Ähnliche Themen
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Heinrich Beckurts

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Heinrich Beckurts

Beitrag  Andy am Fr Okt 06, 2017 10:53 pm

Heinrich Beckurts (* 23. August 1855 in Braunschweig; † 15. September 1929 in Bargteheide) war ein deutscher Apotheker, Chemiker und Hochschullehrer.




Ölgemälde von Fedor Encke

Leben

Heinrich Beckurts wurde 1855 als Sohn eines Oberpackhofkommissars in Braunschweig geboren. Nach dem Besuch des Braunschweiger Martino-Katharineums absolvierte er von 1871 bis 1873 eine Apotheker-Lehre in der Hagenmarkt-Apotheke. danach erbeitete er ein Jahr als Apothekengehilfe, bis er 1874 sein Studium begann. Beckurts studierte Pharmazie und Chemie am Polytechnikum Braunschweig und an der Universität Greifswald. In Braunschweig wurde er Mitglied des Corps Hercynia.[1] 1875 legte er die pharmazeutische Staatsprüfung ab. 1876 wurde er an der Universität Jena zum Dr. phil. promoviert. Er arbeitete ab 1877 als Assistent an der Technischen Hochschule Braunschweig, wo er sich 1880 mit dem Thema "Zur Kenntnis der Karbonate des Magnesiums" habilitierte und schließlich 1886 zum ordentlichen Professor für Pharmazeutische und Angewandte Chemie ernannt wurde. Im Jahr 1888 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt. Beckurts leitete seit 1899 das Pharmazeutische Institut. Im selben Jahr erhielt er den Titel eines Medizinalrates und wurde 1902 Geheimer Medizinalrat. In den Jahren 1900 bis 1904 und 1912 bis 1914 war er Rektor der TH Braunschweig. Von der TH Dresden erhielt er 1923 die Ehrendoktorwürde. Im Jahre seiner Emeritierung, 1925, wurde er zum Ehrensenator der TH Braunschweig ernannt. Durch Beckurts’ Ruf wurden zahlreiche, auch ausländische Pharmaziestudenten nach Braunschweig gezogen.
Wissenschaftliche Leistung

Beckurts arbeitete auf den Gebieten der Analytik, der Lebensmittelchemie, der Alkaloidchemie und der Toxikologie. Er erarbeitete zahlreiche Methoden zur Arzneimittelprüfung, die Eingang in das Deutsche Arzneibuch gefunden haben. Er setzte sich für die wissenschaftliche Apothekerausbildung ein und verfasste mehrere weit verbreitete pharmazeutische Lehrbücher.
Literarische Wirkung

Er war bekannt mit Wilhelm Raabe, mit dem er in der geselligen Vereinigung der „Kleiderseller“ zusammentraf. Beckurts war Gutachter in einem Streitfall zwischen zwei Müllern und der Rautheimer Zuckerfabrik, die durch Abwassereinleitung in die Mittelriede und die Schunter die Gewässer zum „Umkippen“ brachte, wodurch der Mühlenbetrieb beeinträchtigt wurde. Die Einleitungen wurden durch Beckurts analytisch nachgewiesen. Raabe wurde dadurch zu seinem 1883/84 entstandenen Roman „Pfisters Mühle“ angeregt, in dem sich Beckurts als literarische Figur wiederfindet.

Nach Beckurts ist eine Straße im Braunschweiger Kanzlerfeld benannt.
Werke (Auswahl)

Handbuch der praktischen Pharmazie. Enke, Stuttgart 1887, 1889. (Band 1-2) Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.
Analytische Chemie für Apotheker: mit 80 Holzschnitten u. 2 Taf. 1896 Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.
Grundzüge der pharmazeutischen Chemie. 1912.
Deutsches Arzneibuch / Einführung in das Deutsche Arzneibuch. 1927.
Chemisches Praktikum für Pharmazeuten. Stuttgart, F. Enke, 1927, Zugleich dritte, vollständig umgearbeitete Auflage der Analytischen Chemie für Apotheker.
Die Methoden der Massanalyse. Braunschweig, Vieweg, 1910–13, Zugleich 8. völlig umgearbeitete Auflage von Fr. Mohr’s Lehrbuch der chemisch-analytischen Titriermethode.
Jahresberichte der Pharmazie. (Herausgeber), 1881–1926.
Archiv der Pharmazie. (Herausgeber), 1890–1929.


Quelle
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten