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Nach Übertritt von Bandidos: Innensenator Henkel verbietet Berliner Hells Angels

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Beitrag  Andy Di Mai 29, 2012 7:23 pm

Seit der Nacht zu Mittwoch sind 550 Polizisten im Einsatz, um sämtliches Inventar und Vermögen der nun verbotenen Berliner Hells Angels zu beschlagnahmen - dazu gehören auch Motorräder. Die Razzien begannen am Vereinsheim in Reinickendorf.

Nach Übertritt von Bandidos: Innensenator Henkel verbietet Berliner Hells Angels 2

Die "Hells Angels Berlin City" sind von der Senatsinnenverwaltung verboten worden. Dies gab Polizeisprecher Stefan Redlich am frühen Mittwochmorgen bekannt. Das Verbot sei bereits in der vergangenen Woche von Innensenator Frank Henkel (CDU) erlassen worden. Ursprünglich sollte die Verfügung gegen den Rockerclub erst am Mittwochmorgen zugestellt werden. Da das Vorhaben jedoch durch einen Bericht von "Spiegel Online" verraten worden war, zog die Polizei die Aktion vor.

550 Polizisten begehen seit der Nacht insgesamt 30 Berliner Objekte des Clubs, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Beamten haben haben dabei Unterstützung aus anderen Bundesländern. Die Aktionen begannen mit rund 50 Beamten am Clubhaus der Hells Angels in Reinickendorf. Es werde alles beschlagnahmt, was dort herumsteht, sagte ein Sprecher. "Dazu zählen auch Motorräder." Es solle sichergestellt werden, dass kein Inventar weggeschafft und keine Gegenstände aus dem Vereinsheim getragen werden.

Ein Verbotsverfahren war in Berlin bereits seit längerer Zeit geprüft worden. Die Polizei will nun prüfen, ob und wie Informationen über geplante Razzien und Verbote möglicherweise nach außen gedrungen sein könnten. Sollten sich dazu Hinweise verdichten, werde intern wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen und der Strafvereitelung im Amt ermittelt.

Mehrere Medien hatten berichtet, dass Untergruppen der Berliner Hells Angels kurz vor ihrer Auflösung stünden, darunter auch das rund 40 Mitglieder starke Chapter Berlin City. „Ich denke, das wird mehr ein taktisches Manöver gewesen sein, um einem Verbot zuvor zu kommen“, sagte Redlich. „Ich glaube nicht, dass sie wirklich das Ziel hatten, ihre Vereinstätigkeit einzustellen.“ Mehrere Untergruppen des verfeindeten Rockerclubs Bandidos hatten sich in Berlin in den vergangenen Tagen aufgelöst und waren zu den Hells Angels übergelaufen.

Seit der Nacht zu Mittwoch sind 550 Polizisten im Einsatz, um sämtliches Inventar und Vermögen der nun verbotenen Berliner Hells Angels zu beschlagnahmen - dazu gehören auch Motorräder. Die Razzien begannen am Vereinsheim in Reinickendorf.

Nach Übertritt von Bandidos: Innensenator Henkel verbietet Berliner Hells Angels 3

Spektakulärer Seitenwechsel ging Verbot voraus

Zuvor hatte der Übertritt von knapp 20 Mitgliedern des Rockerclubs Bandidos zu den verfeindeteten Hells Angels die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. Vor einigen Tagen hatte sich das Chapter „Southside“ des Bandidos MC in Weißensee in Berlin aufgelöst und war geschlossen zu den Hells Angels abgewandert.

„Wir werden das sehr genau beobachten", sagte ein Berliner Polizeisprecher. Aus Erfahrung wisse man, wie gefährlich solche Entwicklungen sein könnten. In der Vergangenheit war es in der Rockerszene nach solch einem Übertritt häufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Gruppen gekommen.

Es könnte sich bei der Übernahme nach Einschätzung der Polizei um einen „weiteren Schritt im Kampf um Einflussräume in der Szene handeln“. Denn die Übernahme des Charters bedeutet einen erheblichen Machtgewinn für die Hells Angels.

Am Montagnachmittag war Polizeibeamten bei einem Einsatz vor dem ehemaligen Chapter der Bandidos in der Streustraße aufgefallen, das sich die lokalen Machtverhältnisse geändert hatten. Ursprünglich waren die Beamten alarmiert worden, weil eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen den Gangs erwartet wurde. Knapp 50 Personen hatten sich vor dem Klubhaus der Bandidos versammelt, darunter viele Anhänger der Hells Angels.

Bei der Überprüfung der Personen stellten die Beamten jedoch fest, dass sich der Club mittlerweile in der Hand der Hells Angels befand. Auch die einstigen Insignien der Bandidos waren vom Clubhaus verschwunden. Jetzt prangerten die Symbole der Hells Angels an den Wänden.

Bereits vor zwei Jahren war es in Berlin zu einem spektakulären Seitenwechsel in der Szene gekommen. 80 ehemalige Bandidos waren damals unter der Führung des Türken Kadir P. übergelaufen und seitdem als Hells Angels Berlin City unterwegs. Diese Gruppe wurde nun verboten. (mit dpa)

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