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Arbeitsagentur und Jobcenter - Sie nennen es Kommunikation

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Arbeitsagentur und Jobcenter - Sie nennen es Kommunikation Empty Arbeitsagentur und Jobcenter - Sie nennen es Kommunikation

Beitrag  Gast Mi März 21, 2012 12:56 am

Es gibt Post, die ist bewusst dazu gemacht die Menschen zur Weißglut zu treiben. Neben irgendwelchen betrügerischen Rechnungen und Auftragsbestätigungen sind das vor allem völlig unverständliche Behördenbriefe. Bei Behörden ist es klar, dass die Briefe immer klingen müssen, als ob ein Fürst zu seinem Leibeigenen spricht. Das ist die Strafe dafür, dass die Deutschen ihrer Obrigkeit fast immer gehorcht haben, auch wenn das hieß Konzentrationslager und Gaskammern zu bewachen und Menschen zu quälen oder gar zu ermorden. Die Arbeitsagentur unter den Herren Frank-Jürgen Weise und Heinrich Alt haben aus dem miesen Umgang mit Menschen eine Kunstform geschaffen, die man gar nicht genug würdigen kann.

Anstatt, dass man den Leuten erklärt, was man von Ihnen will, werden sie einfach auf das übelste bedroht. Ein klassischer Fall ist dieses Anschreiben des Jobcenters Charlottenburg-Wilmersdorf.

http://duckhome.de/tb/uploads/075533.PDF

Wer übrigens Post vom Jobcenter oder der Arbeitsagentur bekommt, der findet immer ein Datum das meist 4-8 Tage vor dem Termin der Zustellung liegt. Das liegt nicht daran, dass die Post zu langsam ist, sondern daran, dass die Post zentral bearbeitet wird und deshalb manchmal eben erst ein paar Tage später versandt wird und niemals an dem Tag, dessen Datum das Schreiben trägt. Oft sind die Termine so kurzfristig, dass es gar keine Chance mehr gibt, sie wahrzunehmen.

Aber bleiben wir zunächst noch einmal bei diesem Schreiben. Die ersten sechs Zeilen nach der Anrede haben etwas mit der Sache zu tun. Die folgenden elf Zeilen bestehen nur aus Drohungen. Wir haben es bei der angeschriebenen Person übrigens nicht mit jemandem zu tun, der jemals auch nur eine Verpflichtung des Jobcenters und sei sie auch noch so schwachsinnig nicht erfüllt hätte. Es gibt keinen Grund für irgendwelche Drohungen.

Doch ist es mit den Drohungen in dem Anschreiben noch nicht genug. Jeder Post wird zusätzlich noch diese Extra-Drohseite beigefügt, die sicher stellen muss, das den Hartz IV Opfern und Arbeitslosen wirklich eine Todesangst eingejagt wird.

http://duckhome.de/tb/uploads/075637.PDF

Dabei ist diese ganze Droherei völlig unsinnig, den mit gleicher Post kam ein Änderungsbescheid, mit dem der Betroffenen schon mehr Geld abgezogen wurde als sie nach dem Arbeitsvertrag überhaupt verdienen konnte. Es geht also nicht darum, die Bürger zu ihren Pflichten anzuhalten sondern es geht darum sie stets wie bei einer Treibjagd in Bewegung zu halten, damit sie nie zur Ruhe kommen und ihre Situation auch nicht analysieren können.

Dieser Fall enthält noch einen weiteren Witz. Tatsächlich existiert der Arbeitsvertrag gar nicht mehr, weil sich der sogenannte Arbeitgeber, eine Zeitarbeits- oder Sklavenbude mal eben über jedes Gesetz hinwegsetzte. Ursprünglich hatten sie der Betroffenen einen Arbeitsvertrag über 40 Monatsstunden angeboten, aber da die Sachbearbeiterin angeblich in Urlaub fuhr, musste die betroffene sich entscheiden ob sie einfach ihren Arbeitsvertrag unterschrieb und anfing zu arbeiten, oder ob sie, wie rechtlich vorgesehen, erst nach Eingang des Arbeitsvertrages mit der Arbeit begann. Sie entschied sich für die Arbeit und wurde prompt gelinkt.

Die Sklavenhalterbude hatte nämlich nur für eine Woche, insgesamt 20 Stunden eine Hilfe benötigt und dazu einfach jemanden eingestellt. Als sie nach der Woche fragte wie es den weitergehen solle, tat die Vorgesetzte derjenigen die die Einstellung gemacht hatte ganz erstaunt und konnte gar nicht verstehen wie es zu diesem Arbeitsvertrag gekommen sein sollte. Sie änderte den Arbeitsvertrag auf 20 Monatsstunden und schickte den so manipulierten Arbeitsvertrag zurück. Ein klarer Betrug, aber Hartz IV Opfer haben eben keine Rechte. Herr Alt ist ja stolz darauf, wenn er die Menschen in solche Arbeitsverträge quälen kann, die keinen Bestand und nur Demütigung beinhalten.

Natürlich bekam das Jobcenter diesen Arbeitsvertrag auch wenn er einfach Betrug war. Andernfalls würde das Jobcenter nämlich von Schwarzarbeit ausgehen und die Leistungen ganz streichen. Manchmal aber ist das Glück den Menschen doch noch hold. Aus einer anderen Bewerbung und einem anderen Minijob wurde plötzlich ein Vollzeitjob, sodass der betrügerische Arbeitsvertrag gekündigt werden konnte und ein neuer, mit einem besseren Arbeitgeber über 35 Wochenstunden abgeschlossen wurde. Natürlich wurden die Kündigung und der neue Vertrag dem Jobcenter übermittelt. Am gleichen Tag, als dort angeblich der Bescheid gefertigt wurde. Man kann ja nicht beweisen, dass die Jobcenter ihre Bescheide zurückdatieren.

Aber wie auch immer. Jetzt wäre der Zeitpunkt für ein klärendes Gespräch gewesen. Schließlich steht auf jedem Drohschreiben dass die Jobcenter oder die Arbeitsagentur versenden eine Telefonnummer. Die führt aber nicht etwa zu dem Sachbearbeiter der geschrieben hat, sondern zu einem Call-Center. Der Sachbearbeiter ist nicht zu erreichen, die Call-Center Mitarbeiter können sich manchmal die Schreiben auf ihren Computer holen, sind aber nicht in der Lage wirklich etwas zu tun. Die Botschaft lautet im Prinzip, dass man eben schreiben solle oder einfach abwarten. Wer abwartet wird sanktioniert, wer sich beim Call-Center aufregt fliegt aus der Leitung. Wer schreibt, muss hoffen das es im Jobcenter jemanden gibt, der lesen kann.

Ach ja, es gab auch noch den Rat doch einfach hinzugehen. Dabei gibt es dort Extra einen Haufen von Leuten, die genau solche Besucher verhindern sollen. Security nennt sich dieses Pack, das allerdings einem böse blickenden Mann lieber ausweicht, als ein paar vor den Hals zu riskieren. Für eine normale Frau kein Durchkommen. Vielleicht bekommt sie in vier Wochen einen Termin und dann natürlich in ihrer Arbeitszeit, damit sie wenigstens Urlaub oder gar ihre neue Stelle opfern muss.

Man kann nicht telefonieren, nicht hingehen und Schreiben werden mal beantwortet und verschwinden mal auf geheimnisvolle Art und Weise. Email ist eine völlig unbekannte Kommunikationsform. Die Opfer der Herren Weise und Alt, des Kriminellen Peter Hartz und des Genossen der Bosse Gerd Schröder haben keine Chance. Am Ende müssen sie klagen. Genau diese Klagen will Herr Alt aber verhindern und fordert von der Politik immer höhere Schranken, damit auch der Klageweg unterbleibt. Die Welt der Hartz IV Opfer ist noch kein KZ. Aber sie rückt diesem Ziel von Tag zu Tag näher.

Wenn man sich überlegt das der Herr Weise dieses unmenschliche und verbrecherische System auch den Griechen auferlegen möchte, dann kann man nur hoffen, dass die Griechen sich immer noch zu wehren wissen und einen Baum oder eine Laterne finden an der sie ein Protestplakat festmachen können.

Überhaupt nicht zu verstehen sind die Mitarbeiter der Jobcenter, die diesen Blödsinn fröhlich mitmachen. Tatsächlich sind ja nichts anderes als Hartz IV Empfänger auf Abruf. Immer wieder neue Zeitarbeitsverträge sind doch auch nur ein schwacher Trost. Sie werden nie anständige Verträge erhalten, weil anständige Verträge ja nur dazu führen, dass sich diese Leute darauf besinnen könnten, dass sie Menschen sind und das vor den Schranken ihre Brüder stehen, dass sie selbst schon morgen in der gleichen Situation sein können.

Nach 1945 haben sich die KZ-Wächter und die Kriegsverbrecher mit Befehlsnotstand herausgeredet. Von einigen wissen wir, dass sie bei ihren Quälereien richtig Spaß hatten. Wie sich die Arbeitsagenturleute und die Menschenverächter aus den Jobcentern rausreden wollen, wenn ein neues Nürnberger Gericht tagt, bleibt eine spannende Frage. Der Hass der Hartz IV Opfer auf diese Leute ist nur allzu verständlich. Es ist schon fast Notwehr, wenn die Vertreter dieser Truppen körperlich angegriffen werden. Sie nehmen den Menschen jeden Lebensmut und jede Hoffnung. Sie sind Verbrecher, egal ob dieser Ausdruck zur Zeit erlaubt ist, weil sie ja noch nicht verurteilt wurden. Hermann Göring war ein Verbrecher bevor er verurteilt wurde. Das Urteil hat diese Einschätzung nur offiziell gemacht. In einem Rechtsstaat würde über die Verbrechen und die Verbrecher der Arbeitsagentur und der Jobcenter auch ganz anders geurteilt.

Übrigens redet der Herr Alt doch immer gerne von der Verantwortung der Arbeitslosen. In seiner Behörde und in den Jobcentern gibt es niemanden der Verantwortlich ist. Keinen einzigen. Alle verbergen sich hinter der Agentur und den Jobcentern, aber die meisten und grausamsten Kriegsverbrecher sind heute bekannt. Viele wurden bestraft. Es gibt keine Sicherheit in der Anonymität einer Behörde und das ist wirklich gut so.

Wer von Mitarbeitern der Behörde betrogen wird, sollte immer persönliche Strafanzeige bei den Behörden einreichen. Das bringt zwar zunächst keine Verurteilungen aber im Rahmen der Gegenöffentlichkeit des Netzes können die Namen der Täter und ihre Vergehen gesammelt werden. Irgendwann bricht jeder Krug und dann braucht man möglichst viele Beweise. Es geht darum sich gegen Verbrecher zu solidarisieren. Je eher, desto besser.

http://duckhome.de/tb/archives/9942-Arbeitsagentur-und-Jobcenter-Sie-nennen-es-Kommunikation.html

Gast
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