Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Nag-Hammadi-Schriften (auch als Nag-Hammadi-Bibliothek bekannt)
Gestern um 11:45 pm von Andy

» Réseau Dirisoft
Gestern um 11:35 pm von Andy

» Das Hybridluftschiff
Gestern um 11:21 pm von Andy

» Continental Motors, Inc.
Gestern um 11:12 pm von Andy

» Die Linde AG
Gestern um 11:01 pm von Andy

» **** BOC ****
Gestern um 10:50 pm von Andy

» Die Kohlenstofffaser
Gestern um 10:42 pm von Andy

» Cargolifter CL160
Gestern um 7:12 am von Andy

» Lockheed Martin P-791
Gestern um 7:04 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Dezember 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Kalender Kalender


BND vernichtete Personalakten früherer SS-Leute

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

BND vernichtete Personalakten früherer SS-Leute

Beitrag  Andy am Di Nov 29, 2011 12:34 pm

Im Jahr 2007 hat der Bundesnachrichtendienst etwa 250 Personalakten vernichtet. Unter ihnen waren besonders brisante Dokumente von ehemaligen Nationalsozialisten.


Reinhard Gehlen, der den BND nach dem Zweiten Weltkrieg aufbaute, hatte zur Zeit des Nationalsozialismus mit der Wehrmachtsabteilung "Fremde Heere Ost" Informationen über die sowjetische Armee gesammelt

Forscher schlagen Alarm: Beim Auslandsgeheimdienst BND sind im Jahr 2007 zahlreiche historisch wertvolle Akten vernichtet worden. Nach Angaben der unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) handelt es sich um insgesamt 250 Personalakten mit Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus. Die im Februar eingesetzte Historikerkommission soll einen Blick in die „braune“ Vergangenheit des BND werfen.

Reinhard Gehlen
Foto: dpa Reinhard Gehlen, der den BND nach dem Zweiten Weltkrieg aufbaute, hatte zur Zeit des Nationalsozialismus mit der Wehrmachtsabteilung "Fremde Heere Ost" Informationen über die sowjetische Armee gesammelt

Der Bundesnachrichtendienst bestätigte den Vorgang und nannte ihn „bedauerlich und ärgerlich“. Die vernichteten Personalakten hätten allerdings nur einen Umfang von etwa zwei Prozent des für das Geschichtsprojekt relevanten Bestandes, teilte die Behörde mit. Sie seien seinerzeit als „nicht archivwürdig“ eingestuft worden.

Der Vorsitzende des für die Geheimdienstkontrolle zuständigen Bundestagsgremiums, Thomas Oppermann, zeigte sich entsetzt. Hier scheine „ein schlimmer Fall von Geschichtsvergessenheit“ vorzuliegen, sagte der SPD-Politiker in Berlin und betonte: „Ich habe kein Verständnis für die Aktenvernichtung im BND.“ Er forderte den BND auf, den Vorfall schnell aufzuklären.

Zu kriminell selbst für den BND

Erste Recherchen zeigen unterdessen, dass unter den vernichteten Akten auch Unterlagen von Personen gewesen sind, die in der NS-Zeit „signifikante geheimdienstliche Positionen“ hatten, darunter in der SS, dem Sicherheitsdienst SD oder der Gestapo. „Darunter befinden sich auch BND-Mitarbeiter, gegen die der BND in den 60er-Jahren selbst Ermittlungen wegen schwerer NS-Belastung durchgeführt hatte“, sagte Kommissionssprecher Henke.

Dass den Akten „kein bleibender historischer Wert beizumessen gewesen sei, hat sich als nicht stichhaltig erwiesen“, sagte Henke weiter. Personen, die beim sogenannten Englandspiel dabei waren, als die Nationalsozialisten in den niederländischen Widerstand einbrachen, oder als NS-Männer jüdische Synagogen anzündeten, seien historisch betrachtet durchaus wertvoll.

Unter den vernichteten Akten sind laut Henke auch solche über Personen gewesen, die selbst der BND für zu kriminell gehalten habe, um nach dem Zweiten Weltkrieg beim neuen bundesdeutschen Geheimdienst beschäftigt zu werden. Die Kommission habe den BND nun aufgefordert, keine Unterlagen mehr ohne Rücksprache mit dem Historikergremium zu vernichten.

BND-Gründer war ein Nazi

Erst im Februar hatte eine vierköpfige Historikerkommission ihre mehrjährige Arbeit aufgenommen, um die Frühgeschichte des Bundesnachrichtendienstes zu durchleuchten. Dort waren nach Gründung zunächst zahlreiche Nazis beschäftigt worden. Jetzt sollen die Forscher Jost Dülffer (Köln), Rolf-Dieter Müller (Potsdam), Klaus-Dietmar Henke (Dresden) und Wolfgang Krieger (Marburg) die Zeit zwischen 1945 und 1968 aufarbeiten.

Vorbild des BND-Gremiums ist das Auswärtige Amt, wo der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) seinerzeit eine Historikerkommission eingesetzt hatte. Ihr Bericht ergab, dass das Amt systematisch an der Judenvernichtung beteiligt war. Die Karrieren von Nazi-Diplomaten gingen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs „bruchlos“ weiter. Jetzt sollte zum Ende der Amtszeit von BND-Präsdient Ernst Uhrlau auch der Bundesnachrichtendienst den Blick in seine „braune“ Vergangenheit freigeben.

„Gründervater“ des BND war der Weltkriegsgeneral Reinhard Gehlen, der für Adolf Hitler mit der Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost“ Informationen über die sowjetische Armee sammelte. Nach Kriegsende hatte Gehlen alte Kameraden in der „Organisation Gehlen“ – dem Vorläufer des BND – um sich gesammelt. Viele von ihnen waren vorher in der SS oder bei dem berüchtigten Reichssicherheitshauptamt, der Zentrale des organisierten Völkermordes an den Juden, im Einsatz.


Quelle
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22422
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten