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Unglaubliche Geschichte der DDR-Flucht läuft erneut im Fernsehen

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Unglaubliche Geschichte der DDR-Flucht läuft erneut im Fernsehen

Beitrag  Luziefer-bs1 am Fr Aug 12, 2011 10:21 am

Es ist die unglaubliche Geschichte einer im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlose Liebe – die Flucht von Catrin Lori aus der DDR im Kofferraum des Autos ihres späteren Ehemanns Dieter Hennecke aus Ölsburg. 2009 sendete Sat.1 Regional eine Mini-Doku über diese spannende Zeit, heute wird die Sendung noch einmal ausgestrahlt.



Ölsburg. Anlass der Wiederholung heute um 17.30 Uhr im Sat.1 Regionalfernsehen ist der 50. Jahrestag des Mauerbaus. „Der Sender hat angerufen und gefragt, ob sie die Doku wiederholen dürfen – und wir haben zugestimmt“, sagt Catrin Hennecke. Und diese unglaubliche Geschichte ist jede Wiederholung wert.

Denn eigentlich wollte Catrin Lori, die damals in Görlitz wohnte, gar nicht raus aus der DDR. Ihre Eltern waren hohe Beamte bei der Staatssicherheit, der Westen galt als Feindesland. Doch dann lernt sie am 7. Oktober 1983 Dieter Hennecke aus Ölsburg kennen, der gerade mit seinen Peiner Tennis-Freunden in einer Kneipe in Leipzig feierte. Der damals 38-jährige Westdeutsche und das 26-jährige DDR-Mädchen kommen ins Gespräch – und verlieben sich sofort.

Zunächst versuchen die beiden noch, gegen ihre Gefühle anzukämpfen, aber schnell wird klar, dass das Paar ihre Liebe leben möchte. „Da kam dann nur eine Flucht infrage“, erinnert sich die heutige Ölsburgerin. Dazu baut Dieter Hennecke zusammen mit einem Bekannten sein Auto so um, dass er seine Catrin über die Grenze schmuggeln kann: Die Kofferraumwand kommt so weit zurück, dass eine Lücke zur Rückbank entsteht. Auch der Tank muss dafür umgebaut werden.

Am 28. Dezember 1984 ist es dann so weit. Kurz vor dem Grenzübergang Hegyeshalom nach Nickelsdorf in Österreich, klettert Catrin Hennecke hinter die Rückwand des Kofferraums und mit Glück bleibt sie von den zwei Grenzbeamten tatsächlich unentdeckt. Kurz hinter der österreichischen Grenze hält Dieter Hennecke das Auto an und „befreit“ seine Catrin aus dem Kofferraum-Versteck. „Wir haben nur noch geschrien vor Erleichterung“, erinnert sich die Ölsburgerin.

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