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Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; deutsch „Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“)

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Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; deutsch „Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“)

Beitrag  Andy am Do Apr 13, 2017 1:49 am

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; deutsch „Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“), auch Weltnaturschutzunion, ist eine internationale Nichtregierungsorganisation. Ihr Ziel ist die Sensibilisierung der menschlichen Gesellschaften für den Natur- und Artenschutz und diese so zu beeinflussen, dass eine nachhaltige und schonende Nutzung der Ressourcen sichergestellt ist.


Rechtsform Nichtregierungsorganisation
Gründung 5. Oktober 1948, Fontainebleau, Frankreich
Sitz Gland, Schweiz
Personen Zhang Xinsheng (Präsident),
Inger Andersen (Generaldirektorin)
Aktionsraum Weltweit
Schwerpunkt Naturschutz und Artenschutz
Budget 112,5 Mio. CHF[1]
Mitglieder 1241
Website www.iucn.org


Die IUCN erstellt unter anderem die Rote Liste gefährdeter Arten und kategorisiert Schutzgebiete mittels der World Commission on Protected Areas („Weltkommission für Schutzgebiete“).

Geschichte

Die IUCN wurde am 5. Oktober 1948 nach einer internationalen Konferenz in Fontainebleau, Frankreich als International Union for the Protection of Nature (IUPN) gegründet. 1956 änderte sie ihren Namen in International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), welcher heute zwar rechtlich immer noch gültig ist, aber selbst von der IUCN offiziell nur noch in der verkürzten Form International Union for Conservation of Nature verwendet wird. Zwischen 1990 und 2008 wurde auch der Name World Conservation Union verwendet.[2]

Der Sitz befindet sich in Gland in der Schweiz.[3] Daneben unterhält sie Niederlassungen in 62 Ländern.
Mitglieder

Die aktuelle Mitgliederzahl von 1241[4] setzt sich wie folgt zusammen:

90 staatliche Mitglieder (in der Regel Ministerien, jedoch nicht der Staat selbst wie bei den Vereinten Nationen; darunter die jeweiligen Ministerien der Staaten der Europäischen Union, das Außenministerium der Vereinigten Staaten, das Umweltministerium von Russland und das Außenministerium der Volksrepublik China),
119 Mitglieder aus Regierungsorganisationen,
109 Mitglieder aus internationalen Nichtregierungsorganisationen,
864 Mitglieder aus nationalen Nichtregierungsorganisationen,
44 Mitglieder aus angeschlossenen Organisationen (Affiliates).

Nationale Mitglieder in Deutschland

Laut Mitgliederdatenbank der IUCN sind aus Deutschland Mitglied:[4]

als staatliches Mitglied:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
als Regierungsorganisation:
Bundesamt für Naturschutz
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
als internationale Nichtregierungsorganisation:
Bellagio Forum for Sustainable Development
Ecologic Institute
EuroNatur – Stiftung Europäisches Naturerbe
Föderation Europarc
Global Nature Fund
ICLEI – Local Governments for Sustainability
International Council of Environmental Law
SAVE Foundation
als nationale Nichtregierungsorganisation:
Aktion Fischotterschutz e. V.
Bund Naturschutz in Bayern
Deutscher Angelfischerverband
Deutscher Jagdverband
Deutscher Naturschutzring
Naturschutzbund Deutschland
Schutzgemeinschaft Deutsches Wild
Sharkproject Germany e. V.
Tierpark Nordhorn
WWF Deutschland
Zoo Leipzig
Zoologische Gesellschaft Frankfurt
Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz[5]
Zoologischer Garten Köln
als angeschlossene Organisation:
Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege

Nationale Mitglieder in Österreich

Laut Mitgliederdatenbank der IUCN sind aus Österreich Mitglied:[4]

als Regierungsorganisation:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
als nationale Nichtregierungsorganisation:
Nationalpark Hohe Tauern
Naturschutzbund Österreich
Umweltdachverband
WWF Österreich

Nationale Mitglieder in der Schweiz

Laut Mitgliederdatenbank der IUCN sind aus der Schweiz Mitglied:[4]

als staatliches Mitglied:
Bundesamt für Umwelt BAFU
als internationale Nichtregierungsorganisation:
European Association of Zoo and Wildlife Veterinarians
Fondation Internationale du Banc d’Arguin
Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes
Save Our Seas Foundation
World Association of Zoos and Aquariums
World Business Council for Sustainable Development
World Wide Fund for Nature
als nationale Nichtregierungsorganisation:
Akademie der Naturwissenschaften Schweiz
Borneo Tropical Rainforest Foundation
European Outdoor Conservation Association
Helvetas Swiss Intercooperation
Nos Oiseaux
Pro Natura
Schweizer Vogelschutz
WWF Schweiz
Zooschweiz

Neben den oben genannten zahlenden Mitgliedern besteht die Organisation aus einem „Knowledge Network“ von circa 10.000 freiwilligen Mitgliedern weltweit.
Aufgaben und Tätigkeiten
Kongresse

Seit 1948 kommen die Mitglieder regelmäßig zu einer Generalversammlung zusammen, die seit 1994 als World Conservation Congress (dt. Weltnaturschutzkongress) veranstaltet wird. Aktuell findet die Konferenz alle vier Jahre statt, zuletzt im Jahr 2016 auf Hawaii, Vereinigte Staaten. An der Konferenz nahmen rund 10.000 Vertreter von Behörden und NGOs aus fast allen Ländern der Erde teil.[6] Im Mittelpunkt stand 2016 die Situation der Elefanten weltweit. Der nächste Kongress ist für 2020 geplant.

Die IUCN führt seit 1962 alle zehn Jahre den World Parks Congress durch, bei dem Strategien zum Schutz der Natur in Schutzgebieten festgelegt werden. Zuletzt fand der sechste World Parks Congress im November 2014 in Sydney, Australien statt.[7][8]
Gefährdungsstufen nach der Roten Liste


Die Gefährdungsstufen gemäß IUCN:[9]
EX Extinct (nur ab 1500)[10] (ausgestorben)
EW Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben)
CR Critically Endangered (vom Aussterben bedroht)
EN Endangered (stark gefährdet)
VU Vulnerable (gefährdet)
NT Near Threatened (potenziell gefährdet)
LC Least Concern (nicht gefährdet)
RE Regionally Extinct (regional oder national ausgestorben)
DD Data Deficient (ungenügende Datengrundlage)
NE Not Evaluated (nicht beurteilt)

Seit 1963 führt die IUCN die internationale Rote Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Sie unterscheidet die nebenstehenden Gefährdungsstufen.

Der Gefährdungsstatus aller Vögel und fast aller Säugetiere wurde beurteilt, während dies bisher bei nur 3400 (von über einer Million beschriebenen) Arten wirbelloser Tiere geschehen ist. Einer der Gefährdungsstufen – verletzlich, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht – waren im Jahr 2006 3524 Wirbeltiere, 1959 wirbellose Tiere und 6774 Pflanzen zugeordnet. Insgesamt galten 16.119 Tier- und Pflanzenarten als bedroht.

Die Vogelschutzorganisation BirdLife International erstellt im Auftrag der IUCN die Rote Liste gefährdeter Arten der Vögel.
Kategorisierung von Schutzgebieten
→ Hauptartikel: IUCN-Kategorie

Die IUCN verwendet ein 1978 eingeführtes System, das IUCN Protected Areas Categories System, in dem Schutzgebiete weltweit vergleichbarbar kategorisiert werden.[11] Es stellt keine Hierarchie dar, sondern eine Klassifizierung des Schutzzieles und des Managements.[12]

Daneben gibt es auch weitere, modernere Konzepte von Schutzgebieten, an deren Entwicklung die IUCN mitarbeitet, so etwa die Lichtschutzgebiete (Dark sky places, DSP) als Kategorien der Schutzgebiete vor Lichtverschmutzung. Betreut wird diese Agenda von der IUCN Dark Skies Advisory Group (DSAG, seit 2009).
Umweltrechtsprogramm

Das Umweltrechtsprogramm (ELP)[13] ist ein wichtiges Programm der IUCN. Es wird ausgeführt durch die gemeinsamen Bemühungen der Weltkommission für Umweltrecht (WCEL), dem IUCN Umweltrechtszentrum, einem weltweiten Netzwerk von ca. 950 Umweltrechtsspezialisten aus mehr als 130 Ländern und dem IUCN Environmental Law Centre (ELC), welches 1970 in Bonn eröffnet wurde und zurzeit mehr als 15 rechts-, politik- und informationswissenschaftliche Arbeitskräfte beschäftigt.[14] Im Februar 1999 bezog das ELC mit etwa 30 Mitarbeitern eine bundeseigene Liegenschaft im Bonner Ortsteil Plittersdorf, Godesberger Allee 108–112.[15]

Das ELP umfasst eine Reihe von Aktivitäten auf der nationalen, regionalen und globalen Ebene, die Entscheidungsträger mit Informationen, rechtlichen Analysen, Beratung, Gesetzentwürfen, und der Ausbildung und Kapazitätsbildung dient. Das Umweltrechtsprogramm ist auch ein Forum zum Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen Regierungen, nichtstaatlichen Organisationen und Anderen.

Leiter des ELP und Direktor des Umweltrechtszentrums in Bonn ist Alejandro O. Iza, Vorsitzender der Weltkommission für Umweltrecht (WCEL) ist Antonio H. Benjamin.
Weitere Projekte

Die IUCN berät das Welterbekomitee in allen Belangen des Naturschutzes. Bevor Stätten zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt werden, evaluiert sie den Vorschlag. Auf diesem Gutachten basiert das Welterbekomitee dann seine Entscheidung. Für alle Stätten des Weltnaturerbe unterhält die IUCN zudem ein Monitoring und gibt regelmäßige Berichte zum Stand der Erhaltung ab.[16]

Das Brüsseler Regional-Büro der IUCN für Europa koordiniert seit 2004 die Aktivitäten rund um das Grüne Band Europa, ein Projekt zur Schaffung eines Biotopenverbundes entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs.

Im Jahr 2000 gab die Invasive Species Specialist Group (ISSG) der IUCN erstmals eine Liste mit dem Titel 100 of the World’s Worst Invasive Alien Species mit 100 als besonders problematisch angesehenen invasiven Arten heraus.

Quelle
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