Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» R.I.P. Sigi
Gestern um 9:18 pm von Andy

» "Dunkirk", auch eine belgische Kriegsgesichte
So Jul 30, 2017 8:54 pm von checker

» Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Passendale
So Jul 30, 2017 8:42 pm von checker

» Wars der Geyer oder war er es nicht?
Mi Jul 26, 2017 9:32 pm von Andy

» Unterstützte VW-Konzern Militärdiktatur in Brasilien?
Mi Jul 26, 2017 9:12 pm von Andy

» R.I.P. M. Rother
Mi Jul 26, 2017 8:08 pm von Andy

» "Asterix bei den Belgiern"
Mi Jul 26, 2017 7:17 pm von Andy

» Der "Mud Soldier"
Mi Jul 26, 2017 7:13 pm von Andy

» Die drei heilige Frauen
Sa Jul 22, 2017 11:51 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
August 2017
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   

Kalender Kalender


Gerhard Medicus

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Gerhard Medicus

Beitrag  Andy am Mi Apr 12, 2017 10:17 pm

Gerhard Medicus (* 12. Juni 1950 in Salzburg) ist Humanethologe und evolutionsbiologisch denkender Psychiater aus Österreich.

Leben

1982 promovierte G. Medicus an der Universität Innsbruck in Medizin. Im darauf folgenden Jahr wurde er am Zoologischen Institut der Universität Wien Forschungsassistent bei Rupert Riedl. Zwischen 1985 und 1988 absolvierte er an der Klinik in Innsbruck die Ausbildung zum praktischen Arzt und danach am Landeskrankenhaus in Hall zum Facharzt für Psychiatrie (1989–1993). Von 1994 bis 2015 arbeitete er in Hall als Facharzt und zuletzt als Oberarzt der psychiatrischen Tagesklinik. Seit 1988 ist er freier Mitarbeiter der Gruppe Humanethologie in der Max-Planck-Gesellschaft zuerst in Andechs und später in Seewiesen. Als freier Mitarbeiter kooperierte er bei mehreren Forschungsprojekten auf den Trobriand Inseln (Papua Neuguinea), bei den Eipo (Hochland West-Neuquineas/Indonesien), auf den Molukken, in Himbaland (Namibia) sowie in Vanuatu und Burkina Faso. Von 1990 bis 2010 las Medicus gemeinsam mit Margret Schleidt und Wulf Schiefenhövel die Vorlesung Humanethologie am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck, seit 2010 liest er sie nur mit Schiefenhövel. Die wissenschaftlichen Beiträge von Gerhard Medicus haben zum Teil Eingang in Fach- und Sachbücher sowie in Wissenschaftslexika gefunden: Übersichten zur Verhaltensevolution der Wirbeltiere (z. B. evolutionäre Wurzeln der Kognition[1] und des Besitzverhaltens, Biopsychologie der Geschlechterdifferenz, Wurzeln der Moralfähigkeit[2] und zur Evolution des Bewusstseins). Er konnte zeigen, dass die Biogenetische Regel keine Relevanz für die psychomotorische Entwicklung des Kindes hat,[3] seine Beiträge beinhalten auch Grundlagen für die Psychotherapie. Darüber hinaus befasst er sich in seinen Arbeiten auch mit der Wissenschaftstheorie der Interdisziplinarität in den Natur- und Geisteswissenschaften.[4] Seine wichtigsten Beiträge hat er in seinem Buch Was uns Menschen verbindet – Humanethologische Angebote zur Verständigung zwischen Leib- und Seelenwissenschaften zusammengefasst. Im Vorwort zur englischen Ausgabe des Buches weist Wulf Schiefenhövel darauf hin, dass sich das Buch als Beitrag zur Theorie der Psychologie erweisen könnte. [5] Gerhard Vollmer schreibt [6] : "in dem Buch [.. geht es ..] um eine Theorie der Interdisziplinarität, die Natur- und Geisteswissenschaften miteinander verbinden soll."
Publikationen

1985: Evolutionäre Psychologie. In: J.A. Ott, G.P. Wagner, und F.M. Wuketits (Hrsg.), Evolution, Ordnung und Erkenntnis; pp 126-150. Berlin: Paul Parey.[7]
1987: Toward an Etho-Psychology: A Phylogenetic Tree of Behavioral Capabilities Proposed as a Common Basis for Communication between Current Theories in Psychology and Psychiatry. In: J.R. Feierman (ed.), The Ethology of Psychiatric Populations; Ethology and Sociobiology, Vol. 8, No. 3S (Supplement): 131-150. New York: Elsevier.
Medicus G. & S. Hopf, 1990: The Phylogeny of Male/Female Differences in Sexual Behavior. In: J.R. Feierman (ed.), Pedophilia, Biosocial Dimensions; pp 122-149. New York: Springer.
1992: The Inapplicability of the Biogenetic Rule to Behavioral Development. Human Development, 35, Heft 1: pp 1-8.
1995: Ethological Aspects of Aggression. Evolution and Cognition, Vol. 1, No. 1, pp 54-63.
2005: Mapping Transdisciplinarity in Human Sciences. In: J.W. Lee (ed.), Focus on Gender Identity, pp 95-114. New York: Nova Science Publishers, Inc.
2010: Zoon politikon: Biopsychological Aspects. In: Brüne M., Salter F., und McGrew W.C. (eds.), Building Bridges between Anthropology, Medicine and Human Ethology – Tributes to W. Schiefenhövel. Bochum: European University Press
2015: Was uns Menschen verbindet – Humanethologische Angebote zur Verständigung zwischen Leib- und Seelenwissenschaften. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung (3. Auflage 2015), ISBN 978-3-86135-585-4,
2015: Being Human - Bridging the Gap between the Sciences of Body and Mind. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, ISBN 978-3-86135-584-7.

Online-Buchbesprechungen

Gerhard Vollmer (2012, deutsch), Philosoph, http://hpd.de/node/16656
Jay Feierman (2015, englisch), Psychiater, http://ishe.org/wp-content/uploads/2015/02/HEB_2015_30_3_13-15.pdf
Luis Alonso (2015, spanisch) http://www.investigacionyciencia.es/files/21043.pdf


Quelle
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22271
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten