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Freimaurerei (Architektur)

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Freimaurerei (Architektur) Empty Freimaurerei (Architektur)

Beitrag  checker Do Sep 25, 2014 7:27 am

Mit der Freimaurerei verknüpfte Architektur umfasst weltweit tausende Gebäude, sie ist allerdings aus historischen Gründen auf Nordamerika und hier speziell auf die USA konzentriert, wo vor allem in den Jahrzehnten zwischen 1870 und 1930 eine Vielzahl kathedralenartiger Tempel der Freimaurer in klassizistischem oder auch „maurischem“ Stil entstand (Orientalisierende Architektur zeigen vor allem die den Riten der Shriner, einer von der Freimaurerei abgeleiteten Männervereinigung dienenden Bauten). Nach Auffassung mancher Autoren ist auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig als freimaurerische Architektur zu werten.[1]

Freimaurerei (Architektur) 220px-George_Washington_Masonic_Memorial
George Washington Masonic National Memorial

Freimaurerei (Architektur) 640px-Freemasons%27_Hall%2C_London
Freemasons' Hall,
Great Queen Street, London

Freimaurerei (Architektur) Chicago_Masonic_Temple_Building
Masonic Temple,
Chicago 1892–1939

Geschichte

Während die Freimaurerei in Kontinentaleuropa nach der Französischen Revolution und speziell nach dem Ende der Hegemonie Napoleon Bonapartes in gravierenden Gegensatz zu der Mehrzahl der herrschenden politischen und religiösen Gruppierungen geriet und dadurch an der Errichtung machtvoller Bauten gehindert war, wurden die Vereinigten Staaten nach dem erfolgreichen Unabhängigkeitskrieg wesentlich durch Freimaurer wie George Washington und Benjamin Franklin (sowie später Andrew Jackson) und freimaurerfreundliche Politiker wie Thomas Jefferson geprägt. Das gemäßigt freimaurerische Element (ohne antireligiöse Stoßrichtung) gehört damit zum zentralen Erbe der amerikanischen Revolution und konnte sich auch in der Folge, ungeachtet politischer und religiöser Vorbehalte anderer Gruppen, auf breiter Basis entfalten. Am Höhepunkt der Verbreitung des Bundes, 1929, gehörten 8,6 % der männlichen Bevölkerung der USA der Freimaurerei an, und 1960 war mit über 4 Millionen Mitgliedern ein Durchdringungsgrad von 7,6 % gegeben.[2] Der Mitgliedschaft in freimaurerischen Organisationen als mittelständisches Massenphänomen entsprach auch eine selbstbewusste architektonische Selbstdarstellung. Vor allem in den Jahrzehnten zwischen 1870 und 1930, in denen die USA nach Überwindung ihres Bürgerkriegs zur weltweit führenden Industriemacht aufstiegen, kam es deshalb zur Errichtung einer Fülle von freimaurerisch geprägten Großbauten. Im Gefolge der Weltwirtschaftskrise mussten etliche dieser repräsentativen Großbauten freilich anderen Zwecken gewidmet werden, und ein vergleichbarer Trend ist auch in den letzten Jahrzehnten festzustellen. So wurde ein ehemaliger Freimaurertempel 1987 zum National Museum of Women in the Arts (Washington) und der ägyptisierende Scottish Rite Temple in Mobile (Alabama) wurde zum Restaurant.
Bemerkenswerte masonische Bauten
Deutschland

Logenhaus Zu den drei Degen
Hotel Kaisershof (Hamburg)
Völkerschlachtdenkmal[1][3]

Spanien

Freimaurer-Tempel von Santa Cruz de Tenerife

Kanada

Masonic Temple (St. John's, Newfoundland and Labrador).
Masonic Temple in Toronto.

Liberia

Masonic Temple (Monrovia).

Großbritannien

The Cloisters (Letchworth).
Freemasons’ Hall (London), Heim der United Grand Lodge of England.
New Welcome Lodge.
Rosslyn-Kapelle

Vereinigte Staaten

George Washington National Masonic Memorial, Alexandria, Virginia.
House of the Temple, Washington, D.C.
Masonic Temple (Glendale, California).
Masonic Temple (Detroit).
Masonic Temple (Chicago).
Salt Lake Masonic Temple, Salt Lake City, Utah.
New York City Center, New York, New York, errichtet als "Moschee" der Shriners.
The New Masonic Temple (Saint Louis, Missouri).
Moolah Theatre and Lounge (Saint Louis, Missouri) ebenfalls ein Bauwerk der Shriners.
Shrine Auditorium (Los Angeles), Kalifornien, ein weiterer Bau der Shriners.
Masonic Center (San Francisco), Kalifornien.
Tempel der Großloge von Massachusetts, Boston
Tripoli Shrine Temple (Milwaukee), Wisconsin, erbaut nach dem Vorbild des Taj Mahal.

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