Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Der Volksgarten
Heute um 1:05 pm von Andy

» Die Imperial Continental Gas Association (ICGA)
Heute um 12:54 pm von Andy

» Die Beletage
Heute um 12:42 pm von Andy

» Die Karyatide
Heute um 12:33 pm von Andy

» Christian Griepenkerl
Heute um 12:23 pm von Andy

» Das Oldenburger Schloss
Heute um 12:14 pm von Andy

» Charlotte Bühler
Heute um 12:01 pm von Andy

» *** Ädikula ***
Heute um 11:51 am von Andy

» *** Hygieia ***
Heute um 11:42 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
November 2017
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930   

Kalender Kalender


BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?

Beitrag  checker am Fr Okt 13, 2017 9:51 pm

Einen guten Monat lang hat BASF einen belasteten Kunststoff produziert und ausgeliefert. Der Verbleib von 2500 Tonnen des Materials ist noch unklar. Gelangten womöglich krebserregende Stoffe in Matratzen und Sitzpolster?

Von Axel John, SWR

Die Verunsicherung bei Kunden, Matratzenherstellern und Händlern ist groß - ebenso der Ärger über die zögerliche Informationspolitik der BASF. Denn erst jetzt ist bekannt geworden, dass der Chemieriese BASF einen guten Monat lang einen belasteten Spezialkunststoff hergestellt und an zahlreiche Händler verkauft hat.

Bei dem Stoff handelt es sich um Dichlorbenzol, das Haut, Atemwege und Haut reizen kann. Die geruchlose Substanz steht im Verdacht, im schlimmsten Fall sogar Krebs auslösen zu können. Insgesamt produzierte die BASF 7500 Tonnen Toluoldiisocyanat, kurz TDI, einem Spezialkunststoff, in dem deutlich überhöhte Werte von Dichlorbenzol enthalten waren - und das vom 25. August bis 29. September.

TDI wird etwa für die Herstellung von Matratzen und Sitzpolstern in Autos verwendet. Laut BASF wurden 50 Kunden damit beliefert. Von den 7500 Tonnen sind nach Konzernangaben rund 5000 Tonnen noch nicht weiterverarbeitet worden. Das belastete TDI würde nun von der BASF zurückgeholt, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstagabend. Zuvor hatte die BASF bereits zugesichert, dass noch nicht verarbeitete Schaumblocks zurückgenommen würden. Fraglich bleibt aber, wo die übrigen mit Dichlorbenzol belasteten 2500 Tonnen geblieben sind.

Gesundheitliche Folgen

Das weiß derzeit wohl niemand so genau. BASF räumte ein, dass die belieferten Kunden die Substanzen teils weiterverkauften. Es dürfte kaum noch festzustellen sein, welche Matratze, welches Kopfkissen, welche Autopolsterung wann mit genau welchen Stoffen hergestellt worden ist. Besonders besorgniserregend für den Weltkonzern: Bei den schnellen, internationalen Lieferketten könnten Produkte schon in die USA geliefert und dort über den Ladentisch gegangen sein. In den USA fallen Schadenersatzklagen deutlich härter aus als hierzulande.

Geradezu peinlich für BASF: Nicht firmeneigene Kontrollen, sondern ein Kunde hatte den Chemieriesen auf die erhöhte Dichlorbenzol-Belastung hingewiesen. Danach soll bei den betroffenen Produkten der Dichlorbenzol-Anteil bei mehreren Hundert ppm (parts per million - Anteile pro Million) gelegen haben. Der Grenzwert liegt unter drei ppm. Wie der Kunde dem überhöhten Werten auf die Spur kam - auch dazu schweigt die BASF. Unklar ist weiterhin auch, wie hoch die Belastung mit Dichlorbenzol genau ist und was die Substanz für mögliche gesundheitliche Folgen haben könnte, wenn sie erst einmal verarbeitet ist.
Erste Firmen rufen Produkte zurück

Die Matratzenindustrie ist verärgert. Im Gespräch mit dem SWR appelliert Ulrich Leifeld vom Fachverband der Industrie mit einem regelrechten Hilferuf an die BASF-Verantwortlichen: "Unsere Mitglieder sind verzweifelt und enttäuscht, weil sie wenig Informationen haben, wie sich Dichlorbenzol in Matratzenschäumen auswirkt. Wir haben eine Verantwortung, den Verbraucher zu schützen!"

Erste Firmen reagieren bereits: Dunlopillo hat seine Matratzen bereits zurückgerufen. Betroffene Produkte bei Händlern oder Kunden würden ersetzt. Auch das belgische Unternehmen Recitel hat Produktion und Auslieferung von Schaumstoffprodukten vorerst gestoppt.

Die Gefährlichkeit der mit Dichlorbenzol belasteten Produkte ist unklar - ebenso der Schaden für die BASF. Experten schätzen aber, dass wenigstens Millionen-Kosten auf den Chemieriesen zukommen. Und der Imageschaden ist noch gar nicht abzuschätzen.

Quelle
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32549
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten