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„Captain America“: Die Mutter aller Chopper

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Beitrag  checker Fr Mai 06, 2011 7:51 pm

„Easy Rider“, „Born to be wild“ - das ist für viele nach wie vor der Kern des Motorradfahrens. Jetzt wird der berühmte Film-Chopper - eine Replik aus dem Besitz des Guggenheim-Museums - versteigert.

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Um mitzubieten, muss man nicht einmal Millionär sein. Aus dem Auktionshaus Bonhams heißt es, zwischen 20.000 und 30.000 Dollar könnten genügen für die „Mutter aller Chopper“. Kaum zu glauben. Aber handelt es sich bei dem Guggenheim-Exemplar überhaupt um jene Maschine, auf der sich Peter Fonda während der Dreharbeiten 1968 sein Gesäß plattgesessen hat? Nein. Es ist eine Replik.
Was nicht explodiert, wird gestohlen

Gerade mal 400.000 Dollar haben damals Dennis Hopper, der Regisseur, der auch den „Billy“ spielt, und Produzent Peter Fonda (im Film der „Wyatt“) für ihr Roadmovie zur Verfügung. Bei einem derart kleinen Budget ist es ausgeschlossen, neue Motorräder anzuschaffen und sie für die Filmfiguren Wyatt und Billy umbauen zu lassen. Fonda ersteigert auf einer Auktion in Los Angeles vier ausgediente Polizei-Harleys vom Typ FL, Baujahr 1962, mit 1200-Kubikzentimeter-Panhead-Motor. Die für ihn vorgesehene Maschine erhält eine um 30 Zentimeter verlängerte, aufreizend schräg stehende Gabel mit hohem Lenker. Weitere Merkmale: viel Chrom, Vorderrad ohne Bremse, nach hinten ansteigender Fishtail-Doppelauspuff, Tanklackierung im Muster der amerikanischen Nationalflagge. Hoppers „Billy Bike“ wird vergleichsweise zurückhaltend modifiziert.

Von den insgesamt vier FilmBikes bleibt keins erhalten. Was nicht nach Vorgabe von Hoppers Drehbuch in einem Feuerball endet, wird gestohlen. Die (motorradlose) Schlussszene ist noch gar nicht gedreht, da sind den Filmemachern schon sämtliche Motorräder abhandengekommen, wie Peter Fonda später erzählen wird.
300.000 Besucher in 90 Tagen

1992 machen sich in Amerika Glen Bator und Jerry Sewell daran, je einen Nachbau der „Easy Rider“-Chopper anzufertigen. Sie forschen und suchen Teile, studieren Fotos, verschleißen ein Videoband des Films, befragen Dutzende von Leuten, die mit dem Umbau der Originalmotorräder zu tun hatten. Ihr Auftraggeber, Otis Chandler, will eine „Captain America“ und ein „Billy Bike“ für sein berühmtes Chandler Vintage Museum of Transportation and Wildlife im kalifornischen Oxnard haben. Er bekommt sie, und insbesondere „Captain America“ ist eine Attraktion.

Einige Jahre später erbittet Thomas Krens, damals Leiter der Guggenheim-Stiftung und Motorrad-enthusiast, dieses Motorrad für die erste Motorradausstellung in einem Kunsttempel, dem Guggenheim-Museum von New York. „The Art of the Motorcycle“ spannt den Bogen von der „Hildebrandt & Wolfmüller“ von 1894 bis zur seinerzeit nagelneuen MV Agusta F4, und die Schau ist ein Renner: mehr als 300.000 Besucher in 90 Tagen. Einzelheiten dazu gibt es übrigens noch heute im Internet unter www.guggenheim.org auf Seite 12 der Liste der vergangenen Ausstellungen („Exhibitions/Past“).
Originalmotorräder sind ausgeschlachtet

Zur Ausstellungseröffnung 1998 sagt Peter Fonda, er und die Polizei seien sicher, dass die gestohlenen Originalmotorräder ausgeschlachtet worden seien. „Mich erfreut die Vorstellung, dass einzelne Teile davon in vielen verschiedenen Bikes an vielen Orten weiter existieren, ohne dass die heutigen Besitzer dies wissen.“ Auch der Titelsong des Films, „Born to be wild“ von Steppenwolf, überdauert die Zeiten, ist längst zur Harley-Hymne geworden – wird aber genauso inbrünstig auf bajuwarischen Kradlerzusammenkünften in Weiß-Blau intoniert.

Die Replik verbringt den Winter 1998/99 im Field Museum of Natural History von Chicago, wird weitergereicht zur nächsten „Art of...“-Show in der europäischen Guggenheim-Dependance Bilbao, reist dann nach Las Vegas, wo von Oktober 2001 bis Januar 2003 114 Exponate ein viertes Mal gemeinsam präsentiert werden. Während „Captain America“ ständig auf Tournee ist, kommt das „Billy Bike“ nicht aus Oxnard raus. Das ändert sich erst 2003/04, als beide gemeinsam im Motorcycle Hall of Fame Museum in Columbus/Ohio sowie im Orlando Museum of Art auftreten. Danach beehren sie die Memphis International Culture Series (2005/06) und sind schließlich 2007 in „Born to Ride: America’s Two Wheeled Culture“ im Saratoga Automobile Museum zum vorerst letzten Mal zu sehen.
„Das ist geschenkt“

Inzwischen ist ihr Besitzer gestorben. Otis Chandlers Museumsschätze werden Ende 2006 versteigert und erzielen mit 36 Millionen Dollar den höchsten Erlös einer eintägigen Auktion. Beide Easy-Rider-Maschinen allerdings gelangen in Guggenheim-Besitz. Jetzt hat sich die Museumsstiftung entschlossen, sie zugunsten des Museumsetats versteigern zu lassen. Das beauftragte Londoner Auktionshaus Bonhams rechnet außer den etwa 30.000 Dollar für „Captain America“ mit 15.000 bis 20.000 für das weniger prominente „Billy Bike“. „Das ist geschenkt“, sagt einer, der es wissen muss.

Matthias Korte aus Hannover beschäftigt sich schon seit Anfang der siebziger Jahre mit dem Thema, kennt jede Schraube, jeden Deckel, jede Mutter. Kaum einer ist tiefer in der Materie als Korte. Anfang der Siebziger hat er „Easy Rider“ zum ersten Mal gesehen und danach noch geschätzte 20, vielleicht 30 Mal. Korte selbst hat einige Repliken geschaffen, zufälligerweise zur selben Zeit, als in Amerika die Guggenheim-Exponate entstanden. „Ich hab‘ damals drei ,Billy Bikes‘ und vier ,Captain America’ gebaut“, erinnert sich der heute Siebenundfünfzigjährige, der sich schon mit 19 als Harley-Händler selbständig machte. Fast alle Repliken wurden im Kundenauftrag hergestellt, die beiden, die den Originalen am nächsten kommen, besitzt Korte noch. Sie werden in der „Harley-Factory“ in Frankfurt am Main präsentiert und sind Zierde der Korteschen Oldtimersammlung.
Die vordere Felge ist zu breit

„Ganz hundertprozentig ist keine einzige Film-Replik, weder meine eigene noch das Guggenheim-Exemplar“, sagt der Experte. „Der Deckel des Primärantriebs auf der linken Motorseite, die Form des Kickstarters, der Kupplungsgriff – da sind ein paar Dinge, in denen das Guggenheim-Motorrad nicht optimal ist.“ Auch die vordere Felge hält er für zu breit. „Aber im Großen und Ganzen ist diese Replik wirklich gut gemacht.“

Mit 30.000 Dollar wäre sie seiner Ansicht nach äußerst günstig: Ließe man „Captain America“ heute nochmals entstehen, meint Korte, wäre mit Kosten von 50.000 bis 70.000 Euro zu rechnen. Die Zahl guter Nachbauten liegt seiner Vermutung nach „über zehn und unter 20“. „Captain America“-Exponate gibt es außer in Frankfurt im Zweiradmuseum Neckarsulm sowie im Werksmuseum von Harley-Davidson in Milwaukee. Dort hat auch ein „Billy Bike“ seinen Platz gefunden.

Auktionsort ist Carmel in der Nähe von Monterey/Kalifornien. Die Motorräder können am 13. Mai in der „Quail Lodge“ am Valley Greens Drive besichtigt werden. Die Auktion beginnt am 14. Mai um 13 Uhr Ortszeit (22 Uhr MESZ). Gebote sind - nach Anmeldung - auch telefonisch oder im Internet möglich.

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Quelle

Der Artikel stimmt natürliuch nicht so ganz,es handelt sich um die Mutter aller Costombikes.
Shopper haben damit nicht zu tun.
Shopper kommt aus dem Englischen und heißt viel mehr abbauen,alles was nicht dran sein muss,fällt weg.
Chrom an sich ist zwar sehr schön,hat aber mit Shoppern genauso wenig zu tun,wie Eisbären mit Banannen.
Ein Chopper muss funktionnell sein,leicht zu reinigen und natürlich bequem für lange ausritte.
Alles andere ist einfach Show!

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