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    Befreiung Braunschweigs von den Franzosen 1813

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    Befreiung Braunschweigs von den Franzosen 1813

    Beitrag  checker am Do Apr 20, 2017 7:47 pm

    In Braunschweig erschienen die Preußen unter dem Oberstleutnant von der Marwitz am 25. September 1813. Mit seinem fliegenden Corps nahm er die schwache französische Besatzung gefangen. General vom Klösterlein, in französischen Diensten, floh mit seinen 1.500 Mann nach Wolfenbüttel. Beim Nachsetzen der Preußen, (bei Halchter, rechts von der zum Bungenstädter Turm führenden Herrstraße, traf man aufeinander), rettet von Klösterlein und einigen seiner Offiziere nur noch die Schnelligkeit ihrer Pferde.

    Mit der Einnahme von Kassel betrachte man das Königreich Westphalen als nicht mehr existent. Die bürgerliche Ordnung brach zusammen. Leute, die zu eng mit den Franzosen zusammengearbeitet hatten, sogenannte Franzosenfreunde, wurden gehänselt und teilweise sogar misshandelt. Es dauerte ein paar Tage bis besonnene Bürger in der Stadt Ordnung schaffen konnten.

    Nach der Völkerschlacht bei Leipzig hieß es in Braunschweig, das ein französisches Armeecorps, auf dem Wege nach Hamburg durch die Stadt kommen würde. Diese Zeit wurde genutzt um die neue Bürgerwehr zu festigen.

    Am 6. Dezember 1813 traf der Major Olfermann in Braunschweig ein um im Namen Friedrich Wilhelms das Land wieder in Besitz zu nehmen. Die Braunschweigische Regentschaft wurde am 22. Dezember 1813 nach siebenjähriger Abwesenheit herzlich begrüßt. Am Mittag des 31. Juli traf Friedrich Wilhelm in Wolfenbüttel ein. Einige Braunschweiger waren ihm entgegengefahren und begrüßten ihn mit großem Jubel. Die ersten „Schwarzen“ trafen gegen 8 Uhr abends in Braunschweig ein. Sie befreiten die etwa 30 Gefangenen aus dem Augusttorgefängniss, dort saßen noch Soldaten von dem Schillschen Corps sowie einige Deserteure, und lösten ihre schweren Ketten.

    Der Herzog und der Hauptteil seiner Truppen marschierten erst um 10 Uhr abends ein. Begleitet von einigen Fackelträgern zog der Herzog, unter großem Jubel der Bevölkerung zum Schloss. Für die Truppen wurde ein Biwak auf dem Petritorwall befohlen. Nach Protesten wurden ihnen Quartiere zugewiesen wo sie, nach ein paar Bieren, endlich zur Ruhe kommen konnten.

    Schon bald mussten die Schwarzen aus dem Petritore erneut gegen den Feind marschieren. Nun fürchtet man, sollten ihre Helden zurückweichen müssen, Straßenkämpfe in der Stadt, wie man es von Halberstadt gehört hatte. Viele Bewohner ergriffen die Waffen und eilten zu Unterstützung. Um 9 Uhr erlöst die Nachricht vom Sieg der Braunschweiger die Stadtbevölkerung.

    Nach dem Ende des Königreichs Westphalen stellte ihn Herzog Friedrich Wilhelm 1814 an die Spitze des provisorischen Regierungskollegiums. Grafen von der Schulenburg-Wolfsburg begleitete den Herzog in das Hauptquartier der antinapoleonischen Koalition nach Frankreich.

    Graf von der Schulenburg-Wolfsburg und von Reiman traten, da sie sich mit dem Herzoge entzweiten, bald wieder aus dem Geheimerathscollegium aus. Ein sehr ungenügender Ersatz wurde durch den bisherigen Ölser Kammerdirector Mens geschafft. Die Seele der Staatsverwaltung war und blieb Justus von Schmidt-Phiseldeck, der das Herzogthum auch auf dem Wiener Congresse vertrat. Durch wissenschaftliches Studium und im praktischen Staatsdienste hatte er sich gründliche Bekanntschaft mit den Verfassungs- und Regierungsverhältnissen des Herzogthums, den Mängeln der alten und den Fortschritten der neuen Zeit erworben.

    Herzog Karl Wilhelm Ferdinand war als preußischer Feldherr gefallen. Sein Sohn Friederich Wilhelm fiel in Belgien, als der Wiener Kongress noch tagte. Hier erreichte der Braunschweiger Vertreter Justus von Schmidt-Phiseldeck die Wiederherstellung des Herzogtums. Man hatte gehofft, das Bistum Hildesheim und die Freie Reichsstadt Goslar, einbinden zu können. Preußen und Hannover (in Personalunion mit England) waren stärker.

    In Stadt und Land Braunschweig kehrte wieder Ruhe und Ordnung ein. Der Handel mit Großbritannien, mit seinen Kolonialwaren, erreichte wieder die alte Bedeutung, man konnte weiter Kaffee kaufen und genießen.

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