonsten wird weitgehend die hochdeutsche Standardsprache (Deutsch) in Verwaltungen, Schulen, im Kirchenleben und in den Sozialbeziehungen verwendet.

Die größte Bevölkerungsminderheit in dieser Region, vorwiegend in den nördlichen Gemeinden Kelmis, Lontzen und Eupen, sind die französischsprachigen Belgier.

2009 wurde die Deutschsprachige Gemeinschaft mit dem Institutionenpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet[4], und 2011 trat sie als korporatives Mitglied dem Verein Deutsche Sprache bei.[5]
Religion

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist die Bevölkerung meist römisch-katholischen Glaubens. Das Gebiet gliedert sich in drei Dekanate mit 32 Pfarreien, die zum Bistum Lüttich gehören. Daneben besteht eine kleinere evangelische Gemeinde[6] mit Sitz in Eupen. Diese ist der Vereinigten Protestantischen Kirche von Belgien angeschlossen.[7]
Geschichte (Überblick)
Mittelalter und Frühe Neuzeit

Das Gebiet gehörte bis ins 13. Jahrhundert zum Herzogtum Limburg, fiel nach der Schlacht von Worringen an Brabant. Im 15. Jahrhundert fiel es durch Heirat an die Herzöge von Burgund, dann an die spanischen Habsburger und 1713, nach dem Frieden von Utrecht, an die österreichischen Habsburger. Von 1794 bis 1815 gehörte es zum französischen Département Ourthe.

1815 Wiener Kongress, 1919 Versailler Vertrag und Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Koalitionskrieg und dem Niedergang Napoleons wurde auf dem Wiener Kongress 1815 dieses Gebiet zum Königreich Preußen gegeben, und Deutsch wurde Amtssprache. Im Zuge der Reichsgründung 1871 wurde das Gebiet als Teil Preußens auch Teil des Deutschen Kaiserreichs. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Friedensvertrag von Versailles die Kreise Eupen und Malmedy sowie ein Teil des Kreises Monschau 1918 von Deutschland getrennt und als Ostkantone an Belgien gegeben und bis 1925 durch den General Herman Baltia kommissarisch verwaltet. Während dieser Zeit (1918–1925) unterlagen die regionalen Medien der Zensur. In dieser Zeit entstanden auch pro-deutsche politische Organisationen wie die Heimattreue Front oder die Christliche Volkspartei.

Noch für 1920 wurde für die Kreise Eupen und Malmedy eine Volksabstimmung vorgesehen, bei der es um die Frage ging, ob die Region permanent von Deutschland abgetrennt werden und zu Belgien gehören sollte. Doch wurde diese Volksabstimmung nicht wie vertraglich vorgesehen geheim abgehalten. Vielmehr wurden ab dem 10. Januar 1920 an bestimmten Tagen Optionslisten öffentlich ausgelegt, in denen sich die Abstimmungsberechtigten eintragen konnten. Durch massive Einflussnahme Baltias – dieser ließ verkünden, dass „Deutschland-Stimmer“ sofort aus Belgien ausgewiesen bzw. dass Geldumtausch und Verteilung von Lebensmittelkarten usw. negativ beschieden werden würden – trugen sich nur 271 der 33.726 Berechtigten in diese Listen ein.[8] Aufgrund des Abstimmungsergebnisses wurden am 20. September 1920 Eupen, Malmedy und ein Teil Monschaus, rund 1.036 km², von der Weimarer Republik abgetrennt und Belgien übergeben. Bis zur Zeit des Nationalsozialismus waren alle deutschen Regierungen darum bemüht, bezüglich Eupen-Malmedys eine Grenzrevision anzustreben.[9]

So liefen insbesondere ab 1925 bis Ende der 1920er Jahre Verhandlungen zwischen Belgien und der Weimarer Republik, das Gebiet gegen eine Entschädigungssumme von 300 Millionen Goldfranken wieder Deutschland zurückzugeben. Dies scheiterte hauptsächlich am Widerstand der französischen Regierung, während die anderen Unterzeichnermächte des Versailler Vertrages ihre Zustimmung auf diplomatischem Wege kundgetan hatten. Die Gespräche wurden daraufhin abgebrochen.
Zweiter Weltkrieg

Nach dem deutschen Überfall auf Belgien wurde das Gebiet am 18. Mai 1940 annektiert und um zehn altbelgische Gemeinden vergrößert, die 1815 bei Belgien verblieben waren und damit nicht zum Gebietsstand des Deutschen Kaiserreiches gehörten.[10]

Rund 8800 Männer aus den Ostkantonen kämpften während des Zweiten Weltkriegs in der Wehrmacht. Nach dem Krieg wurde das Gebiet wieder dem belgischen Staat zugeordnet.[11] 1945 folgte eine offizielle Entnazifizierung, die zur Aberkennung der Bürgerrechte und anderen Sanktionen führen konnte.
Potsdamer Konferenz und deren Folgen

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf der Potsdamer Konferenz beschlossen, Deutschland wieder in die Grenzen von 1937 zu stellen, was bedeutete, dass die im Krieg okkupierten Kreise Eupen und Malmedy wieder an Belgien gingen.

Letztmals wurden die Grenzen im deutsch-belgischen Grenzvertrag von 1956 korrigiert.[12]
Aktuelle Lage
Als Folge der Sprachgesetzgebung von 1963 wurde Belgien in drei Sprachgemeinschaften aufgeteilt; dies wurde 1970 umgesetzt, und somit konnte der Rat der deutschen Kulturgemeinschaft (RdK) als direkter Vorläufer des Rates der Deutschsprachigen Gemeinschaft (RDG), der seit dem Jahr 2004 Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) heißt, eingesetzt werden.

Als Grenzregion engagiert sich die Deutschsprachige Gemeinschaft seit einigen Jahren durch die Beteiligung an der Großregion SaarLorLux und der Euregio Maas-Rhein auch intensiv im Rahmen der europäischen Integration.[13] Insbesondere der Abbau der Grenzkontrollen im Zuge des Schengener Abkommens als auch die Währungsunion durch die Einführung des Euro kamen der Gemeinschaft zugute.

Im Rahmen der schweren Regierungskrise Belgiens aufgrund des flämisch-wallonischen Konfliktes nach den Parlamentswahlen im Juni 2010 theoretisierte der damalige Ministerpräsident der DG, Karl-Heinz Lambertz, für den Fall eines Scheiterns des belgischen Staates u. a. über einen eigenständigen Staat Wallonie unter Einbeziehung der DG, eine völlige Unabhängigkeit der Gemeinschaft, eine Rückkehr zu Deutschland oder ein Zusammengehen mit Luxemburg.[14]
Politik und Institutionen
Kompetenzen

Zum einen besitzt die Deutschsprachige Gemeinschaft die Befugnis über die kulturellen Angelegenheiten, die personenbezogenen Angelegenheiten, das Unterrichtswesen, die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften und die internationale Zusammenarbeit in den erwähnten Angelegenheiten sowie die Regulierung des Gebrauches der Sprachen für den Unterricht in den von den öffentlichen Behörden geschaffenen, bezuschussten oder anerkannten Einrichtungen.[15]

Zum anderen steht ihr die Möglichkeit zu, gewisse Kompetenzen der Wallonischen Region selbst auf ihrem Gebiet auszuüben. Aus diesem Grunde ist die Deutschsprachige Gemeinschaft ebenfalls zuständig für den Denkmal- und Landschaftsschutz (1994), die Beschäftigungspolitik (2000) und die Gemeindeaufsicht und -finanzierung (2005).[16]

Die Deutschsprachige Gemeinschaft strebt im Zuge der künftigen Staatsreform die Ausgliederung des deutschen Sprachgebietes aus der Wallonischen Region und die Erhebung zum gleichberechtigten vierten belgischen Gliedstaat neben Flandern, Wallonien und Brüssel an.[17][18]

Legislative Gewalt

Die legislative Gewalt bildet das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft, welches sich aus 25 Vertretern zusammensetzt, die für fünf Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt werden.[19] Für die Legislaturperiode 2014–2019 sieht die Besetzung des Parlamentes wie folgt aus:
Partei Sitze
Christlich Soziale Partei (CSP) 7
• Sozialistische Partei (SP) 4
• Partei für Freiheit und Fortschritt (PFF) 4
• ProDG 6
Ecolo 2
Vivant 2
Total 25

Regierungsparteien sind mit einem Punkt gekennzeichnet (•)

Das PDG bestimmt einen Gemeinschaftssenator, der auf föderaler Ebene im Senat die Deutschsprachige Gemeinschaft vertritt.[20] Dieses Amt wird zurzeit von Alexander Miesen (PFF) wahrgenommen. Die legislativen Texte werden Dekrete genannt. Der Präsident des Parlaments war bis zu seinem Tod am 4. Januar 2013 Ferdel Schröder (PFF), sein Nachfolger wurde im Januar 2013 Alexander Miesen (PFF).[21] Nach den Wahlen 2014 folgte Miesen der ehemalige Ministerpräsident der DG Karl-Heinz Lambertz (SP) nach.

Neben den 25 stimmberechtigten Abgeordneten gehören die deutschsprachigen Gewählten anderer Entscheidungsebenen (zurzeit eine Kammerabgeordnete, ein Vertreter des Europäischen Parlamentes, zwei Regionalabgeordnete und sechs Provinzialratsmitglieder) dem Parlament mit beratender Stimme an.
Exekutive Gewalt
→ Hauptartikel: Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Die exekutive Gewalt wird durch die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft als Gubernative und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens als Administrative ausgeübt. Gegenwärtig wird die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft durch eine Dreiparteien-Koalition aus (ProDG, SP und PFF) gebildet. Die Regierung gehören vier Minister an:

Oliver Paasch (ProDG): Ministerpräsident
Isabelle Weykmans (PFF): Vize-Ministerpräsidentin, Ministerin für Kultur, Beschäftigung und Tourismus
Antonios Antoniadis (SP): Minister für Familie, Gesundheit und Soziales
Harald Mollers (ProDG): Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung

Bisherige Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Partei
Bruno Fagnoul 30. Januar 1984 11. November 1986 PFF
Joseph Maraite 11. November 1986 6. Juli 1999 CSP
Karl-Heinz Lambertz 6. Juli 1999 30. Juni 2014 SP
Oliver Paasch 30. Juni 2014 amtierend ProDG

Wirtschaft und Tourismus

Durch die DG führen diverse Rad- und Wanderwege des RAVeL-Netzes.
Norden

Der Norden weist mehrere Industrieschwerpunkte auf, erleichtert durch den Anschluss an das belgische Eisenbahnnetz und die nahe Verbindung zur A3: Kabelwerk Eupen, kunststoffverarbeitende Betriebe, Herstellung von Trockenfilzen für die Papierindustrie, Schokoladenherstellung, Präzisionsmechanische Betriebe, Aluminiumverarbeitung, Steingruben, Speditionsunternehmen usw.

Touristische Sehenswürdigkeiten sind die von dem Aachener Baumeister des Barock, Johann Josef Couven, entworfenen Gebäude sowie die Wesertalsperre in Eupen, das Töpfereimuseum in Raeren, Neutral-Moresnet mit seinen Galmeiminen und die Burganlage Eyneburg in Kelmis.
Süden

Im Süden Ostbelgiens ist die Wirtschaft durch das nahe liegende Hohe Venn und die Waldgebiete der belgischen Eifel vor allem durch Forst- und Landwirtschaft sowie zahlreiche Sägewerke geprägt. Der Tourismus ist ebenfalls ein wichtiger Erwerbsfaktor in den Eifelgemeinden.

Touristische Anlaufpunkte sind hauptsächlich der Naturpark Hohes Venn-Eifel, die mittelalterliche Burg Reuland, die Stadt St. Vith, die Bütgenbacher Talsperre, das Europadenkmal am Dreiländerpunkt sowie die Kapelle Wiesenbach (9. Jahrhundert).
Kultur

In den deutschsprachigen Gemeinden wird ebenfalls Karneval gefeiert, wobei dieser sich stark am Aachener Karneval orientiert.

Nach der Gründung im Jahre 1992 startete das OstbelgienFestival im Herbst 1993 in die erste erfolgreiche Saison. Das Konzept, zehn hochkarätige Konzerte über die ganze Region zu verteilen, kam sehr gut beim Publikum an. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die Idee, die gängigen Konzertsäle zu verlassen und akustisch wie architektonisch wertvolle Räume mit ihrem besonderen Ambiente einem breiteren Publikum zu öffnen. Inzwischen finden alljährlich 12 bis 17 Konzerte in der ganzen Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und in den angrenzenden Gemeinden Malmedy und Stavelot statt. Die künstlerische Leitung wird vom BRF-Musikredakteur Hans Reul wahrgenommen, Geschäftsführer war von 1993 bis 2011 Joseph Schroeder und ist seit 2012 Daniel Hilligsmann.

In Eupen wird seit 1991 von Chudoscnik Sunergia[22] der Eupen Musik Marathon veranstaltet, bei dem Größen wie BAP, Reamonn, Beatsteaks, Guano Apes, Jupiter Jones, Juli oder Rea Garvey aufgetreten sind. Zusätzlich werden über das Jahr verteilt weitere Veranstaltungen ausgerichtet, etwa das internationale Straßentheater-Festival HAASte Töne?! in der Unterstadt.[23]

Alle zwei Jahre findet der Hergenrather Blumenkorso statt, ein Umzug mit blumengeschmückten Motivwagen, der in seinen Hochzeiten bis zu 20.000 Besucher anlockte. Der Blumenkorso ist seit dem Jahr 2014 in das Festival der Blumen eingebettet, eine mehrtägige Veranstaltung, die zahlreiche weitere Programmpunkte wie beispielsweise Konzerte und Shows umfasst.[24][25]
Medien

Die Deutschsprachige Gemeinschaft verfügt über ein breites Medienspektrum, wobei einige der nachgenannten Medien auch grenzüberschreitend in Deutschland empfangen werden. Umgekehrt werden in der DG auch zahlreiche bundesdeutsche Medien genutzt.
Zeitungen

Die Tageszeitung GrenzEcho der Grenz-Echo AG
Die Wochenzeitung Wochenspiegel, ein Gratisblatt für den Kanton Eupen
Die Wochenzeitung Kurier-Journal, ein Gratisblatt für die Kantone St. Vith und Malmedy

Online-Medien

Das Online-Angebot des Belgischen Rundfunks: BRF.be
Das Online-Angebot des GrenzEchos
Das Online-Magazin Ostbelgien Direkt, das am 27. August 2012 startete und durch den ehemaligen GrenzEcho-Chefredakteur Gerard Cremer betrieben wird[26]

Verlage

Der Grenz-Echo Verlag der Grenz-Echo AG
Der Verlag Pabst & Pesch
Der Zeitschriften- und Buchverlag Krautgarten in St. Vith

Radiostationen

In Ostbelgien gibt es eine reiche Palette an privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern. Terrestrisch über UKW oder Digitalradio sind zu empfangen:

Der öffentlich-rechtliche Belgische Rundfunk (BRF) mit zwei Radioprogrammen (BRF1 und BRF2)
Das deutschsprachige Radioprogramm des größten belgischen Privatsenders Radio Contact
Das schlager- und volksmusikorientierte Programm Radio Sunshine
Das schlager- und oldieorientierte Programm RADIO 700
Auf die benachbarte Aachener Region ausgerichtete Sender, die aus Lizenzgründen auf belgischem Gebiet stehen (vor allem 100’5 Das Hitradio und Fantasy Dance FM)

Im Internet sind zu empfangen:

Der öffentlich-rechtliche Belgische Rundfunk (BRF) mit zwei Radioprogrammen (BRF1 und BRF2)
Das schlager- und volksmusikorientierte Programm Radio Sunshine
RTR Radio mit drei Spartenkanälen
Pur Radio 1, was aber aktuell (8. April 2014) nicht auf Sendung ist.

Fernsehprogramme

Das Fernsehprogramm BRF TV des BRF
Ein Bürgerfernsehen

Bildung

Die Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft steht an der Spitze des deutschsprachigen Bildungs- und Ausbildungswesens.
Sport

Mit dem Fußballverein KAS Eupen spielte in der Saison 2010/11 erstmals ein Verein aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in der Jupiler Pro League, der höchsten Spielklasse Belgiens. In der Saison 2015/16 schaffte der Verein zum zweiten Mal den Aufstieg in die Erste Division.
Siehe auch

Politisches System Belgiens und darin u.a. auch:

die Flämische Gemeinschaft, die das niederländische Sprachgebiet sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt umfasst
die Französische Gemeinschaft, die das französische Sprachgebiet sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt umfasst



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