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Schmerzmittel können tödlich wirken

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Schmerzmittel können tödlich wirken Empty Schmerzmittel können tödlich wirken

Beitrag  Gast Do Jan 19, 2012 12:45 pm

Bedenkenlos verabreichen sich Millionen Deutsche jeden Tag frei verkäufliche Schmerzmittel, um beispielsweise Kopfschmerzen, Migräneanfälle oder Rückenleiden symptomatisch zu lindern. Was viele allerdings nicht wissen: Schon kleinste Mengen der Wirkstoffe können ein Leberschaden verursachen oder im schlimmsten Fall zum Tode führen. Kritische Ärzte fordern daher schon seit längerer Zeit, schmerzlindernde Mittel wie Paracetamol verschreibungspflichtig zu machen.

Leberschäden und schwere Nebenwirkungen
Der Griff zum Schmerzmittel nach einer Alkoholnacht, bei Rückenschmerzen oder Kopfweh ist für viele Menschen mittlerweile Alltag. Pro Jahr konsumieren etwa 3,8 Millionen Menschen in Deutschland nicht-rezeptpflichtige Schmerzarzneien. Weil keine Verordnung durch den Haus- oder Facharzt notwendig ist, gehen viele fälschlicherweise davon aus, dass Mittel wie Paracetamol oder Aspirin gesundheitlich harmlos sind. Auch die Werbung der Pharmaindustrie suggeriert häufig den Patienten eine Harmlosigkeit. Der Standartsatz: „Bei Fragen wenden sie sich an den Arzt oder Apotheker“ verhallt bei den meisten Menschen. Schmerzmedikamente ohne Rezeptpflicht sind keineswegs harmlos, sondern können massive Nebenwirkungen produzieren. In den schlimmsten Fällen tragen Konsumenten bleibende Leberschäden davon, einige sterben sogar an den Schmerzmitteln.

Überdosierung wirkt toxisch
Eine große Gefahr ist die Überdosierung. Professor Kay Brune von der Universität Erlangen schlägt Alarm. Gegenüber dem Magazin „Focus“ sagte Brune, Arzneimittel wie Paracetamol „würden heute nicht mehr zugelassen werden, auch nicht auf Rezept.“ Schon die geringe Menge von vier Gramm des Wirkstoffes pro Tag kann bei einigen Patienten eine schwere Leberschädigung provozieren. „Vier Gramm ist die maximale Höchstdosis pro Tag“, erklärt der Experte. Nimmt ein Schmerzpatient die doppelt erlaubte Menge von acht Gramm ein, so droht ein akutes Leberversagen. Daher rät der Medizinexperte grundsätzlich von der Einnahme von Paracetamol ab. „Wir haben hier ein Medikament auf dem Markt, das bereits bei geringer Überdosierung tödlich wirkt. Und das ist kein schöner Tod, er zieht sich über mehrere Tage hin,“ mahnt der Arzneimittelexperte. Er fordert, dass das Medikament aus diesem Grund vom Arzneimittelmarkt genommen werden soll.

Aspirin wird seit je her als Wundermittel der Schulmedizin gefeiert. Neben Beschwerden wie Kopfschmerzen soll das Mittel auch bei Herz-Kreislauferkrankungen effektiv konventionelle Therapien unterstützen. Aber auch dieses Schmerzmedikament ist dem Professor ein Dorn im Auge. Der enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) sei nur für Betroffene mit schwerwiegenden Herz-Kreislaufkrankheiten wie einem durchlebten Herzinfarkt empfehlenswert. Der Stoff ASS wirke nur kurzweilig gegen Schmerzen, aber verdünne das Blut längerfristig. Daher müssten oftmals medizinische Eingriffe verschoben werden, weil der OP-Patient zuvor ASS eingenommen hatte. Wer demnach Aspirin einnimmt, gehe ein "völlig unnötiges Blutungsrisiko" ein, mahnt Brune.

Vorsicht bei kombinierten Schmerzmitteln
Sorgen bereitet dem renommierten Forscher auch die Zulassung von kombinierten Schmerzpräparaten. Diese enthalten gleich mehrere unterschiedliche Wirkstoffe, die miteinander kombiniert werden. Diese sind „besonders riskant“, weil Patienten leicht den notwenigen Überblick verlieren. Viele können schlecht abschätzen, welche Mengen sie mit den Kombi-Präparaten verzehrt haben. Die schädigenden Wirkungen auf die Gesundheit sind meist höher einzuschätzen, als der schmerzstillende Effekt.

Hat die Pharmaindustrie kein Interesse an der Minimierung der Nebenwirkungen oder warum gerät die Debatte um diese Mittel immer wieder ins Stocken? Brune erklärt gegenüber dem Nachrichtenmagazin, dass beide Wirkstoffe keinem Patent unterliegen. Daher wollen die Arzneimittelhersteller die Kosten für weitere Forschungsarbeiten nicht übernehmen. Die Mitbewerber würden nämlich von den Ergebnissen gleichermaßen profitieren, erklärt der Wissenschaftler.

Wenn Schmerz-Geplagte schon Arzneimittel zur Schmerzhemmung einnehmen müssen, sollten Patienten statt Aspirin oder Paracetamol eher auf Ibuprofen oder Deiclofenac zurückgreifen, sagt Brune. Aber auch hier bestehen Gefahren für die Gesundheit, besonders wenn die Höchstmengen überschritten werden. Zwar sind die benannten Stoffe besser wissenschaftlich erforscht und allgemein verträglicher, dennoch seien auch diese Arzneimittel in ihrer Potenz hoch wirksam und nicht mit einfachen Hustenbonbons zu verwechseln. Bei missbräuchlicher Einnahme können die Schutzmechanismen der Gefäße beschädigt werden. Entscheidend ist die Dosis, so der Experte.

Forschungsarbeiten aus der Vergangenheit von Berner Epidemiologen um Prof. Peter Jüni hatten unter anderem gezeigt, dass beispielsweise Ibuprofen das Schlaganfall-Risiko um das Dreifache erhöht, wenn das Medikament über einen längeren Zeitraum kontinuierlich von Probanden eingenommen wird. Die Forscher gelangten im Rahmen einer Metastudie von 31 Studien und rund 1160.000 Studienteilnehmern zu dem besorgniserregenden Ergebnis.

Besser Bewegung und Akupunktur
Patienten mit wiederkehrenden Schmerzen bleibt meist nur die ursächliche Behandlung. Alternativ raten Heilpraktiker zur Akupunktur, die bereits in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten gute Ergebnisse auch bei Kopf- und Rückenschmerzen liefern konnte. Auch Mittel der Naturheilkunde oder Hausmittel können leichte Schmerzen lindern und sind meistens sehr gut verträglich. Prof. Peter Jüni rät Patienten zudem zur aktiven Bewegung. Das ist zwar anstrengender als eine Pille einzunehmen, aber längerfristig erfolgreicher.

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/schmerzmittel-koennen-toedlich-wirken-900170.php

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Schmerzmittel können tödlich wirken Empty Tödliche Schmerzmittel verbieten?Aspirin und Paracetamol gefährden Leben

Beitrag  Andy Do Jan 19, 2012 9:10 pm

Experten fordern die Rezeptpflicht für einige frei verkäufliche Schmerzmittel. Manche Pharmakologen gehen noch einen Schritt weiter: Sie wollen Aspirin und Paracetamol aus den Apotheken verbannen. Von FOCUS-Online-Redakteurin Anna Vonhoff

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Wenn der Kopf brummt, greifen viele schnell zur Hausapotheke. Rund 3,8 Millionen Deutsche nehmen regelmäßig Kopfschmerztabletten. Ohne sich viele Gedanken darüber zu machen, werfen sie ein, zwei Aspirin oder Paracetamol ein. Tritt die erhoffte Wirkung nicht ein, schluckt man eben noch eine Tablette. Nach dem Motto: Viel hilft viel. Schließlich sind die kleinen Pillen nicht nur billig, sondern auch rezeptfrei beim Apotheker um die Ecke zu haben – und schon seit Generationen beliebt und scheinbar bewährt. Frei verkäufliche Schmerztabletten haben ein gutes Image, gelten inzwischen fast schon als Lifestyle-Produkte und nicht mehr als Medikamente. Suggeriert doch die Werbung, dass diese Pillen generell fit machen – auch vorbeugend und in jeder erdenklichen Lebenslage.

Versehentliche Überdosierung ist lebensgefährlich
Dieser sorglose Umgang mit Schmerzmitteln macht den Experten Kopfschmerzen. Denn die vermeintlich harmlosen Allzweckwaffen haben gefährliche Nebenwirkungen, die sogar tödlich enden können. „Paracetamol würde heute nicht mehr zugelassen werden, auch nicht auf Rezept“, sagt Kay Brune, Professor an der Universität Erlangen. „Bereits bei der zugelassenen Dosis von vier Gramm pro Tag können Patienten schwere Leberschäden davontragen. Nimmt jemand die doppelte Dosis ein, kann das zu einem Leberversagen führen.“ Der erfahrene Pharmakologe rät Patienten generell davon ab, Paracetamol einzunehmen. „Wir haben hier ein Medikament auf dem Markt, das bereits bei geringer Überdosierung tödlich wirkt. Und das ist kein schöner Tod, er zieht sich über mehrere Tage hin.“ Paracetamol solle abgeschafft werden, findet Brune.

Auch den zweiten Klassiker unter den frei verkäuflichen Schmerzmitteln, das Aspirin, möchte Brune weitestgehend aus den Regalen der Apotheker verbannen. Der darin enthalten Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) berge zu viele Risiken. Lediglich für Patienten mit ernsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei die Einnahme von Aspirin noch zu verantworten – nicht jedoch für Schmerzpatienten. „ASS wirkt nur kurzfristig schmerzlindernd, jedoch tagelang blutverdünnend“, sagt der Pharmakologe. Das habe zur Folge, dass Wunden, etwa nach einer Zahnbehandlung, plötzlich wieder zu bluten beginnen. Oder aber Patienten nicht operiert werden können, weil sie Tage zuvor Aspirin-Tabletten geschluckt haben. „Durch die Einnahme von ASS bei Schmerzen, geht man ein völlig unnötiges Blutungsrisiko ein“, betont Brune. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Archives of Internal Medicine“ veröffentlichte Studie zeigt: Nur Patienten, die bereits einen schweren Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, sollten dieses Risiko eingehen. Studienleiter Kausik Ray, Professor an der St. George`s Universität in London, ist sich aufgrund der Forschungsergebnisse sicher: „Gesunden Menschen schadet Aspirin mehr als es nützt.“

Kombipräparate addieren Risiken
Besonders gefährlich sind sogenannte Kombipräparate, die verschiedene Wirkstoffe enthalten. „Diese Mischprodukte sind Unfug. Sie addieren selten die positiven Effekte, jedoch die Risiken der einzelnen Wirkstoffe.“ Das Problem: Patienten verlieren durch die Einnahme dieser Medikamente leicht den Überblick darüber, welche Wirkstoffe in welchen Mengen sie zu sich genommen haben. Wer beispielsweise an einer Grippe leidet, gegen die Schmerzen Aspirin oder Paracetamol einwirft und sich anschließend zusätzlich ein Kombipräparat als Heißgetränk bereitet, der lebt gefährlich. Gerade Laien ist nämlich oft nicht bewusst, dass kombinierte Grippemittel den Wirkstoff ASS oder Paracetamol enthalten. Und so nehmen die Betroffenen eine zu große Menge an Substanzen zu sich – ohne dass sich dessen bewusst zu sein. Die Folgen für die Gesundheit können gravierend sein.

Umso erstaunlicher, dass sich Experten bislang nicht dazu durchringen konnten, die Abgabe dieser Schmerzmittel besser zu kontrollieren. Kleiner Packungsgrößen, wie für Paracetamol vor drei Jahren und Rezeptpflicht stehen zwar zur Debatte, aber warum unterzieht niemand diese umstrittenen Wirkstoffe einer genaueren Untersuchung? „ASS und Paracetamol sind aus Tradition auf dem Markt, weil schon die Großmutter darauf vertraute. Richtig überprüft hat sie keiner“, sagt Brune. „Beide Wirkstoffe sind patentfrei, das heißt, kein Hersteller will die Kosten für weitere wissenschaftliche Analysen aufbringen, von denen dann auch die Konkurrenten profitieren würden.“

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