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Noahs Arche und Gottes Hammer

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Noahs Arche und Gottes Hammer

Beitrag  Andy am So Apr 16, 2017 12:16 am

Kaum ein Volk hat eine tragischere Geschichte hinter sich als die Armenier. Und kaum eines verteidigt so inbrünstig seine Identität wie die älteste christliche Nation der Welt: unterwegs in einem Land zwischen Himmel und Hölle, das niemanden gleichgültig lässt.



Hier also ist aller Anfang: in diesem klaustrophobischen Schacht mit seiner sechs Meter tiefen Höllenleiter, die wir jetzt hinabklettern, wie ein Verdammter in der Unterwelt verschwindend, Schultern und Ellenbogen am Tuffstein scheuernd, so eng ist es in diesem Schlund. Dann stehen wir unten, in einer Gruft, in der Grabkammer eines Lebendigen, und sehen eine betende Frau vor einem steinernen Kreuz, auf die Knie gesunken, in sich versunken, so fern von allem Irdischen, als sei die Zeit der Welt längst abgelaufen. Hier unten also war der heilige Gregor der Erleuchter dreizehn Jahre lang gefangen und überlebte nur dank der Barmherzigkeit eines Mütterchens, das Brot und Wasser zu ihm herab ließ. Oben massakrierte derweil der König von Armenien drei Dutzend Missionarinnen, wurde als Gottes Strafe siech, holte in seiner Verzweiflung den Erleuchter aus dem Loch, erfuhr wundersame Heilung, bekehrte sich zum rechten Glauben und machte aus seinem Königreich das älteste christliche Land der Welt. Das war im Jahr des Herren 301.

Weiteres im Link:

http://www.faz.net/aktuell/reise/armenien-noahs-arche-und-gottes-hammer-13682709.html
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