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„Uns fehlt eine Perspektive“

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Beitrag  Luziefer-bs1 Do Aug 04, 2011 9:15 am

Waggum leidet unter hohem Durchgangsverkehr – Kommt am Flughafen die Ostumfahrung?

„Uns fehlt eine Perspektive“ Die_bauarbeiten_fuer_den_flughafen

Braunschweig. Seit die Grasseler Straße wegen des Flughafen-Ausbaus geschlossen wurde, rauscht der Verkehr aus Nord-Ost durch Waggum. Anwohner, wie Kai Stilke, machen sich Sorgen.

„Wir möchten den Ort vom Durchgangsverkehr entlasten“, sagt der Waggumer. Seit der Schließung der Grasseler Straße gebe es aus nord-östlicher Richtung nur noch eine Verbindung über die Forststraße nach Süden in das Zentrum der Stadt. „Wir befürchten, dass die Situation über Jahre so bleibt“, schildert Stilke. Ihm fehlt eine zeitliche Perspektive.
Deshalb hat der SPD-Kommunalpolitiker jetzt den Landtagsabgeordneten Klaus-Peter Bachmann um „Schützenhilfe“ gebeten. Der wiederum hat eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

Es ist Mittag. Pkw um Pkw, dazu Tanklaster und Motorräder schieben sich durch Waggum. Auf der Durchgangsstraße wird zusätzlich geparkt. „Die enge Kurve ist zum Nadelöhr geworden“, sagt Kai Stilke. Die Verkehrssituation sei gefährlich, sagt er als Anwohner und spricht damit auch für andere Bürger. Er weist auch auf die Bushaltestelle an der stark befahrenen Straße hin: „Morgens gehen dort die Kinder über die Straße“, schildert Stilke, und fragt: „Muss denn erst etwas passieren?“

Verkehr verdreifacht

Mitte November vergangenen Jahres wurde die Grasseler Straße gesperrt wegen der Bauarbeiten zur Start- und Landebahnverlängerung des Flughafen. Die Straße ist mittlerweile „aufgehoben“ worden, das heißt, offiziell ist sie nicht mehr existent.
Für den Verkehr aus Nord-Osten war die Grasseler Straße eine wichtige Verbindung Richtung Innenstadt. Autos aus dem südlichen Landkreis Gifhorn, vor allem aus Bevenrode und Grassel, führen jetzt durch Waggum, sagt Kai Stilke. Als Anwohner hat er die Verkehrsentwicklung beobachtet: „Der Verkehr hat sich deutlich erhöht, ich würde sagen verdreifacht.“
Auf der Bienroder Straße/Rabenrodestraße, der Durchgangsstraße Waggums, gilt Tempo 30. Es gibt auch Markierungen auf der Fahrbahn. Doch viele Autofahrer achten kaum darauf, wie vor Ort zu beobachten ist. Ein dunkler Geländewagen zieht vorbei – und fährt deutlich schneller als vorgeschrieben.
„Wir gehen davon aus, dass wir auf Jahre mit dieser Situation konfrontiert sind“, sagt Kai Stilke, „ein Planverfahren für eine Ostumgehung des Flughafens würde wieder Jahre dauern.“
Bei einer Einwohnerversammlung stellte die Stadtverwaltung im Juni 2010 ein Gutachten zur künftigen Verkehrslösung vor. Demnach gibt es drei Varianten. Die Kostengünstigste führt auch künftig direkt durch Waggum über Bienrode. Es würde Schallschutz installiert. Variante zwei brächte eine Entlastung Waggums, die Strecke würde südlich um den Ort herumführen: „Das Wohngebiet würde entlastet werden“, sagt Kai Stilke. Er favorisiert diese Lösung.

Drei Varianten

Dritte und teuerste Möglichkeit ist die Ostumgehung des Flughafens. Diese Variante hat der Rat der Stadt befürwortet. Welche Lösung kommt, erarbeitet die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die hätte sich „im Interesse der Bürger schon längst äußern können“, sagt der Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Bachmann (SPD), „wenigstens dazu, welche Variante zurzeit geprüft wird.“ Aus Sicht des Politikers befindet sich die Landesbehörde im Verzug. Schließlich sei das Gutachten bereits 2010 vorgestellt worden.
„Um das Schweigen zu beenden“, sei er nun den Weg der kleinen Anfrage gegangen, sagt Klaus-Peter Bachmann. „Die Landesregierung hat maximal zwei Monate Zeit, die Anfrage zu beantworten“, erläutert Bachmann. Er rechne noch vor der Kommunalwahl mit einer Antwort.

Quelle

Das Schlimme ist , dass es nicht nur Waggum an den Kragen geht,sondern auch die Leiharbeiter in der Zulieferbetrieben von VW und das ist nur der Anfang vom Ende.
Jetzt schon sind Leute gekündigt worden und es werden noch mehr.
Aber nicht zuvergessen die Waggumer die zum einen abgeschnitten worden sind und zu dem auch noch Wertverlouste Ihrer Immobilien hinnehmen müssen.
Davon mal abgesehen der Lärm und das Verkehraufkommen in der Ortschaft selber und das was dann noch auf der A2 folgt.
Da dürften die Dorfsirenen ein paar mal mehr heulen,wenn der Airport steht.
Kosten für diesen Blödsinn bezahlen natürlich die Braunschweiger Bürger und das nicht zu ( Fritz) Knapp, denn den Mittelstand in der Innenstadt ist auch schon völlig zum erliegen gekommen.
Ein teurer Spaß für alle,außer natürlich für VW.

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