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Schädigung der Netzhaut:Aspirin steht im Verdacht, altersblind zu machen

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Schädigung der Netzhaut:Aspirin steht im Verdacht, altersblind zu machen  Empty Schädigung der Netzhaut:Aspirin steht im Verdacht, altersblind zu machen

Beitrag  checker Di Jan 22, 2013 8:18 am

Bei Schlaganfall wird meistens Asperin verordnet zbs. ACC 100.
Nur das eventuell nicht der richtig weg?

Wer regelmäßig Aspirin schluckt, hat ein erhöhtes Risiko, im Alter zu
erblinden. Bisher ungeklärt ist die Frage: Schadet das Medikament der
Netzhaut oder sind die Risikfaktoren für Herzinfarkt oder Schlaganfall
schuld, denen Aspirin vorbeugen soll?
.

Aspirin kann, regelmäßig
eingenommen, möglicherweise die Netzhaut schädigen. Menschen, die das
Medikament mindestens einmal pro Woche schlucken, haben einer Studie
zufolge ein deutlich erhöhtes Risiko für die altersabhängige
Makuladegeneration (AMD). Das berichten australische Mediziner im
“Journal of the American Medical Association”. Ob Aspirin ursächlich zu
der Erkrankung beiträgt, ist jedoch offen.

AMD ist in
Industrieländern die häufigste Ursache für den Verlust der Sehkraft
alter Menschen. Die Erkrankung schädigt auf der Netzhaut die Stelle des
schärfsten Sehens – die Makula. Mediziner unterscheiden zwischen der
trockenen Frühform der Erkrankung und ihrer feuchten Spätform. An der
feuchten AMD erkranken in Deutschland pro Jahr schätzungsweise 50 000
Menschen neu. Frühere Studien hatten bereits darauf hingedeutet, dass
der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), den viele Menschen zur
Vorbeugung etwa von Herzinfarkt oder Schlaganfall nehmen, das
Augenleiden fördern kann.

Indizien der Studie reichen nicht

Die
Mediziner um Gerald Liew von der Universität Sydney untersuchten nun
rund 2400 Menschen über einen Zeitraum von 15 Jahren. Rund 260 von ihnen
nahmen mindestens einmal wöchentlich Aspirin, viele von ihnen deutlich
häufiger. Insgesamt erkrankten 63 Teilnehmer an der feuchten Spätform
der AMD. Nach fünf Jahren entwickelten 1,9 Prozent der regelmäßigen
Nutzer die Krankheit, nach 15 Jahren waren es 9,3 Prozent. In der
Kontrollgruppe lag der Anteil nur bei 0,8 und 3,7 Prozent.

“Regelmäßige
Einnahme von Aspirin war signifikant mit einem gehäuften Auftreten der
feuchten AMD verbunden”, schreiben die Forscher. In einem begleitenden
Kommentar betonen Sanjay Kaul und George Diamond vom Cedars-Sinai
Medical Center in Los Angeles aber, dass die Indizien der Studie nicht
dafür ausreichen, um die gegenwärtige klinische Praxis zu ändern.



Auch Frank Holz von der Universitäts-Augenklinik
Bonn plädiert dafür, Aspirin weiter einzusetzen, um gegen
lebensbedrohliche Probleme wie etwa Herzinfarkt vorzubeugen. Zwar
bewertet der Klinikleiter die Studie als seriös. Aber der gefundene
Zusammenhang müsse noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden.
Auffällig sei zudem, dass die Studie nur eine Verbindung von Aspirin mit
der feuchten Spätform der AMD gefunden habe, nicht aber mit der
trockenen Frühform, sagt Holz, der dem Vorstand der Stiftung Auge der
Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft angehört.

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