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*** Ilsenburg ***

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*** Ilsenburg ***

Beitrag  Andy am Mo Mai 15, 2017 11:37 pm

Unsere Region hat irgendwie auch Tradition.
Gerade was Mythen, Legenden und sagen angeht, hat das so seine eigene Geschichte.
Hierzu sehen wir uns mal Ilsenburg, wo angeblich die heilige Wanzelius und ihre Anfängerschaft dem Teufel selber begegnet ist.
Wir halten das zwar für Schauermärchen,aber einige sind davon so überzeuigt, dass man ihnen das nicht erst versuchen sollte zu erklären.
Zumindest vielleicht mal ein Wochendausflug wert.
Zu den Mythen um Ilsenburg steht folgendes geschrieben:

Wenn wir uns bei der Sage nach Ilsenburgs Ursprung erkundigen, so erzählt diese:

Etwa anderthalbtausend Jahre vor unserer Zeitrechnung lebte einmal ein alter König, der hieß Ilsan oder Ilsung.
Dieser König hatte sein Wohlgefallen an den Forellen im Fluss, den Hirschen und Rehen und Ebern im Waldgebirge und an den himmelhohen Klippen und Bergen. Deshalb baute er sich oben auf dem Ilsestein eine stattliche Burg und gab der Burg, dem Felsen und dem Fluss seinen Namen. Den haben sie behalten bis auf den heutigen Tag.

Auch seine Tochter, die Prinzessin, hieß nach ihm Ilse. Sie war eine Fee, und die Sage erzählt, dass sie sich morgens, vor Aufgang der Sonne, in dem kühlen, klaren Ilse-Fluss badete. Wer so glücklich ist, sie dabei zu über-raschen, den nimmt sie mit sich durch ein unsichtbares Tor in ihr prächtiges Schloss im Ilsestein. Dort sind die Säulen von durchsichtigem Bergkristall, die Wände von gediegenem Gold, der Fußboden aus einem Mosaik von Rubinen und Smaragden und die Kronleuchter von Karfunkeln. Dort bewirtet sie ihn dann aufs schönste und entlässt ihn dann huldvoll mit königlichen Geschenken.

Aber wie in allen Dingen, die Schwierigkeiten steckt hier gerade darin, den rechten Augenblick zu treffen, so hat es seit langer Zeit niemandem gelingen wollen, die schöne Prinzessin einmal zu Gesicht zu bekommen.

Prinzessin Ilse und der Schäfer

Ein Schäfer trieb einmal seine Herde zu einem neuen Weideplatz, der in der Nähe des Ilsesteins lag. Vom beschwerlichen Auftrieb ermüdet, ruhte er, auf seine Keule gestützt, an einem Quell ein wenig aus. Plötzlich ein Schrei des Entsetzens, die Felswand drehte sich, ließ einen Eingang in den Berg frei, und vor ihm stand die Prinzessin Ilse. Sie hieß ihn mit ihr gehen und führte ihn in den Berg hinein. Dort sagte sie ihm, er solle sich soviel von dem Golde nehmen, wie er nur wollte. Da steckte er sich alle Taschen voll und wollte dann gehen. Aber die Prinzessin rief: "Vergiss das Beste nicht!" Sie meinte wohl, Du hast noch nicht genug, dachte der Schäfer und füllte auch noch seinen Hut mit Gold. Sie nahm seine Keule, die er gleich nach seinem Eintritt an die Wand gestellt hatte.
Als er nun ohne sie hinaus gehen wollte, schlug die Felswand plötzlich zu und zermalmte ihn.

Prinzessin Ilse und der Köhler

Eines Morgens, in aller Frühe, ging ein junger Köhler das Ilsetal hinauf, um zu seiner Arbeitsstätte zu gelangen. Da sah er plötzlich die Prinzessin Ilse am Wasser sitzen. Freundlich und untertänig wollte er vorübergeben; jedoch sie stand auf und winkte ihm mitzukommen. Bald standen sie vor dem Ilsestein. Sie klopfte dreimal an den Felsen, der sich wie von Geisterhand öffnete und Einlass gewährte. Prinzessin Ilse nahm dem Köhler den Leder-ranzen von der Schulter und ging in ihre Burg. Nach einiger Zeit kam sie zurück, reichte ihm den nun gefüllten Ranzen und gebot ihm, diesen erst in seiner Köte zu öffnen.

Dankend verabschiedete er sich von der Prinzessin. Nach kurzer Zeit kam ihm der Ranzen so schwer vor, dass er seine Neugierde nicht mehr bezähmen konnte; er öffnete ihn auf der Ilsebrücke und fand darin nur gewöhnliche Eicheln und Tannenzapfen. Unwillig über den dummen Scherz der Prinzessin schüttelte er den wertlosen Inhalt seines Ranzens von der Brücke in den angeschwollenen Fluss. Aber zu seiner Über-raschung schwammen die Eicheln und Tannenzapfen nicht auf der Ober-fläche des Wassers, sondern schlugen mit hohlem Klang auf den felsigen Grund auf. Da merkte er zu seinem Schreck und Ärger, dass er Gold ver-schüttet hatte. Hastig befühlte er seinen Ranzen, und als er fand, dass in den Ecken und Falten noch Einiges hängen geblieben war, da wickelte er ihn sorgsam zusammen und öffnete ihn erst wieder unter dem Dach seiner Köte. Und siehe! - Von dem verbliebenen Golde konnte er sich ein Häuschen kaufen.

Der Badestein der Ilse

Als man vor zweihundert Jahren daranging, die großen Granitblöcke im Ilse-Fluss wegzusprengen, um das Flüsschen für einen Flößholzbetrieb nutzbar zu machen, da musste man auch einen Steinblock entfernen, der größer war als ein Tisch. Er hatte in der Mitte eine Vertiefung, in der immer ein kleiner Wassertümpel stand und von dem man sich erzählte, dass sich die weiße Jungfer vom Ilsestein jeden Morgen um Sonnenaufgang darin wasche.

Durch eine eiserne Tür ginge sie dann immer wieder in den Ilsestein zurück.



Der Köhler und der Teufel

Dass es den Köhlern nicht an derbem Humor mangelt, mag eine Sage beweisen, die erzählt:

Der Teufel bummelte einmal durch den Harzwald und kam zu einem Köhler, der ihn gleich an seinem Pferdefuß erkannte.
Der Teufel meinte, der Köhlerberuf sei wohl recht schwer und mache schwielige Hände. O ja, antwortete der Köhler, damit könne man schon eine derbe Ohrfeige verabreichen.
Was das anbetrifft, lachte der Teufel, sei seine Hand auch nicht von Samt und es käme auf die Probe an, wer eine derbere Ohrfeige geben könne.
Der Köhler war zu einem Versuch bereit, stellte aber die Bedingung, dass dem Geschlagenen die Augen verbunden würden, damit er schön still halte.
Der Teufel war damit einverstanden. Zuerst bekam der Köhler seine Ohr-feige, dass er aufschrie und bekennen musste, des Teufels Hand sei doch sehr hart.
Dann verband er dem Teufel die Augen, griff schnell nach seinem Hammer und schlug damit dem Teufel mit aller Wucht hinter die Ohren.
Da stürzte dieser mit lautem Wehgeschrei zur Erde, gab die Wette verloren und verschwand auf Nimmerwiedersehen.

Die Sage vom Pfennigsberg

Nach alter mündlicher Überlieferung sollen die Einwohner Ilsenburgs vormals verpflichtet gewesen sein, die Mönche des Klosters auf dem Schloss täglich mit Wasser, das aus dem Ilsetal hinaufgetragen werden musste, zu versorgen. Dies war für die Ilsenburger eine zusätzliche Bürde ihres harten Lebens. Ein einsichtiger Mönch schlug vor, den Ort von dieser Last zu befreien, wenn die Einwohner einen jährlichen Zins von einem "guten Pfennig" pro Haus auf den Michaelstag entrichten würden. Der Vorschlag wurde angenommen.

Die Mönche hoben einen Graben aus und legten eine Leitung, die noch heute Wasser auf den Schlossberg leitet. Der Berg erhielt den Namen "Pfennigsberg", der Graben "Pfennigsgraben"(Mönchsgraben).

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