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Autobahnen in São Paulo blockiert - Fahrpreiserhöhung rückgängig gemacht

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Autobahnen in São Paulo blockiert - Fahrpreiserhöhung rückgängig gemacht Empty Autobahnen in São Paulo blockiert - Fahrpreiserhöhung rückgängig gemacht

Beitrag  checker Mi Jun 19, 2013 11:07 pm

Hunderttausende von Demonstranten in Brasilien haben die Rücknahme der umstrittenen Preiserhöhungen im Nahverkehr erreicht. In São Paulo blockierten Protestierende verschiedene Autobahnen sowie eine zentrale städtische Verbindungsachse.

In ganz Brasilien sind am Mittwoch wieder Zehntausende von Menschen aus Protest gegen soziale Missstände und die Verschwendung von Steuergeld auf die Strasse gegangen. In mehreren Städten fanden am Mittwochabend weitere Protestaktionen statt. In São Paulo blockierten Manifestanten verschiedene Autobahnen sowie eine zentrale städtische Verbindungsachse, die unter anderem zum Stadtflughafen führt. Es entstand ein enormes Verkehrschaos. In Niterói bei Rio de Janeiro unterband die Polizei den Versuch, die Niterói-Brücke zu blockieren, die für den Verkehr der Metropole von zentraler Bedeutung ist.
Unter dem Eindruck der landesweiten Massenproteste vom vergangenen Montag kündigten die Städte São Paulo und Rio de Janeiro am Mittwochabend an, die Preiserhöhung für Bus, Bahn und Metro wieder rückgängig zu machen. Der Schritt sei jedoch mit Einsparungen in anderen Bereichen verbunden.
Zuvor hatten bereits acht andere brasilianische Städte eine Senkung der Billettpreise beschlossen, darunter die Metropolen Recife und Porto Alegre. Die Preissenkungen bewegen sich zwischen 5 und 20 Centavos (2 bis 9 Rappen) pro Einzelfahrt. Damit kommen die Städte einer der zahlreichen Forderungen der Manifestanten entgegen. Die Preiserhöhung war der Auslöser der Protestwelle, die vor zwei Wochen mit einer kleinen Kundgebung in São Paulo begann.
Weitere Demonstrationen geplant
Vor allem das Einlenken der Behörden kommt überraschend. Dahinter dürfte auch politisches Kalkül stecken. Eine in São Paulo durchgeführte Meinungsumfrage zeigt, dass inzwischen 77 Prozent der Stadtbevölkerung hinter den Protesten stehen. Vor knapp einer Woche waren es 55 Prozent. Ob die Beibehaltung der alten Fahrpreise der Protestbewegung den Wind aus den Segeln zu nehmen vermag, ist höchst fraglich. Zwar haben sich die Proteste an den Preisen im öffentlichen Verkehr entzündet, doch richten sie sich ganz generell gegen die Ausgabenpolitik des Staates, die Verschwendung im Rahmen der WM-Vorbereitungen und die Korruption im Lande. Verschiedene hinter dem Protest stehende Bewegungen haben denn auch angekündigt, die auf Donnerstag angesetzten Demonstrationen in São Paulo und Rio de Janeiro nicht abzusagen. Es wird mit mehreren zehntausend Teilnehmern gerechnet.
Auch die Bundesregierung macht sich Gedanken, wie sie mit den Protesten umgehen soll, und versucht zu beschwichtigen. Präsidentin Dilma Rousseff sagte am Mittwoch, die Regierung habe verstanden, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung sich verändert hätten, und wolle den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung verbessern. Tags zuvor hatte sich die Präsidentin mit ihrem Vorgänger Lula da Silva und dem bekannten Kommunikationsberater João Santana getroffen. Beide sollen ihr geraten haben, nicht in der Defensive zu bleiben, sondern aktiv den Dialog zu suchen. Gleichzeitig sorgt sich die Regierung um die Sicherheit. Um die Sicherheit an den Spielorten des Konföderationen-Cups zu gewährleisten, hat sie den Einsatz von Polizeieinheiten der Nationalgarde beschlossen.
Zusammenstösse zwischen Demonstranten und der Polizei
Derweil gehen die Demonstrationen weiter. Nachdem sich am Dienstagabend 50 000 Demonstranten in der Innenstadt von São Paulo versammelt hatten, setzten sich die Proteste am Mittwochvormittag in der Peripherie der Metropole fort. Tagsüber kam es zu einem Protestmarsch in Fortaleza, wo das Fussballspiel zwischen Brasilien und Mexiko stattfand. In Stadionnähe prallten die Demonstranten mit der Polizei zusammen, die Tränengas und Gummischrot einsetzte. Mindestens 18 Personen wurden verletzt. Nach Aussage eines europäischen Fotojournalisten sollen Fotografen unter Gewaltandrohung daran gehindert worden sein, die Szenen zu fotografieren.

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