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Krippen Quote bereitet Kopfzerbrechen

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Krippen Quote bereitet Kopfzerbrechen Empty Krippen Quote bereitet Kopfzerbrechen

Beitrag  checker Fr Feb 03, 2012 9:28 pm

Ab 2013 gilt der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder ab einem Jahr. Doch in manchen Kommunen werden auch dann noch Plätze fehlen.

Nicht mehr lange, dann gilt: Wer sein einjähriges Kind betreuen lassen will, hat einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. So hat es die Bundesregierung im Kinderförderungsgesetz (Kifög) festgelegt. Mit genug Plätzen für 35 Prozent aller Ein- bis Dreijährigen, so die Rechnung des Bundes beim Krippengipfel 2007, sollte der Bedarf gedeckt sein. Das Gesetz sieht vor, dass zwei Drittel der Plätze über Krippenplätze und ein Drittel über Tagespflegestellen abgedeckt werden. Tagesmütter sind nicht daran gebunden, nur Kinder aus ihrer Heimatgemeinde zu betreuen, was eine genaue Erfassung der Betreuungsquote erschwert.

Die Betreuungsquote erfasst die Zahl aller Null- bis Dreijährigen, die tatsächlich betreut werden. Die Versorgungsquote dagegen erfasst die vorhandene Platzzahl in den Kindertagesstätten und Tagespflegestellen. Die Städte erfassen in der Regel nur die Versorgungsquote.

Zudem ist inzwischen klar, dass der Bedarf ganz unterschiedlich ist. Die Städte in der Region reagieren darauf – und haben unterschiedlich stark ausgebaut. In Niedersachsen gab es besonders viel Aufholbedarf: Im Gegensatz zu den alten Bundesländern lag der prozentuale Anteil der in Krippen betreuten Kinder 2006 gerade mal bei 5,1 Prozent. Das Bundesfamilienministerium geht trotzdem davon aus, dass in der Region Braunschweig-Wolfsburg 2013 jedes Kind betreut werden kann. "Die Kommune und das Land stehen in der Pflicht, bedarfsgerecht auszubauen", sagt Sprecherin Katja Laubinger. Sollten sie dies nicht tun, können Eltern ihren Rechtsanspruch ab 2013 bei den Kommunen einklagen. Laubinger kritisierte, dass die Länder dem Bund nicht mitteilten, wo noch Geld benötigt würde.

Die Betreuungskosten für die beiden Kinder (zwei und fünf Jahre alt) einer Musterfamilie (verheiratet, beide arbeiten, Bruttoverdienst von 35.844 Euro) sind sehr unterschiedlich: In Peine zahlen sie mit 363,50 Euro im Monat am meisten, es folgen Gifhorn (313 Euro), Salzgitter (303 Euro), Wolfenbüttel (291,50 Euro), Helmstedt (243,81 Euro) und Braunschweig (112,50 Euro). Am günstigsten ist die Betreuung mit 81 Euro in Wolfsburg.

Das sagen einige Stadtsprecher zur jeweiligen Versorgungsquote:

Wolfsburg will mittelfristig sogar für 60 Prozent der Kinder zwischen ein und drei Jahren einen Krippenplatz anbieten. Vom Land habe die Stadt bislang noch keine Förderung erhalten.

Braunschweig plant, 9,5 Millionen Euro zu investieren, um 2014 auf den Wert von 40 Prozent zukommen. Die Stadt klagt, dass sie für diese Kosten alleine aufkommen müsse.

Gifhorn teilt mit, der Ausbau der Krippenplätze auf 35 Prozent sei nicht möglich. Die Investitionskostenzuschüsse seien erschöpft.

Helmstedt will durch eine Umfrage bei Eltern klären, wie hoch der Betreuungsbedarf ist. Falls nötig, sei ein weiterer Ausbau möglich.

Peine beklagt, dass Bund und Land keine ausreichenden Mittel zum Bau und Betrieb von Kinderkrippen zur Verfügung stellten. Ein Antrag auf zusätzliche Fördermittel sei abgewiesen worden.

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