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Borek und der Reichsjägerhof

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Borek und der Reichsjägerhof Empty Borek und der Reichsjägerhof

Beitrag  Luziefer-bs1 am Mi Jul 27, 2011 10:25 pm

Es gibt vieles Interessantes in der Stadt Braunschweig,gerade auf hinsicht uunsere NSZeit.Der Reichsjägerhof ist einer davon,die Geschichte dazu findet Ihr hier.



Reichsjägerhof

Borek und der Reichsjägerhof Reichsjaegerhofani



Der Braunschweigische Ministerpräsident Dietrich
Klagges
sowie der Justiz- und Finanzminister Friedrich
Alpers
versuchten, mit verschiedenen Bauten die Gunst der Reichsführung
zu erlangen. Klagges suchte insbesondere die Freundschaft Görings,
dessen Jagdleidenschaft bekannt war. Er ernannte Alpers zum Gaujägermeister
und ließ als Geschenk für Göring 1934 durch den Architekten
Herzig in der Buchhorst einen "Reichsjägerhof Hermann Göring"
errichten, dem später eine Fasanenzucht und ein "Reichsfalkenhof"
hinzugefügt wurden. Der Braunschweiger Reichsjägerhof sollte,
so die Hoffnungen der Braunschweiger Nationalsozialisten, als Muster für
alle in anderen Gauen zu errichtenden Jägerhöfe dienen.
Am 5. Mai 1935 weihte Göring persönlich das Gebäude ein.
Die "Stiftung Reichsjägerhof", zu der das Klostergut Riddagshausen
mit Teichgelände, die Buchhorst mit dem "Grünen Jäger"
und dem Wildpark mit Fasanerie gehörten, sollte vorrangig für
Tagungen der Gaujägermeister sowie für Staatsjagden zur Verfügung
stehen.

Borek und der Reichsjägerhof GoeringsBesuch
Görings Besuch am 5. Mai 1935 anlässlich der Einweihung des Reichsjägerhofes und der Eröffnung der Jagdausstellung - Fahrt durch die Stadt im offenen Wagen: Ministerpräsident Klagges,
Minister Alpers, Ministerpräsident Göring und Reichsminister Kerrl
In der Presse wurde begeistert von diesem Ereignis berichtet, das von "stürmischem Beifall und frohem Jubel" begleitet gewesen sei (Braunschweiger Tageszeitung vom 6. Mai 1935).
Um den zu erwartetenden Staatsgästen die Fahrt vom Hauptbahnhof zum Reichsjägerhof zu erleichtern, wurden mit hohem Kostenaufwand 1937/ 38 die zuführenden Straßen repräsentativ zu einer Prachtstraße ausgebaut. Der Friedrich-Wilhelm-Platz wurde umgestaltet (und in Adolf-Hitler-Platz umbenannt).
Den Prinzenpark durchschnitt nun eine Autostraße (Hermann-Göring-Allee, heute Ebertallee).
Göring nutzte den Reichsjägerhof allerdings nie als Nachtquartier, auch nicht im Jahr 1938, als er eine große Staatsjagd mit ausländischen Botschaftern in der Buchhorst ausrichten ließ. Göring zog es vor, in seinem Salonwagen der Reichsbahn zu übernachten - zu diesem Zweck wurde eigens ein Gleis vom Braunschweiger Bahnhof zum Reichsjägerhof verlegt.

1955 wurde die Stiftung aufgelöst und ihr Ver-mögen auf die Stadt übertragen. Im Hauptbau des ehemaligen Reichsjägerhofs befindet sich heute eine Einrichtung der Lebenshilfe.


Quelle:
Bein, R.: Zeitzeichen, S. 123 und 132-136;
ders.: Zeitzeugen, Bd. 1, S. 28ff.;
ders.: Erzählzeit.
---------------------------------------------------------------------
Nun die Richard Borek Stiftung hat sich anscheinend zum Ziel gesetzt,die gute alte Zeit nicht untergehen zu lassen.

Arboretum Riddagshausen

Borek und der Reichsjägerhof 100x144.pm0.bgFFFFFF

Das Arboretum (lat. Arbor = Baum) wurde im Jahr 1838 als Forstgarten durch Theodor Hartig gegründet. Hartig war als Professor der neu errichteten forstlichen Abteilung an das Collegium Carolinum in Braunschweig - der heutigen Technischen Universität berufen worden.
Bald nach seinem Amtsantritt beantragte er eine geeignete Fläche für den
forstbotanischen Unterricht, zur Demonstration forstlicher Kulturmethoden sowie zur Anzucht von Pflanzenmaterial für den Staatswald.
Daraufhin wurde ihm eine drei Hektar große Mittelwaldfläche in der Buchhorst bei Riddagshausen zur Verfügung gestellt. In den folgenden Jahren entstand dort eine dendrologische (= baumkundliche) Sammlung in systematischer Anordnung.

Borek und der Reichsjägerhof 308x251.pm0.bgFFFFFF

Durch den Bau der Eisenbahnlinie Braunschweig - Magdeburg im Jahr 1869
ging im südlichen Teil des Forstgartens eine 7500m2 große Fläche verloren.
Zwar wurde der Verlust durch Erweiterung des Gartens am Westrand um eine Fläche von 2300 m2 teilweise ausgeglichen, doch war die Anordnung der dendrologischen Sammlung durch den Flächenverlust erheblich gestört.
Mit der von der Eisenbahnverwaltung geleisteten Entschädigung konnte Hartig die Sammlung durch eine Reihe neuer Exemplare, v. a. Nadelgehölze aus Japan, Vorderasien und dem westlichen Nordamerika, erweitern. Die systematische Anordnung der Gehölze musste jedoch aufgegeben werden.

1878 trat Theodor Hartig aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.
Bereits im Jahr zuvor war die forstliche Abteilung der Technischen Hochschule aufgegeben worden. Der Garten wurde deshalb an die Herzogliche Forstverwaltung zurückgegeben, um ihn für die Anzucht von Forstpflanzen und als forstlichen Versuchsgarten zu nutzen. Außerdem sollte die Erhaltung der dendrologischen Sammlung gewährleistet werden.
Allerdings erhielt die Technische Hochschule das Recht, nach forstlichen Aspekten weniger interessante Pflanzen in den Botanischen Garten Braunschweigs zu überführen. So ging dem Forstgarten wiederum eine Reihe wertvoller Pflanzen verloren.

1883 wurde das Arboretum westlich der Straße von Riddagshausen nach
Klein Schöppenstedt, im heutigen Bereich des Grünen Jägers, um ein 1,1 Hektar großes Acker- und Wiesengrundstück erweitert. Der „alte“ Garten östlich der Straße umfasste damals 2,6 Hektar. Diese Fläche entspricht ungefähr den Ausmaßen, die heute noch zu erkennen sind.

1896 erschien ein Führer durch den Forstgarten mit einer Beschreibung der vorhandenen Gehölze sowie einem Grundriss des Gartens.

1920 fand die Jahresversammlung der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft in Braunschweig statt. In ihrem Tagungsbericht wurde das Arboretum als eine der bedeutensten Baumsammlungen Deutschlands beschrieben.
Die schönsten Exemplare wurden in einer Artenliste erfasst.

1935 wurde der Forstgarten Bestandteil der Stiftung Reichsjägerhof.
Dem Gebäude des Jägerhofes mit seinen Aussenanlagen mussten wertvolle Baumgruppen weichen.

Nach dem Ende des Krieges ging das Arboretum mit dem ganzen Stiftungs-besitz zunächst an das Land Niedersachsen über und wurde 1955 an die Stadt Braunschweig abgegeben. Die Pflege des Forstgartens übernahm die Landesforstverwaltung. Nach ca. 15 Jahren wurde diese Aufgabe der Stadt Braunschweig selbst übertragen.

Nachdem das Arboretum in den letzten Jahrzehnten viel von seinen
ursprünglichen Qualitäten verloren hatte, wurde die Anlage 1998 / 1999
mit Hilfe der Richard-Borek-Stiftung saniert. Durch regelmäßige
Pflegemaßnahmen soll die Anlage in ihrem jetzigen Bestand gesichert und
nach Bedarf durch geeignete Nachpflanzungen ergänzt werden.


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