Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Papageienschaukel (auch Bogerschaukel oder Stalinschaukel )

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Papageienschaukel (auch Bogerschaukel oder Stalinschaukel )

Beitrag  checker am Mo Mai 08, 2017 7:07 am

Papageienschaukel (auch Bogerschaukel oder Stalinschaukel[1]) bezeichnet eine Methode der Fesselung zu Folterzwecken, bei der die betreffende Person mit den Kniekehlen kopfüber an einer Stange aufgehängt wird und die Handgelenke vor den Schienbeinen, an die Fußgelenke oder an die Stange gefesselt werden.


Nachstellung der Papageienschaukel bei Studentenprotesten in Brasilien, 2012

Der Begriff stammt aus Brasilien (dort pau de arara genannt) und bezieht sich darauf, dass die Stange im Papageienkäfig den einzigen Halt für den Vogel darstellt. Verliert er das Gleichgewicht, hängt er kopfüber.[2]

Diese Methode wurde und wird in vielen Ländern angewendet, da keine sichtbaren Spuren am Körper der betreffenden Person zurückbleiben und das notwendige Gerät überall verfügbar oder mit geringem Aufwand herzustellen ist. Es wird jeweils eine Querstange verwendet, die ähnlich einem Reck oder einer Teppichstange befestigt wird oder auch wie ein Trapez aufgehängt werden kann. Der Zug des Körpergewichts in die Kniekehlen führt nach kurzer Zeit zu einsetzenden und sich steigernden Schmerzen. Durch die Körperhaltung, in welche die betreffende Person gezwungen wird, ist diese vollständig bewegungsunfähig und wehrlos, was bereits zu einer Ängstigung und Demütigung führt. Die Gefangenen sind hierbei zumeist entkleidet, was bei diesen die Empfindung von Machtlosigkeit und Verletzlichkeit steigert und den Aspekt der Demütigung zusätzlich fördert. Häufig werden den betreffenden Personen zusätzlich die Augen verbunden, was zu einer räumlichen Desorientierung führt.

Im KZ Auschwitz hieß die entsprechende bei Verhören angewendete Foltermethode Bogerschaukel, nach dem Mitarbeiter der politischen Abteilung Wilhelm Boger benannt, der als Namensgeber fungierte, da er diese Methode bevorzugt anzuwenden pflegte.[3][4][5] Er bezeichnete sie als „Sprechmaschine“. Während der Verhöre wurden die betreffenden Personen meist mit einem Stock oder Ochsenziemer vor allem auf Gesäß, Fußsohlen oder Rücken geschlagen. Wilhelm Boger hatte diese Foltermethode von einem Gestapobeamten übernommen, der zu Verhörzwecken nach Auschwitz kam und dort diese Foltermethode eingeführt hatte. Eine ähnliche, weniger einschneidende Variante bestand darin, die Person stehend vornüber über eine hüfthohe Stange zu beugen, wobei die Hände unterhalb der Stange hinter die Beine gefesselt wurden.[6] Die Bogerschaukel wurde später durch den Kommandanten Arthur Liebehenschel abgeschafft.

Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32509
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten