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Pfleger dringend gesucht

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Beitrag  Luziefer-bs1 am Di Aug 02, 2011 1:55 pm

Zehntausende Altenpfleger fehlen in Deutschland schon heute. Und das liegt nicht nur an der miesen Bezahlung.
Berlin. Immer mehr alte Menschen, immer weniger Altenpfleger – die Prognosen der Experten sagen in den kommenden Jahren eine riesige Lücke zwischen Bedarf und Angebot voraus. Bereits heute fehlen in Deutschland rund 30000 Pflegekräfte, sagte der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, gestern in Berlin. Er forderte mit Blick auf die fortschreitende Alterung der Gesellschaft eine rasche Reform der Pflegeversicherung.

Wegen der weiter steigenden Zahl von Pflegebedürftigen werden bis 2025 rund 220000 Pflegekräfte zusätzlich gebraucht. Diese sind aber nicht in Sicht. Neben dem schlechten Image des Berufes machen die oft miese Bezahlung, die starke körperliche Belastung und die ungünstigen Arbeitszeiten die Pflegebranche unattraktiv für Arbeitnehmer. Um die Fachkräftelücke zu schließen, verlangt Verbandschef Meurer eine bessere Aus- und Weiterbildung sowie die Wiederaufnahme der Finanzierung des dritten Umschulungsjahres für Arbeitslose.

Nötig sei auch die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern sowie die unbürokratische Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Einer besseren Bezahlung der Pflegekräfte widersetzen sich nach Darstellung des Verbandes häufig die Pflegekassen und Sozialämter als Kostenträger.

Laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft bieten die Pflegedienste auch langfristig gute Beschäftigungschancen: Bis 2050 sei mit mehr als 2,1 Millionen Stellen zu rechnen. Derzeit sind es 970000. Der Autor der Studie, Dominik Enste, wies darauf hin, dass die Branche bei einem Umsatzvolumen von zuletzt 33 Milliarden Euro mit gut elf Milliarden Euro zum Aufkommen bei Steuern und Sozialabgaben beitrage. (dpa/SZ)

Quelle
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