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Warenhaussturm

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Warenhaussturm

Beitrag  Luziefer-bs1 am So Jul 31, 2011 10:37 pm

Hier wurde schon mal versucht Braunschweiger Geschichte aufzuarbeiten.Aber wie üblich Boykottiert.

Streichvorschlag

* artin Forstenzer (1921-2008[1]), damals 17 Jahre alt, ein Sohn Gustav-Elias Forstenzers, eines der beiden Inhaber des Kaufhauses Adolf Frank, machte kurz nach dem Überfall Fotos von dem Zerstörungen. Diese Bilder existieren noch heute.

IMO ist diese Information marginal / überflüssig - unter Weblinks sind Fotos enthalten; sollten weitere existieren, wäre bestenfalls ein entsprechender Hinweis in der Disku sinnvoll.

Habe die Passage etwas umgeschrieben. ME ist diese Information weder „marginal“ noch „überflüssig“, denn 1. war das Fotografieren solcher „Aktionen“ verboten und dies 2. ganz bestimmt für einen „Juden“, der zudem noch Sohn des geschädigten Eigentümers war. Brunswyk 15:28, 8. Mär. 2008 (CET)

* Abschnitt 5.2 (NACHTRAG + Korrektur: Ich meinte den gesamten Abschnit 5, also auch 5.1 !) gehört nicht zum Lemma, könnte und sollte bei Braunschweig eingearbeitet werden. -Holgerjan 13:27, 8. Mär. 2008 (CET)

Das verstehe ich nicht: Wieso soll dieser Abschnitt, der das Vorgehen der Nazis gegen „jüdische Geschäftsleute“ exemplarisch – und deutschlandweit – verdeutlichen soll in den Artikel Braunschweig „eingearbeitet“ werden? Der „Judenboykott“ fand am 1. April 1933 überall in Deutschland statt – nicht nur in Braunschweig. Brunswyk 15:28, 8. Mär. 2008 (CET)

Mein Fehler oben: Mein Einwand richtete sich gegen den gesamten Abschnitt, also 5.1 + 5.2: 1) Was haben Gewaltsame Amtsenthebung und Inhaftierung des SPD-Oberbürgermeisters Ernst Böhme mit Beteiligung von Dietrich Klagges. und Die Rieseberg-Morde an elf Kommunisten, begannen von der SS und wiederum mit Beteiligung von Alpers und Klagges sowie des SS-Gruppenführers Friedrich Jeckeln mit dem Warenhaussturm zu tun?

Diese „Ereignisse“ dienen der exemplarischen Darstellung, was binnen kürzester Zeit nach der NS-Machtübernahme in Braunschweig passiert ist. Direkt gibt es keine Verbindung, dennoch haben sie mit dem „Warenhaussturm“ in sofern „zu tun“, als sie eine Grundtendenz vermitteln: Braunschweig nahm sehr schnell eine unrühmliche Vorreiterrolle bzgl. des Vorgehens des NS-Regimes gegenüber seinen „Gegnern“ ein: In Stadt und Land Braunschweig schlugen SS-, SA- etc. besonders schnell und besonders brutal zu, um „die Juden“ und politische Gegner (s. Ernst Böhme, Heinrich Jasper, August Merges, Minna Faßhauer, Matthias Theisen etc.) mundtot zu machen bzw. physisch zu beseitigen. Die Braunschweiger NS-Aktionen führten dazu, dass selbst die Berliner NSDAP-Zentrale angesichts der (mit ihr nicht abgestimmten) Gewaltexzesse von „Verhältnissen wie in Neu-Mexiko“ sprach (s. hier). Hintergrund dafür dürften u. a. die pseudo-religiös verbrämten Allmachtphantasien des Braunschweigischen NSDAP-Innenministers und späteren Ministerpräsidenten Dietrich Klagges gewesen sein – s. hier. Das war/ist bereits recht ausführlich in den Artikeln Braunschweig, Geschichte der Stadt Braunschweig und Jüdisches Leben in Braunschweig dargestellt. Folglich erübrigt sich ein Einbau dort. Brunswyk 19:50, 10. Mär. 2008 (CET)

Du hast mich nicht überzeugt. Für mich hat alles dies nichts im Lemma zu suchen. -Holgerjan 16:01, 11. Mär. 2008 (CET)

danke, gleichfalls Brunswyk 16:52, 11. Mär. 2008 (CET)

- 2) Der Judenboykott richtete sich gegen sämtliche jüdische Geschäfte, nicht nur gegen Warenhäuser. Schon vor 1933 waren die Warenhäuser das Hassobjekt der kleinen Geschäftsleute. Das Programm der NSDAP von 1920 richtete sich n i c h t allein gegen jüdische Inhaber, sondern gegen Warenhäuser an sich: "sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibeende" (ISBN 3-596-26084-1 §16 S. 29). Erst Monate nach der Machtergreifung versicherte Hitler hochrangigen Wirtschaftsführern, dass er nicht gegen die arischen Warenhäuser vorgehen werde - sein Parteivolk hingegen bestand lange auf dieser Forderung - nicht Arisierung, Zerschlagung der Warenhäuser. - Diese etwas komplexeren Zusammenhänge solltest du nicht so stark vereinfachen. -Holgerjan 19:30, 9. Mär. 2008 (CET)

In der von mir beschriebenen Aktion „Warenhaussturm“ geht es eindeutig um jüdische Warenhäuser. Ich kann nicht erkennen, wo hier eine „vereinfachte Darstellung“ vorliegen soll. Anderseits: Wir sind doch hier bei Wikipedia: Wenn Du meinst, bestimmte Aspekte des Artikels müssten anders dargestellt bzw. ergänzt werden, dann mach’s doch einfach. ;o) Brunswyk 19:51, 10. Mär. 2008 (CET)

Ich sehe nicht die von dir gezogene direkte Verbindung Warenhaussturm zu Judenboykott: dieser ist regional ausgelöst und auf Warenhäuser begrenzt, jener davon gänzlich unabhängig zentral organisiert und gegen jüdische Geschäfte gerichtet. Es fehlt hingegen der Aspekt, dass, warum und wie lange Warenhäuser (eben auch im arischen Besitz!) von den Nazis eigentlich beseitigt, verstaatlicht und aufgelöst werden sollten. Diese Aufgabenstellung werde ich mal auf meine to-do-Liste setzen (wobei das Beispiel Karstadt mich natürlich hier besonders interessiert)
Für überzogen und nicht belegbar halte ich die behauptete Wirkung, dass erste erzwungene Auswanderungen und „Arisierungen“ zu verzeichnen waren, womit das Ziel der Aktion erreicht wurde. Gruß -Holgerjan 16:01, 11. Mär. 2008 (CET)

einfach mal lesen: Hamburger & Littauer. Brunswyk 16:53, 11. Mär. 2008 (CET)

Wenn Dir hier was nicht gefällt, dann ergänze den Artikel entsprechend. Für mich ist hier jetzt EOD. Brunswyk 16:53, 11. Mär. 2008 (CET)

"Arisierung" Karstadt

Der Zeitpunkt der "Arisierung" des Kaufhauses Karstadt wird aus den Quellen nicht klar. So schreibt R. Bein, Zeitzeugen, Braunschweig 2006, S. 183: "zum Zeitpunkt der Aktion nicht mehr in jüdischem Besitz", wobei mit "Aktion" der Warenhaussturm vom 11. März 1933 gemeint ist. Und weiter R. Bein, Erzählzeit, Braunschweig 2002, S. 112: "...überfielen die Kaufhäuser Hamburger & Littauer, Adolf Frank und auch - "versehentlich" - das für jüdisch gehaltene Kaufhaus Karstadt." (beschrieben wird auch hier der 11. März 1933).--Nerenz 19:30, 9. Mär. 2008 (CET)

"Versehentlich" ist eine Interpretationsmöglichkeit, die man aber in Zweifel ziehen kann (siehe obige Erläuterung dazu)-Holgerjan 12:35, 10. Mär. 2008 (CET)

@Nerenz: Da hat Bein seit 1988 offensichtlich Neues zutage gefördert. Meine „Bein-Quellen“ stammen aus diesem Jahr. Willst Du seine Neuen Erkenntnisse nicht in den Artikel einbauen? Brunswyk 19:51, 10. Mär. 2008 (CET)

@Holgerjan: Ob es sich bei Karstadt nun tatsächlich um ein NS-„Versehen“ oder – wie von Dir angedeutet – Absicht handelte, muss ohne fundierte und reputable Quellen Spekulation bleiben. Du kannst es meinetwegen ja in den Artikel einbauen, aber u. U. kommt irgendjemand und löscht es wegen „Theoriefindung“. Brunswyk 19:52, 10. Mär. 2008 (CET)

Habe folgende Passage bis auf Weiteres entfernt:

* Das Kaufhaus Karstadt wurde bereits am 1. April 1933 „arisiert“[2], d. h., die ursprünglichen, jüdischen Eigentümer wurden von den Nationalsozialisten solange psychisch und wenn notwendig auch physisch unter Druck gesetzt, bis sie ihr Unternehmen an einen „Arier“ verkauften.

Scheint sich ja anders verhalten zu haben, s. weiter oben. Bis zum Gegenbeweis also besser draußen lassen. Brunswyk 20:06, 11. Mär. 2008 (CET)

Materialkiste

Na, dann mach ich hier mal eine Materialsammlung für später auf:

* Detlef Briesen Campus Verlag 2001 ISBN 3593367300

* Galeria Kaufhof Durch das "Gesetz zum Schutz des deutschen Einzelhandels" mit Einschränkungen für Warenhäuser und durch das Verbot für NSDAP-Mitglieder, in Warenhäusern einzukaufen, kommt es zu Umsatzeinbußen. Am 9. Mai 1933 beschließt der gleichgeschaltete neue Stadtrat Pforzheims, dass städtische Betriebe und das Wohlfahrtsamt nichts mehr aus Warenhäusern, Konsumvereinen und jüdischen Geschäften beziehen dürfen.

* abwartende Haltung der NSDAP zu Warenhäusern 1940

* Stichwort Warenhäuser -Holgerjan 22:48, 10. Mär. 2008 (CET)

* Wolf Gruner (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 -1945. Bd. 1., Deutsches Reich 1933 - 1937. München 2008, ISBN 978-3-486-58480-6, Dok. 143, S. 386f

Ein NSDAP - Mitglied protestiert anonym am 26. 11. 1934 bei Berliner Ministerien gegen den gesetzwidrigen Boykott jüdischer Geschäfte in Braunschweig. Er klagt namentlich Dietrich Klagges an und nennt diverse Ämter und NS-Täter, die durch den Boykott den Arbeitsplatz arischer Angestellter gefährden. -Holgerjan 21:36, 20. Mär. 2008 (CET)

Hintergrund

Ich habe nun einen referenzierten Abschnitt eingefügt, der den geschichtlichen Hintergrund des Braunschweiger Warenhaus-Sturms beleuchtet. Wie sich aus den Daten ergibt, ist dieses kein lokal begrenztes Ereignis, sondern in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

Ich schlage nun nochmals vor, die weiteren Absätze kritisch auf Redundanzen und Unstimmigkeiten hin durchzusehen. Vieles des dort gesagten (z. B. letzter Teil von "Wirkungen" und "Weitere Aktionen..") geht vom Thema ab, ist in dieser Kürze zu ungenau und sollte IMO gestrichen werden. -Holgerjan 17:01, 2. Apr. 2008 (CEST)

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