Braunschweig-aktuell
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Mai 2022
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Hartz IV Überraschungsei Streit in Detmold

Nach unten

Hartz IV Überraschungsei Streit in Detmold Empty Hartz IV Überraschungsei Streit in Detmold

Beitrag  Andy So Dez 04, 2011 11:52 am

m Mai 2010 bangte der Hartz IV Empfänger Stefan J. (23) aus Detmold um seine Sammlung von Überraschungsei Figuren, jetzt haben Gerichte über seinen Fall entschieden.

Hartz IV Überraschungsei Streit in Detmold PresseFotos_459_012

Detmold. Der Überraschungsei Sammler Stefan J. aus Detmold sorgte im Mai 2010 für ein großes mediales Interesse, der Sammler von Überraschungsei Figuren sollte seine Sammlung im Wert von 27,00 Euro verkaufen um weiter ALG2 Leistungen des Jobcenters Lippe pro Arbeit zu erhalten, da gegen Klagte der Sammler nun erfolgreich. Bereits im Juni stellte das Sozialgericht Detmold fest das dem 23-jährigen die Leistungen zu Unrecht versagt wurden, nach einer Berufung seitens des Jobcenters Lippe landete der Fall vor dem Landessozialgericht in Essen, dem höchsten Sozialgericht des Landes Nordrhein-Westfalen, am 21.10.2010 entschied auch diese Instanz für J. Besonders angemerkt wurde die "nicht Einsicht des Jobcenters".


ALG2 Empfänger haben eine Vermögensfreibetrag der nicht annähernd erreicht wurde, auch machte J. freiwillig im Januar dem Bedarfsermittlungsdienst auf, dieser erscheint ohne Termin bei Antragsstellungen und Fragen, hier stellte die Sammlung "kein Problem" laut Behörde dar, erst nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde erhielt der 23-jährige Post, doch diese war für ihn nicht verständlich. So schrieb das Jobcenter Lippe pro Arbeit "er würde einen Verkauf und Ankauf auf seiner Homepage betreiben", diese war allerdings privat und diente nicht zum Verkauf, daraufhin bestätigte der Webanbieter das die Behörde 180x in sechs Wochen auf die Homepage zugegriffen hat, nach dieser Aussage schrieb das Amt erneut den Sammler an und teilte mit "das er keinen Verkauf tätige, aber professionell Informationen zu Überraschungseiern sammelte". Im Frühjahr 2011 wurde das Verfahren abschließend vor dem Sozialgericht in Detmold zu Gunsten des Sammlers abgeschlossen. Über die Sammlung im Wert von 27,00 Euro befand auch ein Experte, der Überraschungsei Händler Rene Büttner aus Chemnitz schätzte den Wert der Sammlung (www.ue-ei-depot.de) - auch vergleiche bei Auktionshäusern kamen vor Gericht zum gleichen Ergebnis wie Büttner.

Laut J. sind alle Verfahren nun abgeschlossen, "ich bin froh das es in Deutschland noch Gerichte gibt die ordentlich prüfen und verhandeln, gerne hätte ich mir aber die zwei anderen Instanzen gespart, leider konnte ich aber gegen den Einspruch des Jobcenters nichts unternehmen." Nach der Frage ob J. gezweifelt hat ob er die Prozesse gewinnt sagt er ein klares Nein. "Ich habe immer an mich und das Recht geglaubt, egal wie viele Falschmeldungen die Presse und Lippe pro Arbeit veröffentlicht haben, ich war immer der Meinung das es ein Recht gibt das man auch irgendwann bekommt. Natürlich ist das nie einfach so eine Zeit zu überstehen, aber sie sehen, es hat sich dennoch gelohnt, schließlich gibt es nun ein Urteil für Menschen die in der gleichen Situation sind." so der Sammler aus Detmold. Für die Figuren aus dem Ei gibt es seit kurzem einen neuen Katalog wie J. mitteilte, der O-EI-A Katalog 2012 ist beim Feiler-Verlag erschienen und beinhaltet alles über die kleine Welt der Sammelfiguren.

Quelle
Andy
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 35970
Anmeldedatum : 03.04.11

Nach oben Nach unten

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten