Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

» Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

» Der Deutsche Einzelhandelstag
Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

» Stern Combo Meissen
Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

» Die Kulturanthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

» Adolf Grimme
Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

» Die Anthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

» Das 14-Punkte-Programm
Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

» Der Londoner Vertrag 1915
Sa Mai 27, 2017 10:05 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Kalender Kalender


Hans-Adolf Kanter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Hans-Adolf Kanter

Beitrag  checker am Di Mai 09, 2017 9:50 pm

Hans-Adolf Kanter (* 1925; † 2010) war ein Wirtschaftsberater und Lobbyist des Flick-Konzerns, Mitglied der CDU und ein bedeutender Agent des MfS der DDR mit dem Decknamen „Fichtel“.
Leben

Kanter wirkte ab 1948 als Agent kommunistischer Geheimdienste. In Rheinland-Pfalz gehörte er bis 1949 zum Vorstand der FDJ und trat dann zur Jungen Union über. Er wurde ein enger Freund des Managers Eberhard von Brauchitsch, der Helmut Kohls Aufstieg in der CDU förderte. Seit den 1960er Jahren führte Kanter ein Büro für Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen in Bonn und gab einen Informationsdienst für Verantwortliche in Politik und Wirtschaft heraus, zu dem die HVA wesentlich beisteuerte.[1] Er hatte beste Kontakte zu vielen Bonner Politikern. In seinem Einfamilienhaus wurde Egon Bahr Mieter, dessen Wohnung „verwanzt“ und abgehört wurde, auch in der Phase der schwierigen Verhandlungen der Ostverträge.

1974 wurde Kanter Prokurist im Flick-Konzern und stellvertretender Leiter der Stabsstelle der Geschäftsführung. Ihm unterstanden die umfangreichen Parteispendenzahlungen, die 1981 in der „Flick-Affäre“ zutage kamen. Eberhard von Brauchitsch glaubt, dass die Aufdeckung durch die HVA gesteuert worden sei, um seine Wahl zum Präsidenten des BDI zu verhindern.[2]

Über seine Freundschaft zu Philipp Jenninger gelangten viele Informationen aus der seit 1982 regierenden CDU nach Ost-Berlin. Kanter wurde bis 1989 ein Spitzenlieferant des MfS für die Christdemokraten. HVA-Chef Markus Wolf vergleicht seine Bedeutung mit der von Günter Guillaume.

1995 wurde Kanter aufgrund fehlender Unterlagen nur zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32391
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten