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Ludwig Mies van der Rohe ( Ehrendoktorwürde der TU Braunschweig )

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Ludwig Mies van der Rohe ( Ehrendoktorwürde der TU Braunschweig ) Empty Ludwig Mies van der Rohe ( Ehrendoktorwürde der TU Braunschweig )

Beitrag  Andy Do Nov 09, 2017 8:30 pm

Ludwig Mies van der Rohe (* 27. März 1886 in Aachen; † 17. August 1969 in Chicago; eigentlich Maria Ludwig Michael Mies) war ein deutsch-amerikanischer Architekt.

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Briefmarke, im Hintergrund die Neue Nationalgalerie

Mies van der Rohe gilt als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne. Mit den Mitteln der technischen Zivilisation wollte er diese architektonisch ordnen und repräsentieren. Seine Baukunst gilt dem Ausdruck konstruktiver Logik und räumlicher Freiheit in klassischer Form. Dafür entwickelte er moderne Tragstrukturen aus Stahl, die eine hohe Variabilität der Nutzflächen und eine großflächige Verglasung der Fassaden ermöglichten. Dieses Konzept war so rational und universal, dass es auf viele zeitgenössische Architekten einen außerordentlich großen Einfluss ausübte (siehe auch International Style) und bis heute, den technischen Innovationen entsprechend, immer weiterentwickelt wurde. Das Verhältnis von Proportion, Detail und Material in seinem Werk sowie die einmaligen Raumschöpfungen der Jahre in Berlin hatten ebenfalls große Wirkung. Berühmt wurde er auch als Vertreter des Minimalismus in der Architektur, ausgedrückt durch die Formel „Weniger ist mehr“.

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Barcelona-Pavillon, Barcelona 1929 (Rekonstruktion 1986)

Biographie
Kindheit in Aachen

Maria Ludwig Michael war der jüngste Sohn des Aachener Steinmetzmeisters Michael Mies (1851–1927) und seiner Frau Amalie (geb. Rohe, 1843–1928). Er wuchs mit seinem Bruder und seinen beiden Schwestern in einfachen katholischen Verhältnissen auf und besuchte nach der Grundschule drei Jahre lang die Domschule in Aachen.
Berufsausbildung in Aachen

Er bereitete sich von 1899 bis 1901 an der Gewerbeschule Aachen (heutiger Name: Mies-van-der-Rohe-Schule, Berufskolleg für Technik der StädteRegion Aachen) und als Maurerlehrling bei einem Bauunternehmen auf das Berufsleben vor.

Seine erste Anstellung bekam er anschließend als Zeichner für Stuckornamente. Schon im Betrieb seiner Eltern, wo er gelegentlich bei der Herstellung von Natursteinbauteilen und Grabmalen mitarbeitete, war sein Zeichentalent aufgefallen. Zeichnen wurde auch auf der Gewerbeschule ausführlich unterrichtet, und die tägliche Arbeit an den Ornamenten verbesserte seine Fähigkeiten auf diesem Gebiet weiter.

1904 wechselte Mies als Zeichner zum Aachener Architekten Albert Schneiders,[1] der die örtliche Bauleitung für ein Projekt eines Berliner Büros innehatte. Hier lernte er den Berliner Architekten Dülow kennen, der ihn aufforderte, in die Hauptstadt zu gehen, und ihm half, eine Stelle bei John Martens im Hochbauamt Rixdorf bei Berlin (heute Berlin-Neukölln) zu bekommen. 1905 verließ Ludwig Mies Heimatstadt und Familie. Seine Herkunft sowie der Sinn für Material und Handwerk wurden später in seiner Architektur evident.
Lehrjahre in Berlin
Noch im selben Jahr bewarb sich Mies mit Erfolg bei Bruno Paul, der gerade von München nach Berlin gekommen war. Mies arbeitete bei ihm zum ersten Mal an Möbelentwürfen und besuchte seine Vorlesungen auf der Kunstgewerbeschule Berlin und der Hochschule für bildende Künste. Auch begegnete er hier dem Ehepaar Riehl, das ein neues Wohnhaus bauen und für die Planung ein Nachwuchstalent fördern wollte. Durch die Vermittlung eines Kollegen fiel die Wahl auf Mies, und mit dem Wohlwollen Pauls errichtete er vollkommen selbständig 1907 sein Erstlingswerk: das Haus Riehl in Babelsberg im Stil der von Paul gelehrten Reformarchitektur der Münchner Schule. Es wurde von der Fachpresse freundlich aufgenommen, die Gartengestaltung übernahm der bedeutende Reformgärtner Karl Foerster. Vorher hatte er noch mit seinem Kollegen auf Initiative und mit Unterstützung der Riehls eine sechswöchige Studienreise nach Italien (Florenz, Rom, Vicenza) unternommen. Aus der Beziehung zu seinen Bauherren wurde in den folgenden Jahren eine Mies sehr förderliche persönliche Freundschaft. Hierbei lernte er auch seine spätere Frau Ada Bruhn kennen, die mit ihrer Freundin, der Tänzerin Mary Wigman, in der bedeutenden Gartenstadt Hellerau wohnte. Mies besuchte daher auch mehrfach Hellerau und wurde gewiss vom tessenowschen Festspielhaus, dessen futuristischen Bühnenbild und dem Reformgeist dieser Stätte beeinflusst. Hierdurch entstanden sicher auch seine Kontakte zum Monte Verità in der Schweiz, der Wiege der Alternativbewegungen oder Moderne für den er 1927 einen Entwurf für das Lebensreform-Hotel schuf. Der Nietzschespezialist Alois Riehl wird bei seinen Lesekreisen in seinem Haus, dem sogenannten Klösterli, dem jungen Mies sicher auch philosophische Impulse vermittelt haben und verhalf ihm mit vielen namhaften Gästen zu seinem frühen Karrierestart.

1908 folgte Mies einer Empfehlung seines Bürochefs und wechselte zu Peter Behrens, wo er an bedeutenden Großprojekten seine professionellen Fähigkeiten weiterentwickeln konnte. Darüber hinaus begann jetzt aber auch die intensive intellektuelle Auseinandersetzung mit Architektur überhaupt. Behrens selbst gehörte zur Avantgarde und es war kein Zufall, dass auch Walter Gropius bei ihm arbeitete. Die Exkursionen mit Kollegen zu den Bauten von Karl Friedrich Schinkel und die Ausstellung der Arbeiten von Frank Lloyd Wright in Berlin 1910 hinterließen ebenso bleibende Eindrücke. 1911 realisierte Mies, wieder im Alleingang, sein zweites Gebäude: Haus Perls in Berlin-Zehlendorf (Neoklassizismus). Im selben Jahr wurde er von Behrens von der Bauleitung für den Neubau der Deutschen Botschaft in Sankt Petersburg abgezogen und mit der Projektleitung für die private Wohn-Museums-Anlage Kröller-Müller in den Niederlanden betraut. Das Projekt kam über die Planung nicht hinaus, weil sich die Bauherren mit Behrens nicht einigen konnten und den Auftrag zurückzogen. Mies aber schlugen sie vor, einen eigenen Entwurf auszuarbeiten.

So verließ er 1912 das Büro Behrens und folgte einer Einladung nach Den Haag, wo er als Gast seiner Bauherren einen neoklassizistischen Gebäudekomplex erarbeitete. Allerdings war auch Hendrik Petrus Berlage um einen Entwurf gebeten worden, der dann am Ende den Zuschlag erhielt. Mies hat später immer wieder darauf hingewiesen, wie lehrreich und wertvoll dennoch die Bekanntschaft mit Berlages Materialbehandlung und konstruktiver Logik für ihn gewesen sei. Auch Berlages theoretische Arbeiten wurden von ihm sehr geschätzt.

Mies kehrte 1913 nach Berlin zurück und heiratete im April seine Freundin Adele Auguste (genannt Ada) Bruhn (1885–1951, Fabrikantentochter und Tänzerin). Er eröffnete ein Architekturbüro und erhielt den Auftrag für ein Wohngebäude in Zehlendorf, das für die nächsten zehn Jahre das erste in einer Reihe seiner eher klassischen Villen im Reformstil für großbürgerliche Bauherren war. Zwischen 1915 und 1917 baute er für die Freundin von Frau Riehl und ihren Mann, den Mitinhaber der Deutschen Bank Franz Urbig, eine Walmdachvilla in Anlehnung an Schinkel. Im Inneren schmücken große, leicht mystische Wandgemälde mit Landschaftsbildern des Potsdamer Kunstmalers Fritz Rumpf den Hauptsaal, das Musik- und Empfangszimmer. Das von Urbig so genannte Haus Seefried verfügt außerdem über einen Turnsaal, ein Gärtnerhaus in der Gartenanlage mit eigenem Bootsanleger am Griebnitzsee. Bekannt ist das Gebäude auch als „Churchill-Villa“, da 1945 während der Potsdamer Konferenz Winston Churchill hier wohnte.[3]

Vor und während des Ersten Weltkriegs bekam seine Frau Ada drei Töchter, darunter Georgia van der Rohe. Er selbst wurde im Herbst 1915 in die Armee einberufen und in verschiedene Baukompanien in Frankfurt am Main, Berlin und Osteuropa abkommandiert. An Kämpfen nahm er nicht teil, und Anfang 1919 kehrte er nach Berlin zurück. In den folgenden Jahren geriet seine Ehe in eine tiefgreifende Krise, und 1921 trennte sich das Paar in gegenseitigem Einvernehmen. Im folgenden Jahr erweiterte er seinen Nachnamen um die Herleitung „van der“ und den Geburtsnamen seiner Mutter zu „Mies van der Rohe“.

Weiteres zu seinem wirken und schaffen im Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Mies_van_der_Rohe
Andy
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