Ähnliche Themen
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Georg Ludwig Fertsch

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Georg Ludwig Fertsch

Beitrag  Andy am Sa Okt 25, 2014 9:38 pm

Georg Ludwig Fertsch (* 12. Juni 1890 in Friedberg (Hessen); † 31. Oktober 1948 in Frankfurt am Main) war ein Frankfurter Unternehmer und Kommunalpolitiker. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den ersten hessischen Landespolitikern. Er war erster Landesvorsitzender der FDP Hessen.

Ausbildung und Beruf

Nach einer kaufmännischen Lehre studierte er Nationalökonomie an der Frankfurter Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften, zugleich war er von 1912 bis 1914 Prokurist in der väterlichen Großhandelsfirma Fertsch & Co. in Friedberg. Nach dem Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg wurde er 1919 Geschäftsführer der Firma W. Fertsch& Co. 1920 legte er die kaufmännische Diplomprüfung an der Universität Frankfurt ab und promovierte 1922 in Hamburg.

1923 wurde Georg Ludwig Fertsch Geschäftsführer, 1929 Teilhaber der Chemischen Reinigungswerke Gebr. Röver in Frankfurt-Niederrad, zeitweise Deutschlands größtes Unternehmen für chemische Reinigung.[1] Von 1925 bis 1933 war er Arbeitsrichter in Frankfurt am Main.

Fertsch war seit 1920 Mitglied und später Meister vom Stuhl der Freimaurerloge Zur Einigkeit in Frankfurt am Main. Er war verheiratet und hatte drei Söhne (Dieter, Wolfgang und Günther). Dieter Fertsch-Röver wurde ebenfalls hessischer Landtagsabgeordneter der FDP in der 11. Wahlperiode.
Widerstand

Als Liberaler stand Georg Ludwig Fertsch dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber. Er wurde wegen „Sabotage der Anordnungen der Arbeitsfront“ und Bevorzugung jüdischer Arbeitskräfte zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt, ihm wurde die Leitung seines Unternehmens entzogen. Im September 1944 wurde er zu Schanzarbeiten an die Westfront zwangsverpflichtet[2]. In der Haft erlitt er schwere gesundheitliche Schäden.
Politik

Bis 1933 war Georg Ludwig Fertsch für die DVP in Frankfurt als Kommunalpolitiker aktiv, 1932/33 als Stadtrat. Im April 1945 ernannte ihn die amerikanische Militärregierung zum stellvertretenden Bürgermeister für Frankfurt-Süd – Frankfurt war damals de facto durch die Zerstörung der Mainbrücken zweigeteilt. Er behielt das Amt bis Juni 1945.

Fertsch wurde Mitglied des Bürgerrates und des Hauptausschusses für Entnazifizierung der Wirtschaft. Er organisierte Liberalgesinnter aus ehemaligen Anhängern der DVP und DDP. Der Frankfurter Kreisverband der künftigen FDP wurde Anfang September 1945 als „Liberal Demokratische Partei“ gegründet und bestimmte Fertsch zu seinem Vorsitzenden. Am 28. September 1945 erfolgte die Zulassung der Militärregierung.

Am 11. Januar 1946 wurde die FDP in Hessen unter dem Namen LDP „Liberaldemokratische Partei – Landesverband-Großhessen“ von den amerikanischen Militärbehörden zugelassen.

Vorangegangen war eine Gründungsversammlung am 29. Dezember 1945 in Frankfurt am Main. Vertreter der liberalen Kreisverbände wählten auf dieser Versammlung Georg Ludwig Fertsch zum ersten Landesvorsitzender der Hessischen LDP (FDP)[3].

Am 1. Juni 1946 bestimmte der Landesparteitag, ihn zwar als Parteivorsitzenden zu bestätigen, aber August-Martin Euler zu beauftragen, den Landesverband nach außen zu vertreten. So entmachtet, trat Georg Ludwig Fertsch am 21. Juni 1946 zurück.

Vom 26. Februar bis 14. Juli 1946 war Georg Ludwig Fertsch Mitglied des beratenden Landesausschusses des Landes Groß-Hessen.
Werke

"Der deutsche Kolonialwaren-Grosshandel, seine Organisation u. volkswirtschaftl. : Bedeutg." Hamburg 1922 (Dissertation)


Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten