Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Nag-Hammadi-Schriften (auch als Nag-Hammadi-Bibliothek bekannt)
Gestern um 11:45 pm von Andy

» Réseau Dirisoft
Gestern um 11:35 pm von Andy

» Das Hybridluftschiff
Gestern um 11:21 pm von Andy

» Continental Motors, Inc.
Gestern um 11:12 pm von Andy

» Die Linde AG
Gestern um 11:01 pm von Andy

» **** BOC ****
Gestern um 10:50 pm von Andy

» Die Kohlenstofffaser
Gestern um 10:42 pm von Andy

» Cargolifter CL160
Gestern um 7:12 am von Andy

» Lockheed Martin P-791
Gestern um 7:04 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Dezember 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Kalender Kalender


Der Wald der gepfählten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Der Wald der gepfählten

Beitrag  Andy am Mo Mai 15, 2017 11:18 pm

Wälder haben seit jeh her eine Tiefe bedeutung und gerade wenn es um Mystik geht, sind sie für manche von besonderer wichtigkeit.
Mythen um Waldfeen,Geister, Zauberei ranken sich um sie.
Ei8niges ist an den Haaren herbei gezogen, einiges beruht auf alter Geschichte und einiges spinnen sich einige aus.
Eines der sagen umwogenen Wälder ist der Wald der Gefählten, der auf hinsicht der damaligen Zeit bis hin zum 21. Jahrhundert seiner Zauber nicht verloren hat um immer wieder die Furcht vor Vampiren und Blutsaugern inne hat.
Auf dessen die geschichte von Graf Dracula oder Graf Dragul der Teufel beruht und seine Faszination auch noch heute ist.

Dazu folgendes:

Der echte Dracula war ein sadistischer Tyrann

Seine Gegner ließ er aufspießen, Mord bereitete ihm Lustgewinn: Der Historiker Heiko Haumann untersucht, wer der historische Dracula war und was ihn mit Bram Stokers Obervampir verbindet.

r war groß, schlank, in schwarz gekleidet, hatte ein bleiches Gesicht, rot funkelnde Augen und spitze weiße Zähne. So stellt der irische Schriftsteller Bram Stoker, der in diesem Jahr seinen 100. Todestag feiert, den berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte vor: Dracula. Ganz so wie Stoker ihn beschreibt, wird Dracula zwar nicht ausgesehen haben. Es gab ihn aber tatsächlich.

In seinem Buch "Dracula. Leben und Legende" geht der Basler Emeritus Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte Heiko Haumann auf historische Spurensuche. Er fragt sich vor allem, wie die historische Figur zu ihrem gruseligen Image gekommen ist.

Der richtige Name von Dracula lautet Vlad. Er wurde wahrscheinlich um 1431 im siebenbürgischen Schäßburg im heutigen Rumänien, vielleicht aber auch in Nürnberg geboren. Der Beiname Dracula bedeutet übersetzt wohl nicht – wie oft behauptet – Teufel, sondern ist auf die beruflichen Erfolge von Vlads Vater zurückzuführen. Denn als Vlad II. vom König des Heiligen Römischen Reiches zum Ritter des gegen die Osmanen kämpfenden Drachenordens geschlagen wurde, erhielt er den Beinamen "der Drache", Dracul. Sein Sohn wurde "der kleine Drache", Drăculea, genannt.
Geisel am Hof des Sultans
Anzeige

Vlad II. regierte das Fürstentum Walachei, ein Gebiet an der östlichen Grenze des damaligen ungarischen Königreiches, das heute zu Rumänien gehört. Im 15. Jahrhundert geriet es unter die Herrschaft der nach Europa drängenden Osmanen. Das hatte auch Auswirkungen auf den jungen Vlad Drăculea: Der Sultan des Osmanischen Reiches verlangte von Vlad II. ein menschliches Pfand, das er jederzeit als Druckmittel einsetzen konnte. Deshalb musste Vlad Drăculea als Geisel seine Jugend am Hof des Sultans verbringen.

Mit 16 oder 17 Jahren war das Leben am Hofe vorbei: Sein Vater wurde bei einem Aufstand getötet, der Sultan erklärte den jungen Vlad zum Thronnachfolger in der Walachei. Als Fürst etablieren konnte sich Vlad erst Jahre später, und selbst da war er nur ein Spielball größerer Mächte. Sowohl Ungarn als auch dem Osmanischen Reich musste er den Treueid leisten.

Um unabhängiger zu werden, krempelte er die Machtverhältnisse in der Walachei um, schuf eine Zentralgewalt, baute Festungen und rüstete das Militär auf. Energisch ging er auch gegen seine Gegner vor. Ob Adelige oder Zigeuner, potenzielle Widersacher ließ er hinrichten und strich nebenbei deren Ländereien und Vermögen ein.
Nägel in die Köpfe der Gesandten

Über Vlads Wesenszüge schreibt Haumann: Er konnte klug kalkulieren, "reagierte jedoch aufgrund seines heftigen Temperaments häufig überstürzt und kurzsichtig." Wohl aus Selbstüberschätzung ließ sich Vlad zu einem gewagten Schritt hinreißen: Er legte sich mit dem Osmanischen Reich an, das mit der Eroberung Konstantinopels 1453 zur Weltmacht aufstieg. Als er sich weigerte, weitere Tribute zu zahlen, schickte Sultan Mehmed II. eine Gesandtschaft an Vlads Hof.

Dabei kam es zum Bruch. Die Gesandten lehnten es ab, ihre Turbane abzunehmen. Schließlich sei das im Osmanischen Reich nicht Sitte. Daraufhin soll Vlad den Gesandten ihre Turbane mit kleinen Nägeln an den Köpfen festnageln lassen haben – damit sie die Kopfbedeckung nicht mehr abnehmen konnten.

Ehe Mehmed II. auf diesen Affront reagieren konnte, griff Vlad 1461/62 osmanische Stellungen an und rückte bis Bulgarien vor. Der Sultan dagegen stellte ein großes Heer zusammen und zog in die Walachei, um die große Schlacht zu schlagen – zu der es aber gar nicht kam.
Der "Wald der Gepfählten"

Denn Vlad wusste um die Übermacht der Osmanen und zog sich in die Wälder und Sümpfe zurück. "Die Bevölkerung hatte er aufgefordert, samt Vieh und Lebensmitteln in unzugängliche Gebiete auszuweichen. Die Osmanen fanden menschenleere Gegenden, verbrannte Felder und Häuser sowie unbrauchbar gemachte Brunnen vor", schreibt Haumann.

Auch am legendären "Wald der Gepfählten" kamen die Osmanen vorbei. Dort soll Vlad getötete Gegner zur Schau gestellt haben. Immer wieder griff er die Osmanen, die unter Krankheiten und Nahrungsmangel litten, aus dem Hinterhalt an. Tatsächlich blieb dem Sultan schließlich nichts anderes übrig, als unverrichteter Dinge den Rückzug anzutreten.

Doch ein Sieg für Vlad war das trotzdem nicht. Viele Ländereien waren völlig verwüstet und lagen Brach, in der Bevölkerung hatte er längst keinen Rückhalt mehr. Noch schlimmer: Er verlor die Herrschaft in der Walachei, die sein Bruder Radu mit Unterstützung des Sultans an sich reißen konnte.
Vlads Kopf endete auf einem Pfahl

Auf der Suche nach Verbündeten floh Vlad nach Ungarn – und wurde dort für mehrere Jahre eingesperrt. Der ungarische König Matthias Corvinus wollte Ruhe an der östlichen Grenze und erkannte deshalb Radu als walachischen Fürsten an. 1475 änderte sich die Lage erneut.

Sowohl der Sultan als auch Radu starben – ein günstiger Moment, den Osmanen die Walachei streitig zu machen. Deshalb wurde Vlad rehabilitiert, an die Spitze eines christlichen Heeres gesetzt und wieder zum Fürsten der Walachei ausgerufen. Lange währte Vlads Glück jedoch nicht.

Nur zwei Jahre später wurde er bei einem Aufstand getötet. Sein Kopf endete dort, wo die Häupter vieler seiner Gegner landeten: auf einem Pfahl: Er soll, "in Honig konserviert, Sultan Mehmed überbracht und dann auf einer Stange zur Schau gestellt worden sein", so Haumann.
Gegner ließ er aufspießen

Doch was hat Vlads Leben mit dem des blutsaugenden Vampirs gemein, den wir aus Bram Stokers Roman kennen? Den Quellen zufolge lässt sich laut Haumann nicht belegen, dass Vlad bereits zu Lebzeiten als Vampir gesehen wurde. Vielmehr galt er als grausamer, blutrünstiger Herrscher, der Lust am Töten hatte.

Eine zeitgenössische Flugschrift berichtet, "wie Vlad aus einer Schaar Zigeuner auswählte, sie braten ließ und dann die übrigen zwang, sie zu essen. Mütter mussten ihre Kinder verspeisen, Männer die Brust ihrer Frauen." Seinen zwei Beinamen, "der Aufspießer" und "der Pfähler", machte er alle Ehre.

Allerdings sind diese ungarischen Aufzeichnungen durchaus mit Vorsicht zu genießen. Denn in rumänischen Texten wird Vlad als mutig und tapfer geschildert. Und das Aufspießen von Gegnern war zu der Zeit nichts Ungewöhnliches. So lässt sich heute kaum rekonstruieren, wie blutig der Fürst tatsächlich regiert hat.
Stoker machte Vlad unsterblich

Die Geschichten um den walachischen Fürsten gerieten ab dem 16. Jahrhundert allmählich in Vergessenheit. Auch als im 18. Jahrhundert zunehmend mehr Vampir-Geschichten auf den Markt kamen, spielte Vlad keine Rolle. Erst Bram Stoker führte 1897 mit seinem Roman die geschichtlich belegte Person Draculas ein.

Auf der Suche nach einem Namen für seine Hauptperson stieß er wohl zufällig auf Vlad. "1890 las Stoker ein Buch über die Fürstentümer Walachei und Moldau, in dem der Woiwode Dracula – der Name bedeute Teufel, hieß es dort – und sein Kampf gegen die Türken erwähnt wurden.

Möglicherweise entschied er sich daraufhin, seine Hauptperson nach ihm zu benennen", schreibt Haumann. Einen Anhaltspunkt für diese Vermutung gibt auch Stokers Kontakt zu einem ungarischen Historiker, von dem er weitere geschichtliche Einzelheiten erfahren haben wollte. Jedenfalls schuf Stoker mit seinem Dracula das moderne Vampir-Bild, das heute noch in Spielfilmen und Büchern weiterlebt. Und er machte Vlad unsterblich. Wenn auch nicht als Kriegsheld gegen die Osmanen, sondern als Untoten.


In Dracula lebt die Sucht nach Körperflüssigkeiten
Ein Verwandter der Pornografie: Zum 100. Todestag von Bram Stoker erscheinen zwei Neuübersetzungen seines "Dracula". Sie zeigen, warum wir uns bis heute von dem Vampir verfolgen lassen.


Nosferatu – Vampir und Leidensgestalt
Auch der Film hat sich früh der untoten Blutsauger angenommen. Schon 1922 schickte Friedrich Murnau "Nosferatu" als Todesengel auf ein Schiff. Zahllose Wiedergänger sollten folgen.


Der Mythos von Dracula
Als „Graf Dracula" geistert der transsilvanische Herrscher Vlad III. seit 1897 durch zahllose Vampir-Romane und Horrorfilme. Worauf beruht sein zweifelhafter Ruf als Blutsäufer, Untoter und Fürst der Finsternis? Tatsache ist, dass Vlad daran nicht ganz unschuldig war.


Bei Vampiren geht es auch nur um Sex
Die Faszination für Vampire scheint ebenso unsterblich zu sein wie die sagenhaften Blutsauger. Millionen schauen die "Twilight"-Filme und lassen sich vom Spiel mit dem Bösen fesseln. Mark Benecke, Kriminalbiologe und Vorsitzender der Dracula-Gesellschaft weiß, warum das so ist.


Paranoia trieb die Roten Khmer in ihren Blutrausch
Der Völkermord der Roten Khmer wird häufig mit Steinzeitkommunismus erklärt. Es mordeten aber keine wilden Horden, sondern ein bürokratisches Gefängnissystem, in dem auch die eigenen Kader starben.

Quelle
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22422
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten