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Operation Overlord oder Lehnsherr

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Operation Overlord oder Lehnsherr

Beitrag  checker am Do Sep 17, 2015 8:50 am

Operation Overlord (englisch für Oberherr, Lehnsherr) war der Deckname für die in Nordfrankreich stattfindende Landung der Westalliierten im Zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Einrichtung der von der Sowjetunion zur Entlastung der Roten Armee seit längerem gewünschten zweiten Front gegen den gemeinsamen Feind Hitlerdeutschland. Die Landung erfolgte im Wesentlichen am 6. Juni 1944 (D-Day) an der normannischen Küste. Nach der Landung folgte die Invasion in der Normandie.[1] Am 25. August 1944 wurde Paris befreit.


Plan zur Operation Overlord und zur begleitenden Bomberoffensive, mit den deutschen Stellungen am 6. Juni 1944

Auf der Konferenz von Teheran im November 1943, einer Konferenz der Anti-Hitler-Koalition, an der erstmals Josef Stalin teilnahm, hatten US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premier Winston Churchill die Operation Overlord zur Landung in Nordfrankreich für Mai 1944 angekündigt. Für eine zweite in Südfrankreich stattfindende Landung war die Operation Dragoon im Gespräch. Die Planungen für Nordfrankreich zielten hauptsächlich auf die Kontrolle der größeren Städte Caen, Bayeux, Saint-Lô und Cherbourg. Die Landung fand wetterbedingt mit leichter Verspätung im Juni 1944 und am Küstenstreifen zwischen der Halbinsel Cotentin und der Ornemündung statt. Daran nahmen Truppen aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada, Polen, Frankreich, Neuseeland und vielen weiteren Staaten teil. Für die Überfahrt, die Anlandungen und den Nachschub wurde die größte Landungsflotte des Krieges zusammengezogen und eine große Anzahl von Flugzeugen bereitgestellt (siehe auch Seekrieg während der Operation Overlord und Luftkrieg während der Operation Overlord).

Die Deutschen hatten an der Atlantikküste mit einem System von Verteidigungsanlagen den sogenannten Atlantikwall errichtet und rechneten – auch wegen der alliierten Täuschungsoperation Fortitude – mit einer alliierten Invasion beim Pas-de-Calais.

Während der Invasion bauten die Alliierten ihren Brückenkopf weiter aus. Im Westen des Invasionsgebietes behinderte sie dabei das nur schwer zu durchdringende Bocage-Gelände, und im Osten hatten die Deutschen ihre Elite-Panzerverbände konzentriert (Schlacht um Caen). Durch einen Vorstoß von US-Truppen (Operation Cobra) gelang es aber bald, die deutschen Stellungen im Westen des Invasionsbereiches zu durchbrechen. Die Amerikaner rückten danach mit einem Teil ihrer Streitkräfte in die Bretagne vor (Schlacht um die Bretagne), während sie mit dem Rest in Richtung Caen marschierten und gemeinsam mit Kanadiern und Briten die mittlerweile nach Süden zurückgedrängten Deutschen im Kessel von Falaise einschlossen und mehrere deutsche Armeen vernichteten. Bis zum 25. August rückten die Alliierten bis nach Paris vor. Die Stadt wurde einen Tag später übergeben, um sie vor Kriegszerstörungen zu bewahren.

Zum Gedenken an die Gefallenen und die Ereignisse errichteten ehemalige Kriegsteilnehmer in der Nachkriegszeit mehrere Friedhöfe, Gedenkstätten und Museen im ehemaligen Operationsgebiet. Operation Overlord nimmt insbesondere in der amerikanischen und britischen Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg eine zentrale Rolle ein und ist daher Gegenstand zahlreicher Sachbücher, Romane und Spiele sowie von Dokumentar- und Spielfilmen.

Vorgeschichte und alliierte Planung

Die Rettung des größten Teiles seines Expeditionsheeres aus Frankreich nach der Schlacht von Dünkirchen Anfang Juni 1940 versetzte England moralisch und auch personell in die Lage, die Schlacht um die Insel gegen die deutsche Luftwaffe zu bestehen und damit auch Hitlers Invasionsdrohung abzuwenden.

Unmittelbar nach dem Waffenstillstand zwischen Deutschland und Frankreich am 22. Juni 1940 – in der folgenden Nacht – „unternahmen britische Kommandos bei Boulogne einen Erkundungsvorstoß an die französische Küste.“ Es gab ein kurzes Gefecht, aber keine weiteren Ergebnisse. Ein symbolischer Neuanfang war gemacht. Schon im Juli 1940 „bildete Churchill ein Kommando für amphibische Unternehmen“ und beauftragte am 5. Oktober 1940 den Planungsstab, „die Möglichkeiten offensiver Operationen in Europa, darunter die Bildung eines Brückenkopfes auf der Halbinsel Cherbourg, zu untersuchen.“[2]

Mitte September 1940 hatte die R.A.F. die Luftüberlegenheit errungen und schon Teile der deutschen Transportflotte zerschlagen, so dass Hitler sich für einen „Aufschub ‚Operation Seelöwe‘ für unbestimmte Zeit“[3] entschied.
Deutsches Zwischenspiel

Gegen Ende des Jahres 1940 unternahm Hitler eine Initiative, um den Krieg gegen England offensiv fortsetzen zu können und schlug der Sowjetunion einen „Viermächtepakt“ (noch mit Italien und Japan) zur „Verteilung des britischen Empire“ und der „Abgrenzung ihrer Interessensphären im weltweiten Rahmen“ vor. Die Besprechung dazu fand am 12. und 13. November 1940 in Berlin zwischen Ribbentrop und Molotow und zeitweilig auch mit Hitler statt. Während die Deutschen nicht mit offenen Karten spielten [es ging darum, „Rußland aus der Balkansphäre wegzuziehen und nach Osten hin zu orientieren“ – Hitler an Mussolini am 20. November 1940], hatte Molotow die sowjetischen Interessen klar definiert – Schwarzes Meer und Ostsee sowie der Balkan – und konkret nach den deutschen Absichten gefragt und nach Garantien für die Sowjetunion verlangt. Hitler hielt sich daraufhin bedeckt und als zwei Wochen nach der Konferenz Stalin die genannte Festlegung der russischen Interessen bekräftigte, wurde „Hitlers Antwort […] nicht nach Moskau gesandt, sondern ging am 18. Dezember [1940] als Weisung an seine Oberbefehlshaber: ‚Die deutsche Wehrmacht muß darauf vorbereitet sein, auch vor Beendung des Krieges gegen England Sowjetrußland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen‘ (Fall Barbarossa).“[4] Noch sah es für Hitler so aus, als könne er die Briten durch eine Eroberung des Mittelmeerraumes in eine strategische Defensive bringen, doch erhielt dieser Plan durch die Bündnisabsage Francos am 26. Februar 1941 einen entscheidenden Dämpfer.

Am 8. Februar 1941 stimmte in den USA nach dem Kongress auch das Repräsentantenhaus Roosevelts „Pacht- und Leihgesetz“ zur Unterstützung Großbritanniens zu. Damit war auch für Hitler klar, dass er die Sowjetunion möglichst schnell niederwerfen musste, wenn er einen Zweitfrontenkrieg vermeiden wollte.

Nach dem Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 machte Churchill noch am selben Tag deutlich: „Wir haben nur ein Ziel, eine einzige unwiderrufliche Aufgabe. Wir sind entschlossen, Hitler und jede Spur des Naziregimes zu vernichten. Davon wird uns nichts abbringen – nichts.“[5] Bald darauf bekräftigte Roosevelt diese Antwort.

Am 3. Oktober 1941 hatte Hitler bereits seinen Sieg im Osten verkündet[6] und schon Ende September 1941 befohlen, die notwendige Umrüstung zum Aufbau der zum unmittelbaren Angriff auf die britischen Inseln nötigen Luft- und Seemacht einzuleiten.[7] Als die Rote Armee am 5. Dezember 1941 vor Moskau zur Gegenoffensive überging, war die Illusion vom schnellen Feldzugsende rasch zerstoben.[8]
Tauziehen um die zweite Front

Noch im Juni 1941, als „sich Rußland von einem unfreundlichen neutralen in einen hilfsbedürftigen Verbündeten verwandelte, sandte Stalin an Churchill das erste einer Reihe von Schreiben, die auf sofortige Bildung einer zweiten Front in Frankreich drängten.“

Als Stalins Schreiben vom 4. September 1941 zu einer vorwurfsvollen Forderung wurde, kam es zu einer scharfen Kontroverse mit Churchill.[9] Doch umgehend wies Churchill den Planungsstab an, die Planungen für Operationen auf dem Festlande abzuschließen, was im Dezember 1941 als Entwurf mit Bezug auf den Sommer 1943 auch geschah.

Zwei Wochen nach dem Angriff auf Pearl Harbor, den US-Flottenstützpunkt auf Oʻahu, Hawaii, am 7. Dezember 1941 und dem damit verbundenen Kriegseintritt der USA kamen Churchill und Roosevelt zur Arcadia-Konferenz in Washington D.C. mit ihren Führungsstäben zusammen (22. Dezember 1941 bis zum 14. Januar 1942). „Sie beschlossen, die gesamten militärischen und wirtschaftlichen Mittel der beiden Nationen unter der Leitung eines gemeinsamen Kommandos, des ‚Kombinierten Komitees der Stabschefs‘, zusammenzulegen.“ Befürchtungen der Briten, die Amerikaner würden nach Pearl Harbour ihre Ziele ändern, zerstreute General George C. Marshall, der Vorsitzende des Komitees: „Trotz dem Eintritt Japans in den Krieg ist es nach wie vor unsere Ansicht, daß Deutschland der Hauptfeind und seine Niederlage der Schlüssel zum Sieg ist. Ist erst Deutschland geschlagen, dann müssen der Zusammenbruch Italiens und die Niederlage Japans folgen.“[10]

Am 9. März 1942 ergriff Roosevelt wieder die Initiative und am 8. April trafen Marshall und Harry Hopkins, der persönliche Berater des Präsidenten, in London ein. Den Vorbereitungen zur Operation Roundup, die eine Landung in Nordfrankreich 1943 vorsah, folgte nun mit Beschluss vom 14. April 1942 die Planung der Operation Sledgehammer als „Notmaßnahme“ (Churchill) für den Fall, „eine Landung in Frankreich 1942 zu versuchen, wenn ein verzweifeltes Unternehmen notwendig werden sollte, um die Sowjetunion vor dem Zusammenbruch zu bewahren.“[11]
Zur „Ausnutzung der Zeitspanne“ nahm Roosevelt Churchills Vorschlag an, die dann Operation Torch genannte anglo-amerikanische Landung in Tunesien auszuführen.[12]

Die „Verzweiflung“ rührte auch daher, dass neben dem Vordringen Japans und der unklaren Lage in Afrika sich vor allem der Seekrieg für die Alliierten katastrophal zu entwickeln begann.

Im Mai 1942 traf Molotow in London ein, „um über ein englisch-russisches Bündnis zu verhandeln und unsere Ansichten über die Eröffnung einer Zweiten Front kennenzulernen.“ Nachdem Molotow zwischenzeitlich auch in Washington war, wurde am 11. Juni 1942 in London ein Kommuniqué veröffentlicht, das den Satz enthielt: „Im Verlauf der Verhandlungen wurde über die dringende Aufgabe, im Jahre 1942 eine Zweite Front in Europa zu errichten, volle Verständigung erzielt.“

Churchill schreibt weiter: „Mir aber schien es vor allem wichtig, daß dieser Versuch zur Irreführung des Gegners nicht auch unseren Bundesgenossen irreführte. Ich händigte deshalb Molotow […] ein aide-mémoire aus, in dem ich klarstellte, daß wir zwar unser Bestes versuchten, Pläne zu machen, uns aber nicht zu einer Aktion verpflichteten und kein Versprechen geben könnten.“[13]

Den Sommer 1942 über wurde an „Sledgehammer“ gearbeitet, doch führte dies lediglich zur Erkenntnis der Aussichtslosigkeit des Unternehmens. Die Akte wurde geschlossen: „Alle waren wir für die große Kanalüberquerung im Jahr 1943. Doch unausweichlich erhob sich die Frage: Was tun wir in der Zwischenzeit? […] Präsident Roosevelt war entschlossen, daß so viele Amerikaner wie nur möglich, den Deutschen schon im Jahr 1942 gegenüber treten sollten. Wo nun ließ sich das erreichen ? […] in Französisch-Nordafrika.“[14]

Weiteres dazu im Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Overlord

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