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Die Edel AG

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Beitrag  checker So März 18, 2018 10:47 am

Die Edel AG ist ein deutsches unabhängiges Medienunternehmen mit Sitz in Hamburg. Als Label- und Verlagsgruppe betreibt es auch Marketing und Vertrieb für Künstler und kleinere Musiklabel. Das Repertoire der Edel-Labels umfasst Dance-, Rock- und Popmusik bis zu klassischer Musik und einen Kinderkatalog.

Die Edel AG  178px-Edel_AG_Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005649503
Gründung 1986
Sitz Neumühlen 17, 22763 Hamburg, Deutschland
Leitung Michael Haentjes, Jonas Haentjes
Mitarbeiter 1073 (2016/17)
Umsatz 198,1 Mio. EUR (2016/17)
Branche Entertainmentanbieter
Website edel.com

Neben dem Aufbau und der Vermarktung von Musik befasst sich der Konzern auch mit der Herstellung, Logistik und Distribution von CDs, DVDs, Schallplatten, Musikkassetten und Büchern am Produktionsstandort der Tochterfirma optimal media GmbH in Röbel/Müritz sowie mit Dienstleistungen im Online-Bereich und im Buchgeschäft.

Konzernentwicklung

Edel wurde 1986 vom heutigen geschäftsführenden Vorstandsmitglied und dem Mehrheitsaktionär Michael Haentjes als Ein-Mann-Unternehmen unter dem Namen "edel" Gesellschaft für Produktmarketing mbH gegründet[1] und befasste sich zunächst ausschließlich mit dem Mailorderversand für Filmmusik. 1992 wurde der Firmenname in "edel Company" Music GmbH geändert. Das Unternehmen wuchs stetig und verzeichnete im Jahr 1995 mehr als 150 Millionen DM Umsatz.[2]

Im Jahr 1998 folgte unter dem neuen Firmennamen edel music AG der Börsengang (WKN 564950) und das Listing am Neuen Markt. Die erste Börsennotierung lautete auf 101 DM. Der Börsengang brachte dem Unternehmen brutto knapp 60 Mio. DM Kapitalzufluss.[1] Im Rahmen einer globalen Strategie wurden Beteiligungen im Ausland erworben, zum Beispiel die PIAS-Group in Belgien, in welche die ebenfalls von Haentjes 1997 gegründete Connected Music Vertrieb GmbH überging[3], und Eagle Rock in Großbritannien. 2000 wurde über eine Milliarde DM Konzernumsatz erzielt.

Im Zusammenhang mit der allgemeinen Krise des Musikgeschäfts, dem Zusammenbruch des Neuen Markts und durch die hohen Kosten der Integration der hinzugekommenen Unternehmen folgte 2001 eine Krise, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdete. 2002 setzte Edel gemeinsam mit Roland Berger Strategy Consultants ein umfangreiches Konzernsanierungsprogramm um. Firmenteile und Beteiligungen wurden abgestoßen und verlustreiche Gesellschaften geschlossen.

Von über 1700 Mitarbeitern verblieben etwa 750 im Unternehmen. Durch diese Konsolidierung und dank des stabilen Geschäfts der Herstellertochter optimal konnten wieder positive Geschäftszahlen erreicht werden.[4]

Zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2001 (30.09.) wechselte Edel von der Notierung im Neuen Markt zum Geregelten Markt/General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, der 2007 in den Regulierten Markt überging.[1]

Im Februar 2007 übernahm die edel music AG die Buchsparte von Pabel-Moewig mit Kochbüchern, Ratgebern, Rätselbüchern, Kinderbüchern und einigen Lizenzen wie den Silberbänden der Science-Fiction-Reihe Perry Rhodan und erweiterte so seine mediale Sparte.[5]

Auf der Hauptversammlung im Mai 2007 wurde beschlossen, den Zusatz „music“ im Firmennamen zu streichen. Die Gesellschaft firmierte danach bis 2010 unter „edel AG“. Im Dezember 2009 wurde die Notierung im Regulierten Markt widerrufen. Die Aktie wird seitdem im Freiverkehr an der Frankfurter Börse gehandelt. 2010 übernahm Edel die ZS Verlag GmbH München. Im Januar 2011 änderte sich die Schreibweise des Firmennamens in „Edel AG“.[6]

2010 hat die Edel AG 75 % des damaligen ZS Verlags übernommen, im Oktober 2014 folgten die restlichen 25 %.[7]

Im März 2011 erwarb die Edel AG endgültig die Auswertungsrechte für die TV- und Kinofilme um die Trickfilmfiguren Pettersson und Findus von der insolventen TV-Loonland AG.[8]

Im Oktober 2012 hat die Edel AG 100 % der Anteile an Brilliant Classics B.V. erworben. Brilliant Classics ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der klassischen Musik. Das in Leeuwarden (NL) ansässige Label verkauft seine Produkte über ein weltweites Netz an Vertriebspartnern.[9]

Seit Oktober 2015 hält Edel 75 % der Pandastorm Pictures GmbH.[10]

Im März 2016 übernahm Jonas Haentjes, der Sohn des Firmengründers, bei der Edel AG die Position Director Corporate Development.[11][12] Seit Dezember 2017 führen Michael Haentjes und Dr. Jonas Haentjes die Edel AG gemeinsam als Co-CEOs, zusätzlich wurde Dr. Jonas Haentjes in den Vorstand der Edel AG berufen. [13]

Dem Aufsichtsrat der Edel AG gehören Markus Conrad, Christian Schantz sowie Joel Weinstein an.[14]
Geschäftsbereiche

Quellen: Geschäftsbereiche[15] Anteile[16]

Edel Germany GmbH mit den Bereichen Edel:Kultur, Edel Books, Eden Books, Edel:Motion, Edel:Kids, Edel:Kids Buch. Edel:Distribution, earBOOKS und earMUSIC.

Die Edel AG hält 100 % der Anteile der Edel Germany GmbH.

optimal media GmbH mit den Bereichen Produktion und Vertrieb von Ton- und Datenträgern, Produktion und Vertrieb von Büchern.

Die Edel AG hält 100 % der Anteile der optimal media GmbH.

Kontor Records GmbH, Dance-Label mit den Marken Kontor Top Of The Clubs und Kontor House of House.

Die Edel AG hält 66,80 % der Anteile der Kontor Records GmbH.[17]

Kontor New Media GmbH mit den Bereichen Mobile Entertainment, Internet und Digitale Distribution.

Die Edel AG hält 100 % der Anteile der Kontor New Media GmbH.

ZS Verlag GmbH, Münchener Buchverlag seit 2010.

Die Edel AG hält 100 % der Anteile der ZS Verlag GmbH.[7]

Die Edel AG hält 75 % der Anteile der Pandastorm Pictures GmbH.[10]

Die Edel AG hält 100 % der niederländischen Brilliant Classics B.V.[9]
Umsatzentwicklung

Die Umsatzangaben wurden den Geschäftsberichten der Edel AG 1986–2016 entnommen. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober bis 30. September.[4] Die Angaben der Jahre 1986–2001 sind aus DM-Angaben in Euro umgerechnet.

1986 >0,5 Mio EUR
1987 0,6 Mio EUR
1988 1,2 Mio EUR
1989 3,2 Mio EUR
1990 10,0 Mio EUR
1991 18,5 Mio EUR
1992 32,5 Mio EUR
1993 45,4 Mio EUR
1994 71,9 Mio EUR
1995 82,8 Mio EUR
1996 88,2 Mio EUR
1997 103,3 Mio EUR
1998 125,5 Mio EUR
1999 225,5 Mio EUR



2000 591,5 Mio EUR
2001 348,5 Mio EUR
2002 160,7 Mio EUR
2003 138,1 Mio EUR
2004 139,3 Mio EUR
2005 153,4 Mio EUR
2006 137,1 Mio EUR
2007 138,6 Mio EUR
2008 146,5 Mio EUR
2009 135,0 Mio EUR
2010 129,7 Mio EUR
2011 137,4 Mio EUR
2012 146,9 Mio EUR
2013 155,7 Mio EUR



2014 160,4 Mio EUR
2015 168,3 Mio EUR
2016 180,2 Mio EUR
2017 198,1 Mio EU

Quelle
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