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Wenn das Essen zum Problem wird

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Wenn das Essen zum Problem wird

Beitrag  checker am Di Apr 24, 2012 7:18 am

Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben sich zum gemeinsamen Kochen getroffen. Denn Essen, das ist ein heikles Thema für sie.



Wer kennt das nicht: Ein langer Tag liegt hinter einem, der Hunger ist groß. Man macht sich keine Gedanken, holt schnell was zu essen. Pizza? Currywurst? Alles egal, Hauptsache es macht satt.

Doch diese einfache Bedürfnisbefriedigung ist nicht allen vorbehalten. Die meisten Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen können nicht einfach irgendetwas essen, sollten es nicht tun. Sie würden unglaubliche Schmerzen riskieren.

Neun Mitglieder der deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) haben sich nun zum zweiten Mal getroffen, um gemeinsam zu kochen (wir berichteten). Diesmal in der Lehrküche der AOK unter der Anleitung von Diätassistentin Birgit Weber-Stimming. Auf dem Plan steht: leichte Kost.

„Das, was vertragen wird und was nicht, ist sehr individuell“, sagt die Diätassistentin. Grundsätzlich gelte aber, schwer verdauliche Dinge wie Hülsen- und Trockenfrüchte sollten vermieden werden. Ebenso fettige Gerichte. Gut sind leicht verdauliche Gemüse wie Zucchini oder Möhren, mageres Fleisch sowie hochwertige Öle.

Essen ist für die meisten Betroffenen ein heikles Thema. Einerseits zehren die nicht heilbaren chronischen Darmentzündungen an der Kraft, andererseits kann diese nur durch Essen wiedererlangt werden.

Eine Ernährungs-Odyssee hat Anna Wagner hinter sich. Sie bekam mit 23 Jahren die Diagnose Colitis ulcerosa. Die Organisatorin des Kochabends konnte irgendwann nur noch fünf Lebensmittel essen: Toast, Apfelmus, Marmelade, Kartoffelbrei und Hähnchenbrust – ein halbes Jahr lang. „Ich habe mich irgendwann gar nicht mehr getraut, etwas anderes zu essen, weil ich so viel Angst vor den möglichen Schmerzen hatte“, erzählt die 29-Jährige.

Ungefähr drei Jahre lang, erzählt sie, habe sie sich im Entzündungs-Schub befunden. Das bedeutete: immer wieder plötzlich auftretender Durchfall, Schmerzen, Kraftlosigkeit. Die Lehrerin hatte sich irgendwann nicht mehr aus dem Haus getraut. Sie ging nicht mehr einkaufen, nicht mehr zum Frisör, traf sich nicht mehr mit Freunden. Die Krankheit bestimmte ihr Leben. Dann konnte sie nicht mehr. Wagner musste mit 27 Jahren ihren Dickdarm entfernen lassen. Heute geht es ihr gut. „Man kann damit leben“, sagt sie und lacht.

An der Küchenzeile von Meryem Sayar (27) und Corinna Brandes (26) steigt Wasserdampf aus dem Topf, Getreide köchelt, es riecht nach Zitrone. Die beiden bereiten einen Gurken-Dinkel-Salat zu.

Meryem Sayar ist zum ersten Mal dabei. Sie weiß erst seit einem Monat, dass sie an Morbus Crohn erkrankt ist. Der 27-Jährigen stand gleich eine kompetente Beraterin zur Seite. Es ist ihre Arbeitskollegin, Corinna Brandes. Sie ist ebenfalls an Morbus Crohn erkrankt und hat sie kurzerhand zum Kochabend mitgenommen. „Ich weiß noch nicht genau, was ich vertrage und was nicht“, sagt Meryem Sayar. Seit einem Monat nimmt sie Cortison gegen die Entzündung.

Corinna Brandes schneidet saure Gurken in dünne Scheiben. Sie ist seit sieben Jahren krank und weiß, was sie vermeiden sollte: „Kohlensäure und Fettiges sind nicht gut. Und Milchprodukte sollte ich nur in Maßen essen.“ Sie lächelt. Seit vielen Jahren nimmt die 26-Jährige immunsystemunterdrückende Medikamente. Das müsse sie wahrscheinlich auch noch ihr ganzes Leben nehmen, erzählt sie. Es sei denn, es gibt irgendwann ein Heilmittel.

FAKTEN

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gehören zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Treten die Entzündungsherde bei der Colitis ulcerosa nur im Mast- und Dickdarm auf, kann bei Morbus Crohn der gesamte Verdauungstrakt betroffen sein.

Durch starke Bauchschmerzen, Durchfälle, Stuhldrang und Fieber äußern sich beide Krankheiten schubartig. Heilbar sind sie nicht. Es kann aber lange symptomfreie Phasen geben. Behandelt werden die entzündlichen Darmerkrankungen mit Cortison und Immunsuppressiva. In manchen Fällen müssen Teile des Darms entfernt werden. In Deutschland gibt es etwa 320 000 Erkrankte.

Quelle

Hat zwar im entferntesten Sinne etwas damit zu tun,aber trotzdem an die BZ für den Bericht.

liebe 1

Das Jobcenter und die Sozialgerichte sehen das natürlich anders,Krank heißt einfach nur faul und zuwendungen bekommt man nicht.Zumindest Luzi nicht.
Kranke und Behinderte Menschen kosten eben Geld und wie im Fall von Luzi hilft da nur eins,einfach mal umlegen!
Und wenn das nicht funktioniert,dann muss eben der Bürgermeister einen Schießbefehl erlassen und die Polizei die Arbeit machen.
Haben ja alle jämmerlich versagt!
Gut das SG Braunschweig hat noch mal einen drauf gesetzt, aber so kennen wir die Herrschaften hier.

sunny farao


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