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Essen für arme Kita- und Schulkinder

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Essen für arme Kita- und Schulkinder Empty Essen für arme Kita- und Schulkinder

Beitrag  checker Di Jul 03, 2012 10:16 am

Vor fünf Jahren wurde in Braunschweig mit unglaublich viel Energie und Engagement der Schulkostenfonds gegründet. Was ist aus dem Fonds geworden?

Essen für arme Kita- und Schulkinder 30508011

Vor fünf Jahren wurde in Braunschweig mit unglaublich viel Energie und Engagement der Schulkostenfonds gegründet: 800.000 Euro brachten Sponsoren und Spender im ersten Jahr auf, um bedürftige Schulkinder zu unterstützen. Was ist aus dem Fonds geworden?

Aktueller Stand

Es gibt ihn noch, den Fonds. Allerdings heißt er inzwischen „Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche“. Derzeit sind knapp 135 000 Euro darin, gespendet von Privatpersonen und Unternehmen.

Verwaltet wird er von der Stadt Braunschweig, über die Verwendung der Gelder entscheidet der Beirat Kinderarmut. Im laufenden Jahr wird unter anderem das Frühstücksangebot der Hauptschule Sophienstraße unterstützt, die vom Land ausgezeichnete „Chillküche“. 45 000 Euro erhalten zudem die Schulen, um bedürftige Kinder unbürokratisch zu unterstützen.

Und ganz neu: Auch die Kitas profitieren vom Fonds, an sie gehen in diesem Jahr 20 000 Euro. „Die Kindertagesstätten setzen die Mittel nach Bedarf ein, zum Beispiel, um das Frühstück im Kindergarten um ein paar gesunde Zutaten aufzustocken“, erklärt Rainer Schubert. Er ist Mitarbeiter im Sozialreferat der Stadt und Sprecher des Präventionsnetzwerks gegen Kinderarmut.

Der Bedarf

In den letzten Jahren habe sich die Situation betroffener Familien zwar leicht entspannt, erklärt Schubert: Empfänger von Arbeitslosengeld II können für ihre Kinder Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragen, zudem erhalten sie pro Jahr 100 Euro für Schulmittel, gesplittet in zwei Raten. „Aber damit sind nicht alle Probleme gelöst“, sagt Schubert – vielmehr fehle es noch immer an allen Ecken.

Ein paar Euro für Bastelmaterial, Schulausflug, Mittagessen – selbst geringe Beträge bedeuten für finanzschwache Familien schnell ein Problem. Auch die Kinder quäle dies, erklärt Christiana Reinsch, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter: „Sie wollen ihre Eltern nicht belasten, weil sie um die finanzielle Situation zu Hause wissen.“

Schubert betont: „Wir sind weiterhin dringend auf Spenden angewiesen, sonst ist der Fonds schon im nächsten Jahr erschöpft.“ Eine große Wirkung hätten Aktionen wie die, die jüngst ein Braunschweiger Möbelhaus organisierte: Zehn Prozent der Tageseinnahmen gingen an den Fonds, und das waren immerhin fast 15 000 Euro. „Das ist eine riesengroße Hilfe“, so Schubert.

Der Beginn

Den Stein ins Rollen gebracht hat laut Schubert vor fünf Jahren ein Artikel in unserer Zeitung (siehe Ausriss). Es ging um die damals neue Mensa des Schulzentrums Volkmarode und darum, dass viele Kinder kein Geld für ein Mittagessen hätten. Über diesen Bericht, gibt Rainer Schubert zu, habe er sich zuerst sehr geärgert – über das, was der Bericht auslöste, habe er sich dann aber gefreut. Das Thema schlug hohe Wellen, sorgte für viel Diskussion in der Stadt, und am Ende stand eben jener Schulkostenfonds. 800 000 Euro spendeten Unternehmer und Privatpersonen im ersten Jahr – finanziert wurden davon nicht nur Mensaessen, sondern auch Schulmaterial für bedürftige Kinder.

Die Armut

Ein eifriger Sammler für den Fonds ist nach wie vor Braunschweigs früherer Propst Armin Kraft, der jedes Jahr rund 50 000 Euro „zusammentrommelt“ für diese gute Sache. Seit fünf Jahren ist er Beauftragter der Stadt in Fragen der Kinderarmut und weiß: Es kann ganz schnell gehen mit der Armut.

So wie bei jenem Mann aus Braunschweig, der sich nach der Scheidung allein um seinen Sohn kümmern musste. Dann war er nicht nur die Frau, sondern plötzlich auch noch den Job los – und irgendwann wurden Wasser und Strom abgestellt, weil die Rechnungen nicht bezahlt worden waren. Nicht einmal die Toilette funktionierte noch.

Es sind Fälle wie dieser, die Armin Kraft zu Genüge kennt. Es ärgert ihn deshalb maßlos, wenn er Kommentare hört wie „die sind doch selber Schuld“ oder auch „Armut gibt es bei uns nicht“. Denn er weiß: Eine Scheidung, ein Verkehrsunfall oder auch eine Krankheit können das Leben blitzschnell verändern und das Abrutschen in die Armut einleiten.

Service:

Spenden für den „Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche“ können überwiesen werden auf das Konto der Stadt Braunschweig mit der Nummer 199919994, Bankleitzahl 25050000. Quittungen für Spenden werden ausgestellt, sobald die Zuwendungen wie vorgeschrieben vom Rat bewilligt wurden.

Quelle

Nah da schau her und wir dachten es gibt keine Armut in Braunschweig!

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